LEBENS . CHANCE

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In diesen Tagen, der schönsten Zeit des Jahres, vor sechzig Jahren, wurde das Hitler-Regime besiegt und der zweite Weltkrieg fand sein Ende. Die Söhne und Töchter der NS-Generation kann man nicht für die Greultaten der Väter verantwortlich machen, man kann aber auch die Väter nicht von ihrer Schuld reinwaschen und freisprechen. Wie sehr diese Verbrechen beschönigt, bereinigt oder verdrängt werden, zeigte in diesen Tagen eine Aussage eines österreichischen Bundesrates, der die Frage, ob es im Dritten Reich Gaskammern gegeben hat, „prüfen lassen will“.
 
Es war nicht nur ein „gewöhnlicher Krieg“, es war ein Ausrotten und Verfolgen von ganzen Volksgruppen, dies waren nicht nur Juden, sondern alles was nicht „gesund“ war. Hier greift diese Ideologie nach den Menschen von heute. Man will den gestylten, perfekten und gesunden Menschen, für die Kranken und die Alten bereitet man die „Sterbepille“ vor. Aber kein Mensch ist vor dem Alter und einer Krankheit geschützt. Daher ist es heute so wichtig, dass man die Folgen der NS – Ideologie in Erinnerung bringt. Dies ist ein Aspekt, es gibt noch viele andere.
 
Eine Lebenschance für die Gebrechlichen, Kranken und Alten.

2.5.05 20:31 verlinken / kommentieren

 

WÖRTER . SEEfficeffice“ />
 
Drei Tage  vor dem GTI -Treffen in Maria Wörth am Wörthersee blicke ich vom Hang in Auen bei Schiefling über den Wörthersee. Auf der gegenüberliegenden Seite durchschneidet die Wörtherseeautobahn wie ein überdimensionaler Betonträger die Nordseite und endet bei der Wörtherseeraststation. Das schönste Geräusch ist das Geräusch des fahrenden Zuges auf der Südbahn nach Triest. Schon hört man das Aufheulen der Motorräder auf der Süduferstrasse. Dazwischen das Zwitschern der Vögel in den Bäumen. In ein paar Wochen wird es im Geräusch der sprechenden Urlauber untergehen.
 
In einer Amadeus Buchfiliale wurde der Gedichtband „Der Wörtersee“ von Robert Gernhardt bei den Wanderführern vom Wörthersee eingereiht.
 
Vom Wörthersee zum Wörtersee.        
4.5.05 19:14 verlinken / kommentieren

 

BLOG . GEBURTSTAG

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Teilhard de Chardin hat die These aufgestellt, dass das Universum aus einem Gedanken und einem Willen entstanden ist und diesen Zeugungsakt nennt er Gott. Dieser These kann ich mich gut anschließen, so ist alles von diesem Urgedanken durchdrungen, alle Lebewesen, alle Pflanzen und alle festen Stoffe. Wir kommen bei unserer Geburt aus diesem Gedanken und Willen und kehren nach unserem Tod wieder dort zurück. Kardinal Schönborn sagte anlässlich des Todes von Papst Johannes Paul II : „ Wir können hoffen und glauben, dass er auferstehen wird.
 
Schon wenn ein Surfer täglich auf dieses Weblog zugreift, dann leben meine Gedanken weiter fort. Dies ist ein Gedanke zu meinem

2. BLOGGEBURTSTAG.

Laut Nedstetbasic  besuchen monatlich zirka  achthundert Surfer die Startseite dieses Weblog, laut interner 20six Statistik sind es ca. dreitausend Zugriffe.
 
Ein Weiterleben im Blog.
 

7.5.05 07:55 verlinken / 1 Kommentar(e) / kommentieren

 

TAG . GEDANKE

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Der US – Computerpionier  Joseph Weizenbaum sagte über das Internet:

 

„Das Ganze ist ein riesiger Misthaufen, der Perlen enthält.“

 

Wo sind die Perlen?

