WASSER . HART 
Religiöse Feste im Freien haben eine andere Ausstrahlung als solche in den Kirchen. Bei einer Gospelmesse in einem Park konnte man aus einem Korb einen Zettel mit einem Sinnspruch ziehen. Mein Zettel war blau und es stand darauf der Spruch : „Nicht Schwäche, Mut gehört dazu, seine Schwäche zu zeigen.“
Eine beliebte Aufmerksamkeit für andere Menschen sind kleine Geschenkbücher mit den verschiedensten Sinnsprüchen. Die Sprüche finden fast immer Zustimmung. Im Alltag wird es schwierig mit den Sinnsprüchen umzugehen. Es hat fast niemand den Mut, seine Schwächen zu zeigen, anderen gegenüber einzugestehen, dass die Anforderungen zu hoch sind, dass man überlastet ist und einem Vieles zu viel ist. Manchmal ist dieses Verhalten kurzsichtig. Es kommt aber auch auf das Gegenüber  an, ob einem Verständnis entgegengebracht wird oder ob nur darauf gewartet wurde, den Anderen zu demütigen, ihn herabzusetzen, ihm seine Arbeit wegzunehmen. Solche hohen Forderungen zu stellen, dass der Schwächere aufgibt, aufgeben muss.
 
Wasser ist härter als Stein. 
 
25.10.05 18:29 verlinken / kommentieren

 

KINDER . LÄRM 
Grosses mediales Echo hat die Ankündigung eines Hoteliers am Wolfgangsee ausgelöst, ab nächstem Jahr keine Urlauber mit Kindern unter zwölf Jahren zu beherbergen. Es gab für diese Aussage Befürworter und Kritiker und solche, welche aus dieser Aussage schnell mediales und wirtschaftliches Kapital schlagen wollen. Im Prinzip ist es einfach geklärt, so wie es Babyhotels oder Wellnässhotels oder Seniorenhotels gibt, hat dieser Hotelier sein Hotel, keine Kinder unter zwölf Jahren, positioniert. Umgekehrt gibt es viele familienfreundliche Hotels, welche Familien mit Kindern umwerben. Auch der Urlaub am Bauernhof gehört dazu. Ein Urlaub am Bauernhof ist für Kinder ein schöneres Erlebnis als ein Urlaub in einem fünf Sterne Hotel.
Persönlich empfinde ich es eine Bereicherung wenn in einem Hotel, Kinder und Jugendliche, junge und ältere Erwachsene bunt gemischt als Gäste anzutreffen sind. Gestört fühle ich mich, wenn der Verkehrslärm rund um das Hotel zu groß ist.
 
Kinderlärm statt Verkehrslärm.
23.10.05 22:24 verlinken / kommentieren

 

BAU . SAISON

 

Wenn der Verkehr der Sommersaison vorbei ist, kommt auf den Strassen die Bausaison. Dort, wo man aus Rücksicht auf den Urlauberverkehr mit der Sanierung der Strassen oder der Verlegung von Stromkabeln und Abflussrohren zugewartet hat, wird jetzt abgesperrt, umgeleitet und aufgegraben. Manchmal kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen den Baufirmen, wer bei den Grabungsarbeiten Vorrang hat. Hat die Verlegung des Abwasserkanal oder die Verlegung des Telefonkabel Vorrang. Ein Teil der Straßenfläche  muss für den Autoverkehr zur Verfügung stehen.
 
Wer zuerst gräbt, gewinnt.  

22.10.05 07:42 verlinken / kommentieren

 

HERBST .  SAISON

 
Um etwas zu bewerben oder zu verkaufen verwendet man oft das Wort „Saison“. Jetzt ist Herbstsaison. Es gibt eine Fülle von Ereignissen, welche jetzt Saison haben. Bekleidung und Schuhe haben immer Saison, das Angebot ist aber immer eine Jahreszeit voraus. Wenn man jetzt  Bekleidung für den Herbst einkaufen will, dann kann es sein, dass man in den Geschäften die Winterbekleidung vorfindet, die Herbstware ist schon ausverkauft. Oft hört man vom Verkäufer den Satz, „da hätten sie drei Monate früher kommen sollen“. Die Badesaison an den Seen ist zu Ende, dafür hat die Kursaison in den Thermalbädern begonnen. Rechtzeitig mit Saisonbeginn gibt es höhere Übernachtungspreise. Hier hat der Euro Saison, man hätte im Sommer kuren können, zu saisonal günstigeren Preisen.
 
Speisen hat immer Saison und jetzt gibt es  Wildgerichte mit Pilzen. Auf Grund des Regenwetter sind  die Pilze geschmacklos und bei den Wildgerichten kann es sein, dass das Wild nicht im Wald, sondern auf der Strasse erlegt worden ist. Der Wildwechsel hat im Herbst Saison.
 
