Sonnenfinsternis…

…und Kreuzfahrtschiff.

Bei der Radtour am Wochenende die Gail entlang, von Villach nach Arnoldstein, erreiche ich vor der Ortschaft Oberschütt eine Bank, die am Waldrand neben der Straße steht. Vor mir breitet sich eine große Wiese aus, den Duft vom gemähten Heu kann ich noch riechen. Ein paar Fliegen und Wespen, ansonsten ist es mucksmäuschenstill. Beim Sitzen blicke ich hinauf zum Dreiländereck. Bei meinen Rundfahrten von Arnoldstein durch die Schütt und zurück habe ich in meiner Zeit als Papier- und Buchhändler bei dieser Bank oft Rast gemacht. Begleitet von vielen Wünschen und Träumen bis am Ende des 2. Jahrtausend sich mit der Lebensgefährtin mancher Traum erfüllt hat. Nach meiner Rückkehr von Salzburg bedurfte es ein mehr an Hausarbeit und der Relaunch der Küche ist fertig. Der Tischler leistete gute Arbeit, die neue Optik hat uns völlig überrascht. Die partielle Sonnenfinsternis konnten wir auf Grund unserer Wohnungslage nicht beobachten. Der Tag trübte etwas früher ein und dem Gefühl nach suchten die Vögel vorzeitig ihre Nester auf. Im digitalen Zeitalter berichtete das Fernsehen live von der Sonnenfinsternis von der Urlaubsinsel Mallorca und von einem Kreuzfahrtschiff.

Weiterlesen →

Zeit für…

…heiße Schokolade.

Große Hoffnung auf eine zwischenzeitliche Abkühlung setzte ein Café in einem Durchgang, von der Getreidegasse zum Grünmarkt. Täglich um 9 Uhr stellte eine Serviererin einen Plakatständer mit der Werbung, „Zeit für eine heiße Schokolade“, vor der Geschäftstür auf. Damit hat sich das Café klar von anderen Hinweisen, „hier gibt es Eiskaffee“, abgehoben. Eine wirkliche Abkühlung fand man in den Nobel- Boutiquen von Louis Vuitton, Prada oder Escada. Eine kühle Auszeit verbringen, verbunden mit einer Wein- oder Genussmittelverkostung, konnte man im Magazin: Bistro oder Mikis Tastery, wenn auch danach viele ohne etwas Einzukaufen das „Weite“ suchten.

Die meisten Besucher bevorzugten die Sitzplätze im Freien, doch kaum war ein Bier, ein Coca-Cola, eine Pizza oder ein Stück Torte am Tisch, dann war man von einem Wespenschwarm umschwirrt, welche mitnaschen wollten. Wie man sich im Sommer beim Essen im Freien der Wespen erwehren kann, lernte ich im Innenhof vom Stadtwirt kennen. Auf jedem Tisch hatte der Gastronom kleine, mit Sand gefüllte Gläser und darin steckte ein Räucherstäbchen. Jeder Gast konnte bei Bedarf das Räucherstäbchen anzünden, die Wespen wurden vom Duft in die Flucht geschlagen.

Dampflock…

Die Printmedien haben ihre Titelseiten ganz flächig mit den Bildern von den Waldbränden vereinnahmt, diesmal war es von der Feuersbrunst in Europa. Vor Jahrzehnten kannten wir aus der Berichterstattung die Buschbrände in Australien. Der Waldbrand im Kanaltal kam der Grenze von Kärnten schon sehr nahe. Die Berichterstattung in den Regionalzeitungen wird umso ausführlicher, je näher ein Geschehen dem Bundesland rückt. Über die Jahrzehnte habe ich zu meiner Zufriedenheit noch keinen Waldbrand größeren Ausmaßes erlebt. In der Kindheit konnten wir vom Politzner Berg aus beobachten, wie im Frühjahr und im Herbst entlang der Bahnstrecke von Zeit zu Zeit an der Böschung ein Brand aufgeflammt ist. Diese lokalen Brände wurden vom Funkenflug der Dampflock ausgelöst und erloschen von selbst. Bei einer Fahrt in die Steiermark, zu einem Ferienlager von der Jungschar, wurde der Zug von einer Dampflokomotive angetrieben. Damals konnte man die Zugfenster noch händisch öffnen und schließen, je nach Bedarf. Keinesfalls durfte im Waggon Zugluft herrschen, dann wurde man von den Mitreisenden zurechtgewiesen. Aus dem offenen Fenster habe ich mich hinausgelehnt, um möglichst hautnah die Landschaft zu erleben. In der Unterkunft habe ich beim Hemdenwechsel gesehen, dass das weiße Hemd schwarz von dem Rußpartikel der Dampflock war.  

Weiterlesen →

Auswirkung…

…der langanhaltenden Dürrezeit .

Es ist Zeit für eine ganz private Rückschau auf die Hitzewelle in diesem Sommer. Die täglichen Apelle von den Umweltschutzorganisationen, den Klimaaktivisten und den Aufrufen der Grün Parteien, diesmal den Klimawandel ernst zu nehmen, haben etwas an Intensivität verloren. Die verheerenden Waldbrände in Südost Europa sind eingedämmt und durch die Niederschläge versiegt. Zurückgeblieben sind tausende Hektarflächen an verbranntem Waldbestand, dazu kommt die Dürre unter der die meisten Waldkulturen in Mitteleuropa leiden. Bei den Aufforstungen geht es jetzt darum, die richtige Mischung aus hitzebeständigen Bäumen zu finden. Schattenspende Bäume kehren in das Stadtbild zurück, das Modewort dafür heißt Schwammbäume. In der Villacher Innenstadt bilden sie eine ganze Alee, vom Bahnhofsplatz bis zum Hans-Gasser-Platz. Wer die Augen offenhält sieht, dass die Sitzgelegenheiten unter den Schwammbäumen immer gut besetzt sind. Nicht möglich ist es in der Innenstadt neue Grünflächen, in Form von Parks zu schaffen. Dies würde einen radikalen Eingriff in die Baustruktur erfordern. Eine Radikalität, wie wir es aus der frühen Neuzeit kennen. Um Platz für die Erweiterung der mittelalterlichen Städte zu schaffen wurden die Festungsmauern niedergerissen. Ein berühmtes Beispiel ist die Errichtung von Palais und die Planung der Ringstraße in Wien. Die Hitzewelle hat vielerlei Vorschläge auf den Tisch gebracht.  Derzeit genießen wir die etwas kühleren Herbsttage.

Weiterlesen →