ERD:mensch

Den Traum vom Fliegen gibt es schon lange. Die Menschen konnten an den Vögeln beobachten, wie diese mit ihren Schwingen durch die Luft segeln. Sie hatten damit die Möglichkeit sich schneller und weiter zu bewegen, als es den Menschen früher möglich war. Götter, Engel und Geistwesen bewegen sich mit  Flügeln fort. Das Bild, das Engel Flügel haben, hat sich in uns so eingeprägt, als wären es leibhaftige Wesen. Seit dem Mittelalter konstruiert man Flugmaschinen, um mit der eigenen Muskelkraft zu fliegen. Die Entwicklung des Düsentriebwerkes legte den Grundstein dafür, dass das Flugzeug zu einem Massenverkehrsmittel wurde. Heute gibt es Massen von Fluggästen, nicht alle sind vom Fliegen begeistert. Viele müssen sich überwinden, wenn sie in ein Flugzeug steigen. Die einen bedrückt der enge Raum und die vielen Menschen im Flugzeug, die anderen macht die Höhe Angst. Sie spüren, dass sie keinen festen Boden unter den Füssen haben. Ihnen wird im wahrsten Sinne des Wortes der Boden unter den Füssen entzogen. Seit  Millionen Jahren haben sich die Menschen mit den eigenen Füßen auf festem Boden fortbewegt.  Beim Fliegen wird ihnen zugemutet diese Sicherheit aufzugeben. Wir sind Erdmenschen, wären wir zum Fliegen geboren, hätte uns die Evolution Flügel gegeben. 

Es gäbe massive Beschwerden, wenn  man bei einem Konzert  von den Besuchern verlangen würde, dass sie sich zwei Stunden vor Konzertbeginn im Konzerthaus einfinden müssen und sich einer Körper- und Handtaschenkontrolle unterziehen müssten. Niemand würde das Konzerthaus betreten, wenn neben der Eingangstür Polizisten mit dem Gewehr im Anschlag postiert wären.  Beim Fliegen nimmt man dies alles in Kauf. Man geht zwei Stunden vor dem Abflug an schwer bewaffneten Polizisten vorbei in das Flughafengebäude und es wird eine strenge Körper-  und Gepäckkontrolle  durchgeführt. Ist man auch körperlich in einem fernen Land, so hat man das Gefühl, dass die Seele nicht mitgereist ist. 

Singen verleiht Flügel.

6 Gedanken zu „ERD:mensch

  1. Gute Gründe, das Fliegen zu lassen.
    Ein Landeanflug nach Wien Schwechat stößt über der Lobau Abgase aus wie 50.000 PKW, dazu werden Tonnen von überschüssigem Kerosin abgelassen, aus Sicherheitsgründen.
    Und das passiert alle 2-5 Minuten.

    Guten Flug

  2. Mit Sicherheit…
    da schlagen zwei Seelen in meiner Brust
    Das eine was ich will, da andre was ich muss(t)

    Gruß
    Petros

  3. Das Flugzeug bringt die Menschen weiter – oder womöglich einen Schritt zurück.

    Den Sicherheitsgedanken bei einem Checkin sehe ich nicht so streng und ich bin überzeugt, dass sich Menschen auch bei einem Konzert auf diese Prozedur einlassen würden, wenn es notwendig wäre.
    Ich beobachte das auch in den Fanzonen der EM. Viele Menschen stellen sich an, um durch die Kontrollen zu kommen und mitten im Geschehen zu sein. Securitys durchsuchen Taschen und tasten die Körper ab. Bewaffnete Polizisten stehen wachsam und allzeit bereit. Der Andrang ist an Spieltagen enorm, obwohl es nur Stehkino auf der Erde gibt.

    LG Isabella.

  4. Hallo Isabella!

    Mir kommt vor, irgendwas stimmt in unserem Umgang mit anderen Menschen nicht, wenn man vorher die Besucher auf Waffen kontrollieren muß. Wir haben Frieden und es sind sportliche Kämpfe oder es sind Urlaubsflüge. Der Nachbar als tägliche Bedrohung.

    Gruss schlagloch.

  5. Singt im Refrain: „Schlagloch, wir wissen wo dein Auto steht!“ :o))

  6. Hallo Dracula!

    Du weist wo mein Auto steht, du weist aber nicht wie oft ich es benütze.

    Gruss schlagloch.

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