11.5.05 20:26 verlinken / 2 Kommentar(e) / kommentieren

 

HERZ . RHYTMUS

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Wer sich zur Vorbeugung gegen körperliche Beschwerden oder zur Heilung von Krankheiten in einem Kurhaus befindet oder wie man heute sagt in einem Wellnesthotel weiß, dass dies nicht bedeutet das es keine  Termine  und keine Uhrzeit mehr gibt. Wer ansonsten im Alltag einen lockeren Umgang mit der Zeit hat muss jetzt erleben, dass Pünktlichkeit, Termine und Zeit eine große Rolle spielen. Die Zeitmessung, bei der man mit Sonnenaufgang und Sonnenuntergang das Auskommen gefunden hat, sind lange vorbei.
 
In der Zeit um Jahrzehnte zurückversetzt fühlt man sich im Kneippkurhaus der Barmherzigen Brüder in Schärding. Die Uhrzeit wird dort von großen runden Uhren angezeigt, wie sie früher  in den Schalterhallen der Bahnhöfe zu sehen waren.  Die Uhren haben keinen Sekundenzeiger und sie strahlen den Hauch der zwanziger Jahre aus.  Beim Warmlaufen der Füße nach den Kneippanwendungen  in der Wandelhalle bekommt man das Gefühl, dass hier die Zeit stehen geblieben ist.
 
Ein anderes Zeitklima herrscht in der Rheumasonderkrankenanstalt in Baden bei Wien. Die Wanduhren sind allgegenwärtig und es ist unmöglich den Blick vom Boden zu heben, ohne das einem nicht eine moderne Uhr anblickt. Der Sekundenzeiger verkörpert unsere hektische und nervöse Zeit. Wer hier ausgeglichen ankommt wird durch die allgegenwärtigen Uhren und die zuckenden und ruckenden Sekundenzeiger nervös und gestresst. Die Atmosphäre des Hauses und der Umgangston der Therapeuten ist sachlich und nüchtern, der Stil der neunziger Jahre. Hier ist Gesundheit eine Abfolge von richtigen Bewegungen.  Der Mensch eine defekte Maschine und Krankheit eine heilbare Sache im Sekundentakt.
 
Im Kurhotel in Bad Schönau muss man lange suchen um eine Wanduhr zu finden. Dies ist der erste Schritt um die Termine und Probleme des Alltags zu vergessen. Man befindet sich in einem Haus mit Weite, mit wohltuenden Farbtönen in orange, gelb und braun. Hier kehrt man nach einigen Tagen Aufenthalt zur Zeit des Herzens, zum eigenen Herzrhythmus zurück, die ursprünglichste Form er Zeitnehmung. Eine Zeitnehmung welche jeder  in sich trägt. Hier kann jeder zu seinem Herzrhythmus zurückfinden. Dies wollen alle  Kurgäste, welche in  dieser hektischen und lauten Zeit außer Atem gekommen sind. Den eigenen Rhythmus für Körper und Seele bei einem Kuraufenthalt wiederfinden.
 
Im Rhythmus des Herzens. 

14.5.05 07:50 verlinken / 3 Kommentar(e) / kommentieren

 

GOTT . SEI . DANK

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Während der Zeit vor, bei und nach der Papstwahl hat es auch von Sonntagschristen viele Äußerungen zum Amt des Papstes und zur katholischen Kirche gegeben. Die wenigsten äußerten sich zu Glaubensfragen, auch Katholiken nicht, weil diese hinter den Fragen der kirchlichen Karriere oder den persönlichen Auftritten von Kardinälen im Fernsehen zurückstehen. Die Spekulationen um den neuen Papst hatten auch bei den Feiertagschristen eingesetzt und wenn die Favoriten in den Zeitungen abgebildet waren, die Weißen und die Schwarzen, dann haben sich viele Leute gewundert, dass es Kardinäle der schwarzen Hautfarbe gibt. Für sie ist das Christentum eine europäische Angelegenheit. Ihnen ist nicht bekannt, dass zweidrittel der Christen in den 3. Welt Ländern leben. Nach der Papstwahl konnte man erleichterte Ausrufe hören: „Gott sei Dank, kein schwarzer Papst“.
 
Ein Weißer Gott.     

