FINANZ:flut

Täglich drohen wir in einer Flut von Prospekten, die Preisnachlässe von 50%  bis zu 70 % versprechen, zu ersticken. Trotzdem merke ich an  alltäglichen Dingen, bei Gesundheitsvorsorge und Körperpflege, dass die Preise steigen. Eine der Dienstleistungen ist der Eintritt in das Thermalbad und der Haarschnitt. Ich will, ich kann, auf diese Dienstleistungen nicht verzichten. Ähnlich verhält es sich bei den Heizkosten, wer will in einer kalten Wohnung leben? Bei den Benzinpreisen kann ich die eine oder andere Fahrt durch einen Fußweg oder eine Radfahrt ersetzen.

 

Neue Preise gelten für die Rückenmassage. Bei der Massage ist es zu einem Gespräch über die Wirtschaftskrise gekommen, wie sich diese auf den Besucherstrom auswirkt. Die Krankenkassen bewilligen nicht mehr so viele Massagen wie vor Jahren, sie sparen bei der Anzahl der Verschreibungen. Die Masseurin merkt die Finanzkrise beim Trinkgeld, die Leute geben seltener und dann weniger Trinkgeld. Waren es vor einem Jahr zwei Euro bei einer Behandlung, so bekommt sie jetzt einen Euro. Waren es nach einer Serie von Behandlungen zehn Euro, so sind es jetzt fünf Euro.

 

Halbwertzeit.    

4 Gedanken zu „FINANZ:flut

  1. … die Werbung will uns immer vorgaukeln, dass alles „fast nix kostet“. An der Kasse merkt man den Unterschied – alles ist teurer, das Budget für viele knapper.
    Und dann fallen die Dominosteine: die Masseurin hat kein Trinkgeld mehr für ihre Friseurin übrig, die Friseurin keines für den Pizzalieferanten und der Pizzalieferant keines für die Kellnerin im Stammlokal, und die Kellnerin keines für den Paketzusteller und der ….. kann sich trotz Abwrackprämie kein neues Auto leisten.
    Am Ende dreht sich alles im Kreis. Und jeden trifft es – hart oder mittelhart.
    LG Isabella.

  2. Hallo Isabella!

    Ich frage mich, wie hat dies alles funktioniert vor der „Finanzkrise“? Jeder will bei den Ausgaben für sich und bei den anderen sparen und wie du schreibst: Am Ende dreht sich alles im Kreis und jeden trifft es.

    Gruss schlagloch.

  3. die preise steigen für lebensnotwendige dinge wie miete, energie, öffentlicher verkehr, versicherung etc.
    was billiger wird sind konsumartikel auf die man verzichten kann, das ist eine augenauswischerei sondergleichen und jeder hat das berechtigte gefühl man hätte weniger geld in der tasche und die zukunft ist unsicher.
    was ja stimmt!

  4. Hallo Peter!

    Vor der Zukunft haben viele Angst, aber die Zukunft war schon immer unsicher.

    Gruss schlagloch.

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