Die Herbstsaison ist eröffnet.
 

20.10.05 17:50 verlinken / 2 Kommentare / kommentieren
BUCH . VORSTELLUNG
 
 
Supersberger, Franz
An schean Tog
MundArt
(Books on Demand)  ISBN 3-8334-3251-9
108 Seiten – 12 × 19 cm
 
 
 
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3833432519/qid%3D1129450015/302-5598531-9707263

 
 

 

 

 
 
 
 
 
 
„Eine gewisse Schwermut durchzieht wie ein roter Faden die Gedichte von Franz Supersberger. Verwurzelt im Land Kärnten, schreibt er über Tradition, Alltag, Einsamkeit, Sein und Schein in seiner Umgebung. Die Gedichte enden bisweilen unerwartet lapidar.“ Eurojournal
 

16.10.05 10:10 verlinken / 1 Kommentar / kommentieren

 

MARKUS . PLATZ
 
Wem das Treiben auf dem Markusplatz in Venedig zuviel wird, der kann sich auf eine kleine Piazza, in ein ruhigeres Stadtviertel, San Polo, zurückziehen. Hier unterscheidet sich das Leben in keiner Weise vom Leben auf einer Piazza in einer italienischen Stadt auf dem Festland. Am wildesten treiben es die Kinder beim Ballspielen, Radfahren oder beim Skaten. In einer Ecke der Piazza versuchen ein paar Kinder bei einem Flohmarkt ihre gebrauchten Spielwaren weiter zu verkaufen. Auf den Bänken rund um die Bäume sitzen Frauen mit einer Strickerei oder einem Buch. Andere kommen mit den Einkaufstaschen aus dem Coop und genießen für zehn Minuten die Herbstsonne. Junge Mütter spazieren mit dem Kinderwagen und dem Hund rund um die Piazza. Unter einem Ahornbaum befindet sich der alte Ziehbrunnen. Vor der Trattoria sitzen ältere Herrn bei einem Glas Grappa.
 
Hier ist das Leben unverfälschter als am Markusplatz, wo die Touristen das Bild prägen und der Dogenpalast als statischer Zeuge Künstlichkeit verbreitet.
 
Das italienische Leben. 
 
12.10.05 12:44 verlinken / kommentieren

 

ICH. BLEIBE

Vielen BlogggernInnen wird es ähnlich gehen wie mir, dass ich bzw. sie von den Problemen bei 20six nichts bemerkt haben, bis ich bzw. sie ein Email von 20six erhalten haben, wo der Umstieg auf eine neue Software angekündigt wird. Ich möchte keinen „Stein“ auf die Betreiber von 20six werfen, weil von sogenannten „Hackern“ sind schon größere und sichere Systeme geknackt worden, wie z.B. das Pentagon oder Microsoft usw.
VORSICHTSMASSNAHME: Mein Weblog auf meinem PC abspeichern.
VORANKÜNDIGUNG: Im Frühjahr 2006 erscheint eine Auswahl von meinen BlogBeiträgen  als Buch:
ALLES SCHLAGLOCH  – TagGedanken   (ISBN 3833438371)
 
Ich bleibe.

10.12.05 16:57 verlinken / kommentieren

 

SCHMERZ . REICH

Der Tod eines Nachbarn im August war ein trauriges Ereignis. Im Sommer denkt man nicht an das Sterben, man erfreut sich an den die schönen, sonnigen Tagen. Von den meisten älteren Menschen wird der Winter als Belastung empfunden und sie sind froh, wenn der Frühling und der Sommer kommt. Ich halte die Sonne und die Hitze für eine Medizin. Aber keine Regel ohne Ausnahme und die Hitze kann auch zuviel werden.  
Beim Gebet für den Verstorbenen wurde der „schmerzreiche Rosenkranz“ gebetet. Der Vorbeter hat während der Gebete immer wieder den Vergleich zwischen dem Leiden Christi während der Kreuzigung und dem Leiden des Verstorbenen in den letzten Wochen hergestellt. Es sei jetzt eine Gnade Gottes, dass er von der Erde abberufen wurde. Mir hat der Verweis auf die Freude die dem Leben innewohnt gefehlt. Schmerzen erleben wir zu allen Zeiten unseres Leben. Manchmal ist der Wille und die Freude am Leben gerade während einer Krankheit am größten. Der Nachbar ist bis in das hohe Alter ein lebenslustiger Mensch, mit einer großen Portion Humor gewesen.
 
Hier wurde von der Kirche die Botschaft übermittelt, dass das Erdenleben eine Qual ist, der Tod eine Erlösung und jetzt kommt die schöne Zeit im Jenseits.
 