16.5.05 14:56 verlinken / kommentieren

 

PAPST . KATZENfficeffice“ />
 
Bei den vielen Berichten über den neuen Papst Benedikt XVI ist eine Meldung kaum beachtet worden, dass mit dem Papst auch zwei Katzen in die Papstgemächer des Vatikan einziehen. Ratzinger hatte als Kardinal zwei Wohnungskatzen, die Namen sind nicht bekannt und diese sind ebenso wie die deutsche Haushälterin, eine Musikprofessorin, mit Ratzinger umgezogen. Die Haushälterin hat auch die Funktion einer Tischdame für gehobene Tischgespräche. Ratzinger ist bekannt für seine theologische Strenge, aber diese beiden Umstände verleihen ihn in meinen Augen menschliche Züge. Es ist an der Zeit den Papst als einen ganz gewöhnlichen Menschen zu sehen und in ihm nicht nur ein unfehlbares und unnahbares Wesen.
 
Vielleicht verliert in den nächsten Jahrzehnten auch Gott etwas von seiner Unnahbarkeit und bekommt menschliche Züge. Vor allem würde ich dem lieben Gott eine Frau wünschen, weil wenn er erkannt hat, dass Adam eine Frau braucht und daher Eva erschaffen hat, dann müsste dies auch für Ihn gelten.
 
Eine liebe Frau für den lieben Gott.
19.5.05 15:30 verlinken / 2 Kommentar(e) / kommentieren

 

KUNST . WEG 
Auf die Frage des Journalisten Peter Seewald: „Wie viele Wege es insgesamt zu Gott gibt“, antwortete Kardinal Ratzinger, jetzt Papst Benedikt XVI folgendes: „Es gibt so viele Wege wie es Menschen gibt.“ Diese Antwort  findet sich in dem Buch „Salz der Erde“, ISBN 3453-879422, ein Gespräch zwischen Joseph Kardinal Ratzinger und Peter Seewald über Christentum und katholische Kirche im neuen Jahrtausend.
 
Eine schönere und freiere Antwort habe ich noch nirgends gelesen und gehört. Vielleicht befreit Kardinal Ratzinger, jetzt Papst Benedikt XVI, die Gläubigen von den Zwängen und Ritualen die ihnen durch die Institution Kirche über die Jahrhunderte auferlegt worden sind.
 
Zur Kunst sagt Ratzinger: „Kunst ist mit der Wissenschaft die höchste Gabe, die Gott dem Menschen gegeben hat.“
 
Der Kunst die Freiheit.
 
  
21.5.05 07:46 verlinken / kommentieren

 

ZER . STÖRUNG

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In den letzten Wochen gab es viele Berichte über das Kriegsende vor sechzig Jahren. Damit verbunden waren die Absichtserklärungen der europäischen Politiker die demokratischen Spielregeln zu beachten und miteinander friedlich umzugehen. Wenn man genau hinsieht, dann wird die Wahrheit bzw. die Realität von den Politikern hinter schönen Worten verborgen. So haben sich die europäischen Staaten verpflichtet  drei Prozent des Staatshaushaltes für Entwicklungshilfe zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig geben die Staaten zehn Prozent für die Rüstung aus. Das bedeutet, dass man dreimal soviel für die Zerstörung ausgibt, als für die friedvolle Entwicklung. Die ganze Wahrheit ist, dass die meisten Staaten nur ein Prozent für die Entwicklungshilfe zur Verfügung stellen und damit zehnmal mehr für die Zerstörung.
 
Eine gestörte Welt.

23.5.05 17:10 verlinken / 2 Kommentar(e) / kommentieren

 

DIE . ALTEN

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Zu oft reden wir „Alten“ die Welt schlecht und stellen die Zukunft hoffnungslos dar. Wir wollen, dass alles beim Alten bleibt, dann bleibt uns alles bekannt und auch unsere Vorteile bleiben beim Alten. Wir haben vergessen, dass wir 1968 aufgebrochen sind alles zu verändern, besonders alles was Alt war. Jetzt müssen wir den Jungen freie Hand lassen. Bleiben wir beim Alten, aber lassen wir Platz für das Neue. Die Jugend von heute wird schneller alt sein, als sie es heute glaubt.
 
Alles beim Alten.

24.5.05 18:17 verlinken / kommentieren

 

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