Ein Sandkorn…

Viele Künstler, Maler und Autoren erhoffen sich durch ihre Werke persönliche Unsterblichkeit. Diese Hoffnung hege ich auch und sehe in der Archivierung meiner Bücher in der Deutschen Nationalbibliothek,[1] für mich, ein Sandkorn von Unsterblichkeit. Ähnliches erwarte ich mir von der Langzeitarchivierung meines Blog, www.schlagloch.at , durch das Marbacher Literaturarchiv.[2] „Denn es gibt keine Notwendigkeit, dass überhaupt eine Welt sei. Warum Etwas ist anstatt Nichts, diese unbeantwortete Frage der Metaphysik sollte davor schützen, Dasein schlechthin als Axiom zu unterstellen und dann seine Endlichkeit als angefallenen Makel oder als Kürzung seines Rechts. Vielmehr ist die Tatsache von Dasein überhaupt das Mysterium der Mysterien“.[3] „Aber man beachte, dass mit dem Leben zusammen der Tod kam und dass Sterblichkeit der Preis ist, den die neue Möglichkeit des Seins für sich zu zahlen hatte. Wenn ständige Dauer das Ziel wäre, hätte Leben erst gar nicht beginnen dürfen…“[4] (…) Die Heraufkunft des Menschen bedeutet die Heraufkunft von Wissen und Freiheit und mit dieser höchst zweischneidigen Gabe weicht die Unschuld des bloßen Subjekts sich selbst erfüllenden Lebens, der Aufgabe der Verantwortung unter der Disjunktion von Gut und Böse“.[5]


[1] http://dnb.ddb.de [2] http://www.dla-marbach.de/ [3] Seite 395, Hans Jonas , Das Prinzip Leben, 2. Auflage 2011, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main [4] Seite 391, Hans Jonas, Das Prinzip Leben, 2. Auflage 2011, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main [5] Seite 393, Hans Jonas , Das Prinzip Leben, 2. Auflage 2011, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main

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