stephans:dom

Nach den ersten Anzeichen einer Klimaerwärmung hatten die Ärzte für ältere Menschen einige Hitzetipps parat. Sie sollten an heißen Tagen die Innenräume der Kirchen aufsuchen. Inzwischen erwärmen sich die Kirchenräume stärker, als man es vor zwei Jahrzehnten für möglich gehalten hat. Erschöpfungszustände bei großer Hitze machen auch vor den zumeist betagten Priestern nicht Halt. Der Zelebrant in der Karlskirche griff, während der Chor sang, zur Mineralwasserflasche am Altartisch und nahm hin und wieder einen Schluck zu sich. Vor einigen Jahren waren die Weihwasserbecken beim Kirchentor bis obenhin gefüllt. Heute stehen im Inneren, der oft kunstvoll gestalteten Weihwasserbecken, eine kleine Plastik Schüssel und darin befindet sich das Weihwasser.

Durch die schwüle Luft ist der Klimawandel im Kirchenschiff angekommen und auch in einer Predigt war der Hitzerekord im Stephansdom ein Thema. Im Evangelium wurde berichtet, wie Jesus an die Apostel die Frage stellt: „Für wen halten mich die Leute“? Die Apostel antworteten: „Einige für Johannes den Täufer, andere für Elija; wieder andere sagen: Einer der alten Propheten ist auferstanden“. Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Petrus antwortete: „Für den Messias Gottes“.

Auf die gleiche Art stellte der Prediger den Gläubigen die Frage: „Wie halten sie es mit dem Klimawandel, ist die Hitze, wie wir sie in diesen Tagen erleben, etwas Altes, was es schon immer gegeben hat? Etwas was vor Millionen Jahren schon einmal dagewesen ist und jetzt wieder auftritt? Oder ist die Hitzewelle etwas Neues, noch nie dagewesenes? Wie beurteilen wir dies und wie gehen wir damit um?  Neu ist, dass der Mensch maßgeblich an der Erderwärmung  beteiligt ist. Sollen wir den Klimawandel akzeptieren oder sollen wir uns dagegen wehren. Im Evangelium wird das Alte durch das Neue abgelöst und gilt dies auch beim Klimawandel?

Brot und Wein

3 Gedanken zu „stephans:dom

  1. Hallo!
    …wieder einmal vorbeischauen und von weiteren „Alltäglichkeiten“ lesen.
    Gruss schlagloch

  2. JESU WORTE im „Neuen Testament meiner Mutter“, beim Arzt, „Lk 7,32“, daß die Menschen wie Kinder sind, die auf dem Marktplatz sitzen und Musik spielen, aufspielen, singen. Nun schiene es zwei Auslegungen zu geben: einerseits, daß Jesus diese Kinder lobt, andrerseits, daß Jesus diese Kinder tadelt. Welche ist richtig? Lobt Jesus die Dominanz der Kinder- und Jugendkultur seit „1954“ n. Jesu Geb., die doch wohl ein in der Weltgeschichte vorher nur verborgen dagewesenes Phänomen ist? Die Frage wurde dieser Tage bei vier Begegnungen – mein Harzer Fuchs Alcor hatte mich nicht begleitet – Thema. – Mein Sohn – Musikkritiker.

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