03.05.2004   SPIEL . HOFFNUNG

Wer selbst ein Spielcasino nicht um des Spielens willen besucht, sondern um mit Freunden ein wenig zu Feiern und dabei Zeit hat die Leute zu beobachten, wird  erleben können, mit welcher Leidenschaft manche Spieler den Verlauf der Roulettkugel verfolgen und mit wie viel Hof-fnung sie auf ein neues Spiel setzen. Diese Hoffnung ist meistens in wenigen Minuten verspielt, eine kürzere Hof-fnung gibt es nicht. Um an das Geld der breiten Masse zu kommen, des sogenannten kleinen Mannes, gibt es die Lottospiele und Sportwetten. In Niederösterreich ist eine Trabrennbahn mit Wettterminals für Fußball, Formel I und anderen Spielmöglichkeiten eröffnet worden unter dem Slogan: „ Hier gewinne ich, wetten das …“ 

Wetten das, dies nicht stimmt.

 

Kommentare:    
W. am 3. Mai 2004 um 18:26
 – genau!

 

 

07.05.2004   BLOG . LESER 

Wer einige Zeit ein Weblog führt stellt sich die Frage, werden meine Einträge gelesen? Über die ersten Kom-mentare freute ich mich, als Zeichen, dass ich wahrge-nommen wurde. Ich probierte in meinem Weblog verschiedenes aus und versuchte für mich eine Linie zu finden. Nach der Installation von einem Zugriffszähler auf meine Site war ich erstaunt wie viele Besucher meine Website aufweist. Interessant ist auch, mit welchen Stichwörtern Besucher aus dem Internet auf meiner Seite landen. Wenn man bei Google den Suchbegriff „Schlagloch“ eingibt, findet die Suchmaschine achtzehn-tausend Stichwörter in 0.21 Sekunden und „Schlagloch – Neueste Einträge„  auf der ersten Seite. Bestimmt waren die meisten Benützer auf der Suche nach Straßen-Schlaglöcher. Vorsicht Schlagloch.

12.05.2004   ROTE . KLÖTZE  

Zur Kindheit in Europa  gehören die Legobausteine  dazu. Schon die Kleinkinder spielen damit. Jedes Kind hat für die Legobausteine, je nach Alter, einen eigenen Namen. Heute, mit zwei Jahren, heißen die Lego-bausteine „Klötze“. Bald werden es die grünen, blauen, roten und gelben Klötze sein. Mit zwei Jahren gibt es nur ein vorwärts, da gibt es noch keine Vergangenheit . Alles ist lecker und Autofahren super.

Morgen rote Klötze.

 

 

14.05.2004   LANGE . WEILE 

Unser Alltag ist nicht  frei von Konflikten, Beschwerden und Unannehmlichkeiten. Oftmals gibt es im Beruf Schwierigkeiten und Rückschläge. Wir sind manchmal völlig deprimiert. Auch in einer Beziehung kann es Streit und Meinungsverschiedenheiten geben. Es können vom Partner falsche Vorwürfe kommen oder man wird missverstanden. Man fühlt sich gekränkt und wünscht sich an einen Ort auf Erden, wo es keine Auseinander -setzungen gibt. Es gibt im Menschen eine große Sehnsucht nach Harmonie. Wenn unsere Sehnsucht nach Harmonie erfüllt wird, dann ist uns langweilig.  

Ist es im Himmel langweilig?

 

 

17.05.2004   WIEVIEL . ZEIT 

Nach einem Jahr als Blogger merke ich, wie die Zeit vergeht, in diesem Fall ein Jahr. Mein Zeitgefühl ist ganz verschieden. Manches mal kommt mir die Zeit endlos vor. Dazu genügt es, wenn ich beim Einkaufen an der Kassa länger warten muss, besonders dann, wenn ich es eilig habe. Ein arbeitsfreier Sonntag kann viel zu kurz sein. Ich glaube, dass mit dem Alter die Zeit immer schneller abläuft weil die Vorhaben, welche man noch ausführen will, mit der zu erwartenden Lebenszeit in keinem Verhältnis stehen, von einem plötzlichen Tod ganz abgesehen. Alle Jahre erleben wir bei der Um-stellung auf die Sommerzeit wie beliebig mit der Zeit umgegangen wird. Auf Knopfdruck kann man den Tag um eine Stunde verlängern. Sind wir die Herren über die Zeit oder werden wir von der Zeit beherrscht? Wie viel Zeit braucht ein Weblog und dies eine nützliche Zeit? 

Wer hat Zeit.

