… eine Altersgrenze?
In den letzten Jahren habe ich die Erfahrung gemacht, wie schnell Vorhaben zerschlagen werden, wenn es mit der Gesundheit, der körperlichen Kraft zu Ende geht. Anderseits verlieren eigene Wünsche an Bedeutung, wenn man jemandem zur Seite steht und diese Person im Lebensalltag unterstützt. Es bleibt, die Freude im Leben an kleinen Begebenheiten zu erfahren. Kein Vergleich zu früher, wurde man an einer Reise gehindert, weil erkrankt oder etwas Wichtiges ist dazwischengekommen. In diesem Fall sah man darin einen Aufschub für ein paar Monate, dann können wir die Reise nachholen.
Vom Lebensende her gedacht erscheint mir die Aufregung, als ich damals zum Bundesheer einrückte, über die gestohlene Lebenszeit als überreizt. Der Wehrdienst dauerte einst neun Monate. Die Gedanken drehten sich darum, wieviel sinnvolles hätte ich in diesen Monaten im Beruf leisten können. Denke ich jetzt auf mein Leben zurück, dann erinnere ich mich an Zeiten die ich sorglos mit Spaß und Unsinn verbracht habe, vielleicht macht dies das Leben aus.
Nachdenklich stimmen mich Erzählungen aus dem Bekanntenkreis, dass diese und jener über ein gesundes Vermögen verfügt, aber der Körper befindet sich in einem kränklichen Zustand und erlaubt keine Anstrengung. Dabei möchten sie noch gerne ein wenig die Welt anschauen. Mit Geld können wir uns vieles kaufen, aber keine Minute an Lebenszeit. Dabei stößt der größte Reichtum an seine Grenzen. Spitzenmedizin kann das Leben verlängern, aber wieviel an Lebenszeit zur Verfügung steht, entscheiden nicht wir. Wer glaubt, dass wenn der Zug im Tunnel schneller fährt, kann er mehr sehen?
Wer sorgt dafür, wenn ein Familienmitglied dauernde Unterstützung im Alltag braucht? Gibt es dafür eine Altersgrenze, wann hat man diese überschritten? Bei verschiedenen Tätigkeiten wie Blutspenden, Militärdienst oder Berufsausübung gibt es Altersbegrenzungen.