Leben im Diesseits oder Jenseits?
 
    

8.10.05 08:10 verlinken / kommentieren

INN . OVATION

 
Ein oft gebrauchtes Wort in unserem Berufs- und Alltagsleben ist das Wort Innovation. Vom heutigem Arbeitnehmer verlangt man, dass er innovativ ist. Es ist dies eine neue Selbstständigkeit, in der jeder aufgefordert ist, sich  Gedanken über seine Arbeit zu machen. Selbst über den Fortgang der Arbeit nachzudenken und nicht nur nach Anweisung oder Plan zu arbeiten. Dazu muss man kein schöpferischer Mensch sein, oftmals genügt es,  die Gedanken schweifen zu lassen. Von einem Verkäufer oder einer Verkäuferinn erwarte ich, dass sie mir eine Problemlösung anbietet und nicht nur ein Produkt verkauft. Auch bei der Verlegung eines Abwasserkanals ist es ein Vorteil, wenn sozusagen die vorderste Spitze, der Baggerfahrer innovativ ist und bei den Aushubarbeiten selbst Lösungen findet, wenn irgendwo unvorhergesehene Hindernisse auftauchen, ohne dass der Vorarbeiter gerufen werden muss. Oftmals ist es ja so, dass die Grabarbeiten an mehren Stellen in einem Ort oder Stadtteil stattfinden und zur Überwachung gibt es nur einen Vorarbeiter. Fast ein jeder hat sich schon gewünscht, dass ein Handwerker mehr Fantasie hätte. Gerade weil wir so ungeduldig beim Auto fahren sind, ärgern wir uns oft über Baustellen im Straßenverkehr, die manchmal schlecht geplant sind und auch vermeidbar wären.
Noch anspruchsvoller wird es, wenn es um die Entwicklung von neuen Produkten geht. Der Ruf nach intelligenten Produkten, die uns den Alltag erleichtern, vom intelligenten Dosenöffner bis zur mitdenkenden Waschmaschine erschallt täglich. Von den intelligenten Produkten im medizinischem Bereich und in der Kommunikation  hört man jeden Tag neue Erfolgsmeldungen.
 
Eine andere Art von Innovation beeindruckte  mich bei einem  Ausflug in der Nähe der Stadt Sopron  in Ungarn. Die Kreativität, wie man aus Sperrmüll neue Ge-brauchsgegenstände geschaffen hat. Diese Art von Kreativität ist in unseren westlichen Ländern verloren gegangen. Auf dem Gelände des Reiterhofes  „Vadon Lovas Club“  stand ein ehemaliger Wachturm, wobei auf der Plattform Heuballen gelagert wurden und das Skelett der Füße diente als Futtertrog für die Schweine. Auf einer Weide wurden Ziegen und Schafe gehalten.  Der Unterstand für die Ziegen und Schafe wurde aus alten Presspanplatten zusammengefügt. Als Stempel für den elektrischen Weidedraht  dienten alte Wasserleitungsrohre an denen ausgediente Akkumulatoren angeschweißt wurden. Als Tränke diente eine verrostete Badewanne.
 
Die Ziege in der Badewanne.
 

  

5.10.05 20:46 verlinken / kommentieren

 

LEBENS . ZEIT

 
Die monatlichen Kosten für den Durchschnittshaushalt, wie Wohnungsmiete, Lebensmittel, Heiz- und Autokosten werden immer höher. Es bleibt immer weniger Geld für Sonderwünsche zur Verfügung. Je weniger die Menschen konsumieren können, umso mehr werden sie mit Reklamezettel beworben. Der Postbote unterscheidet beim Austragen der Werbezettel nicht, ob er die Werbesendungen in einem Haushalt abgibt, der sich gerade die günstigen Lebensmittel vom Penny Markt und die Selbstbaumöbel von Möbellix  leisten kann, oder ob dies ein Haushalt ist, wo mehr Geld zur Verfügung steht, als nur für den täglichen Bedarf. Die Flugzettel der Bekleidungsdiskonter, wie Vögele, H&M und New Yorker aus der Stadt werden auch zum Textilhändler im Dorf getragen. Beim kleinen Händler wird die Kundschaft immer weniger, so hat er Zeit die Flugzettel durchzublättern und darüber nachzudenken, wie viele Jahre es noch bis zu seiner Pensionierung sind. Er erinnert  sich an den Busausflug wo die Frauen schon davon schwärmten, dass das größte Einkaufszentrum im Adria Alpenraum in wenigen Monaten seine Pforten am Stadtrand öffnen wird.
 
Die Lebenszeit verrinnt.    

1.10.05 07:50 verlinken / 4 Kommentare / kommentieren

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.