 

Kommentare:
E. am 17. Mai 2004 um 23:41
Hallo Schlagloch! Gratulation zum Einjährigen. Hoffe  sehr, dass auch weiterhin mit gewohnten Elan hier gebloggt wird. Wie viel Zeit ein Weblog braucht, das ist von vielen Faktoren abhängig.  Von der Priorität die ein Weblog beim Besitzer hat. Auch Jahreszeit, Stimmung, Emotionen, evtl. Gesundheit sind ausschlaggebend  wie viel Zeit man für das Weblog aufwendet. Oft genug bleibt es nicht bei einem Weblog. Es folgen weitere, es werden welche gelöscht, an andern Orten neu begonnen. Mancher benötigt zwischenzeitlich Urlaub, Ferien oder Erholung vom Weblog. Viele Weblogger möchten ihr Weblog  nicht mehr missen. Es eröffnet viele neue Möglichkeiten sich einerseits öffentlich zu äußern, andererseits jedoch noch im Verborgenen zu bleiben. Für manche mag es eine Verbesser-ung der Ausdruckskraft, eine Erweiterung des Wortschatzes bedeuten. Wieder anderen ist der Kontakt mit anderen Menschen wichtiger und interessanter. Auch wird der Mensch vielleicht mutiger, couragierter der ein Weblog führt. Es ließen sich bestimmt noch weitere Gründe, Indikationen, Wirkungen zum Thema Weblog hier anführen. Doch soll das keine Doktorarbeit zum Thema Weblog werden. Entweder gibt es die eines Tages noch oder es gibt sie bereits? Also weiterhin viel Spaß, Freude, die nötige Zeit und Muse und viele gute Einfälle für dein Weblog.
B. am 18. Mai 2004 um 23:16
Ich selbst merke immer mehr, dass mich das Bloggen verändert. Ganz kleine Veränderungen nur, aber fühlbare. Und somit ist  für mich  die Frage nach der Nützlichkeit bean-twortet. Man könnte die Zeit für etwas sinnvolleres nützen, wobei man sich dann wieder fragt, ob man die Zeit nicht für etwas noch sinnvolleres nützen könnte. Die Frage bleibt, wann man beim Sinnvollen angekommen ist. Ich weiß es nicht, aber ich weiß, dass das Bloggen gut und wichtig ist. Für jeden einzelnen aus einem anderen Grund.

 

 

19.05.2004   TIER . MENSCH 

Der Umgang der Menschen mit den Tieren ist oft erschreckend. Wir kennen die Bilder von den Massen-tierhaltungen der Schweine oder Hühner. Ähnliches gibt es bei den Tiertransporten. Vom Grenzbahnhof hört man das Brüllen der hungrigen und durstigen Rinder im ganzen Ort. Die Rinder, welche von Europa unterwegs in den vorderen Orient sind, werden hier mit Wasser versorgt, bevor der Zug zu einem Adriahafen weiterfährt. Es ist, als will der Mensch seine Verwandtschaft mit den Tieren verdrängen. Er zeigt den Tieren auf grausame Weise wer hier der Herr auf der Erde ist. Vor kurzem habe ich in einem Fischmarkt gesehen, wie über das Wochenende den Krebsen die Zangen zusammen-gebunden wurden und die Fische in einem engen Netz gefangengehalten wurden. Von den Künstlern, wie dem Maler Klaus Stephan werden wir daran erinnert, wie schmal der Grad zwischen Menschen und Tieren verläuft. Klaus Stephan siedelt seine Bilder im tierisch, mensch-lichen Bereich an, zwischen Stall und Küche. 

Das Tier in uns.

 

 

21.05.2004   MENSCHEN . FOLTER 

Wenn heute vom Krieg gesprochen wird, dann ist meistens der Krieg im Irak gemeint. Aus dem Irak kommen jetzt  Meldungen von Folterungen durch Soldaten der US Armee.  Als Unbeteiligte fragen wir uns, wie können Menschen zu anderen Menschen so grausam sein ?  Ein Kriegsreporter, welcher vom Zypernkonflikt und vom Vietnamkrieg berichtet hat, hat mir folgendes erzählt : „Er selbst hatte vor seinem Einsatz im Kriegs-Gebiet große Furcht vor dem Anblick der Kriegstoten und Verwundeten. Aber nach den ersten Toten habe er sich an diesen Anblick schnell gewöhnt. Ähnlich verhalte es sich bei den Soldaten im Kriegseinsatz. Wenn sie die ersten Feinde erschossen haben, sind die Nächsten „kein Problem“. Die menschliche Hemmschwelle zum Töten liegt sehr hoch, aber wer diese einmal übersprungen hat, hat oft keine Hemmungen mehr.“ Ähnliches wissen wir von der Folter. Schon ein Beispiel aus dem Alltag zeigt, dass ein Mann, der seine Frau geschlagen hat, sie immer wieder schlägt. Dies gilt bei den Kindesmisshandlungen. Im Krieg wird die eigene Verantwortung auf den Befehlsgeber abgeschoben und der Befehlsgeber meidet die direkte Konfrontation mit den Kriegsfolgen. Wenn der Krieg erst ausgebrochen ist, dann zieht er eine Fülle von schrecklichen Auswirkungen nach sich. 

Krieg vermeiden.

 

 

30.05.2004   POST . PHYSIK 

Ein Brief, den ich an das hiesige Gemeindeamt gesandt habe, wurde vom Briefträger nicht zugestellt, weil ich die alte Straßenbezeichnung verwendet habe. Der Briefträger begründete die Unzustellbarkeit damit, dass, wenn es die Straßenbezeichnung nicht mehr gibt, so existiert auch  das Gemeindeamt nicht. Das Gemeindeamt und das Postamt befinden sich im selben Gebäude. Dies ist die neue Postlogik in Anlehnung an die moderne Physik. Wo niemand hinsieht, dort existiert  auch nichts, kein Baum, kein Haus und kein Berg.  

Der Briefträger als Quantenphysiker.

 

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