…für jeden spürbar.
Bei der ersten Ölkrise musste sich jeder Autobesitzer für einen Autofreien Tag in der Woche entscheiden und diesen mit einem „Pickerl“ auf der Windschutzscheibe sichtbar machen. Ich wählte den Mittwoch als autofreien Tag, am Wochenende wollte ich mit dem Auto etwas unternehmen. Den älteren Österreichern ist der Ausspruch des damaligen Bundeskanzler Kreisky in Erinnerung: „Die Männer sollen sich nassrasieren und keinen Elektrorasierer verwenden“. Dies wäre ein Beitrag zum Energiesparen, seit damals ist dies ein gesellschaftliches Kernthema. In die siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts fiel auch die Abstimmung über die Inbetriebnahme des Atomkraftwerk Zwentendorf. Um nicht gegen das Volk zu regieren veranstaltete Kreisky eine Volksabstimmung über die Inbetriebnahme das Kernkraftwerk Zwentendorf.
Vor ein paar Jahren verkündete der Europäische Rat den Ausstieg aus der Ölwirtschaft, das Aus für die Verbrenner Motoren. Zurzeit wird angesichts der Verwerfungen in der Autoindustrie wieder zurückgerudert und das Szenario verlängert. Demselben Muster folgt das EU-Parlament beim Ausstieg aus der Kernenergie, es wurde der Ausstieg den Mitgliedsstaaten nahegelegt und jetzt wird eine Kehrtwende eingeschlagen. Einige Mitgliedsstaaten verzichten auf den Ausstieg aus der Atomenergie oder planen neue Kernkraftwerke. Die bis heute wichtigste Transformation, wie gibt es Wohlstand für alle ohne ständige Umsatzsteigerung, welche den Verbrauch von natürlichen Ressourcen ständig steigert, wie schafft man diese Vision? Ein zufriedenes Leben ohne die Ökologie zu zerstören und die Umwelt zu belasten? In den Schubladen einiger Vordenker schlummern dafür Konzepte, dazu gehört auch die Bereitschaft jedes Einzelnen dabei mitzumachen. Dazu zählen auch unsere sogenannten Führungskräfte. Ganz glaube ich nicht daran, dass eine solche Richtungsänderung möglich ist, denn diese Kehrtwende wäre für jedem Einzelnen spürbar. Für eine ehrliche Partei und deren ehrlichen Umgang mit der Welt würden die Wähler immer weniger.