notiz:buch II

Nach einer Gesprächsrunde zum Bedingungslosen Grundeinkommen sitze ich in der Aula der Alpen Adria Universität und ziehe ein neues Moleskin Notizbuch aus meiner Jacke. Für mich bedeutet es einen besonderen Reiz inmitten wurliger Menschen meine Einträge zu machen. Dies kann wie jetzt die Uni Aula, ein frequentiertes Caféhaus, eine Sitzbank in der Fußgeher Zone oder ein Zugabteil sein. Ich kann nicht begründen woher die Vorliebe zum Schreiben im öffentlichen Raum kommt? Beobachte ich in der Öffentlichkeit etwas Auffallendes, halte ich dies in den Tageheften prompt fest. Anderseits dürfte es ein exhibitionistischer Zug sein, der mich unter vielen Menschen zu Papier und Bleistift greifen lässt. Seht her, ich habe etwas Bedeutsames zu notieren. Dabei ist ein gewisses Alleinstellungsmerkmal gegeben, da heute nur wenige Menschen in der Öffentlichkeit Notizen machen. Hantiert jemand am Smartphone, so schauen die Umstehenden im nächsten Augenblick gelangweilt weg, dies ist Normalität. Die Masse setzt aktuell auf Kurznachrichten und auf die Spracheingabe am Smartphone.

Beobachte ich jemanden beim Schreiben in einem Notizbuch, so erzeugt dies bei mir Neugierde. Diese Person entzieht sich dem allgemeinen Mainstream, dem Gebrauch von Handy und Laptop in der Öffentlichkeit. Dazu kommt Bewunderung, notiert jemand seine Gedanken handschriftlich. Dies hüllt den Schreibenden in eine rätselhafte Aura. Manchmal könnte der Eindruck entstehen, es handelt sich um eine Aufsichtsperson, welche sich über die Zustände vor Ort Notizen macht. Dazu ein schlechtes Gewissen, weil jeder von uns hat die eine und andere Übertretung im Hinterkopf. In den Kurzparkzonen war es lange üblich, dass die Parkplatzwächter die Strafzettel händisch ausgestellt haben. Dieser Akt ist obsolet, weil heute die Strafverfügungen von einem mobilen Rechner ausgedruckt werden.

Aus dem Tagebuch…

4 Gedanken zu „notiz:buch II

  1. Hallo Franz
    Ich denke mal, von den Jüngeren wirst du keinen, oder nur noch ganz vereinzelt, mehr mit Notizbuch erleben.
    Zu Hause mache ich mir auch noch Notizen in ein Schreibheft oder auf dem Zettelblog neben dem PC. Aber nur für den kurzfristigen Gebrauch.

    Ein schönes, fröhliches Design hast du hier als Hintergrund. Gefällt mir sehr!
    Lässt sich von Silvester bis Fasching oder Karneval gut nutzen. Wie heißt Karneval bei euch?

    Liebe Grüße 🙂

  2. ‚Wir‘ 🙂 riefen gerade die „Kleine Zeitung“ wegen Werbung für den Gastbetrieb „Feuerberg“ beim Sonnenobservatorium „Kanzelhöhe“ an: ob der „Feuerberg“ für eine Adventfeier geignet sei. Der Antwort glaubte ich zu entnehmen, daß man bezweifelte, daß ‚wir‘ 🙂 die Frage bejahen würden. ‚Wir‘ 🙂 hatten auch mit dem „Feuerberg“ telefoniert. – IC, „Siegfried Posch“

  3. Sehr geehrter Herr Siegfried Paul Posch!

    Obige Frage kann ich nicht beantworten, jedenfalls gehört der „Gastbetrieb“ Feuerberg zu den Top Hotelanlagen in Kärnten. Eines kann ich beantworten, auf der Kanzelhöhe / Gerlitze gibt es Schnee, sollten Sie einen Skiurlaub planen. Vom Esszimmer aus habe ich die Gerlitze im Blickfeld.

    Gruss schlagloch

  4. Hallo Schlafmütze!

    Jedesmal wenn ich meine Seite öffne, stimmt mich der Hintergrund fröhlich. Ich habe die Absicht, in Zukunft je nach Jahreszeit / Saison den Hintergrund zu wechseln.
    Also Karneval nennt sich bei uns Fasching, umgangssprachlich. Einer gewissen Bekanntheit erfreut sich der Villacher Fasching, seine Faschingssitzung wird im ORF übertragen. Lei Lei , der Villacher Faschingsruf, lei lossn.

    Lei Lei schlagloch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.