ATEM:holen

Unsere Gesellschaft wird immer spezialisierter, sie stellt immer höhere Ansprüche, besonders im Gesundheitsbereich. Wir kommen mit neuen Beschwerden zum Arzt, dies verlangt neue Behandlungsmethoden. Im psychosomatischen Bereich probiert man verschiedene alte Erfahrungen aus, um zu helfen. Eine dieser Aktivitäten ist das Atmen. Seit es Menschen gibt das Natürlichste der Welt. Ohne Atem kein Leben, so wird dem Atem göttliche Kraft zugesprochen. In der Meditation und im Yoga gibt es eigene Atemübungen. 

Wir kommen heute schnell außer Atem, vergessen zu Atmen oder haben einen zu kurzem Atem. Viele wünschen sich mehr Platz zum Atmen. Der Tagesplan ist so voll, dass man nicht zum Atmen kommt. Auch in der  Freizeit oder im Urlaub plant man viel zu viele Aktivitäten und man kommt nicht zum Durchatmen. Vieles wird im Laufe eines Lebens eingeatmet, Staub, Industrie- und Autoabgase, Zigarettenrauch oder den Zorn des Nächsten. Es ist nicht verwunderlich, dass sich die Lunge zur Wehr setzt, uns zu schaffen macht. Die größeren Schwierigkeiten haben wir beim Ausatmen. Die Ausatmung ist flach und ungenügend, es bleiben viele Schadstoffe in der Lunge und die Lunge versumpft. Um die Lunge trockenzulegen braucht es einen Atemtherapeuten. 

Außer Atem.

11 Gedanken zu „ATEM:holen

  1. Hallo Petros!

    Die Einen haben die Beschwerden, die Anderen das Geschäft. So verläuft fast alles im Leben.

    Gruss schlagloch.

  2. ich glaub, sie kommen alle außer Atem weil sie auf der Flucht sind.
    Welch Fluch!
    Wie ein Motorboot, das über das Wasser fetzt, so schnell, ja das Wasser kaum noch berührt wegen der atemberaubenden Geschwindigkeit.
    Und solcherart gehetzt vergessen wir, was uns wirklich heilen könnte:
    Stehenbleiben
    Umdrehen
    Durchatmen
    Mut fassen
    Hinschaun,- dann kann das Leben weitergehn.
    In angemessener geschwindigkeit

    Lieben Gruß
    elisabeth

  3. Hallo Elisabeth!

    Deine Leitwörter: Stehenbleiben, Umdrehen, Durchatmen und Mut fassen, zeigen den Weg aus den Schlaglöchern des Lebens. Meine Beiträge sind oft Beobachtungen von den Schlaglöchern des Lebens, die Wege daraus zeigen oft die Kommentare.

    Gruss schlagloch und „Aufeinwiedersehen“.

  4. Hallo Schlagloch,

    zu Atem kommen, sich wieder spüren lernen, zu spüren, was man eigentlich tief im Herzen möchte vom Leben, das sind wahre Sehnsüchte des Menschen…und weden so schwer zugelassen!

    Ich erinnere mich, einst, vor etwa 12 Jahren, in Hamburg während eines Kurzurlaubs, ein Stück gesehen zu haben, das genau das zum Thema hatte. Das Thema wurde spielerisch in einem Improvisationstheater umgesetzt. Bis heute habe ich diesen Abend nicht vergessen!

    Gruß
    Gerhard

  5. Hallo Gerhard!

    „Was man tief im Herzen möchte“, dies entzieht sich jeder MRT Untersuchung. Dabei setzen wir fast alles auf die Medizindiagnostik.

    Gruss schlagloch.

  6. Hallo Schlagloch!
    Grad´jetzt mit dem Husten merke ich wie wichtig mein Atem ist.
    Normalerweise gehe ich früh´s in den Hof und mache Atemübungen, achte auch auf ein-, und vor allem richtiges ausatmen. Verschiedene Atemtechniken sind mir schon zuweilen, in bestimmten Situationen wichtig. Nur jetzt,….nervt mich der Husten! Kein normales atmen möglich, alles verkrampft,….
    Vielleicht ist das auch „die Folge“ von den ganzen letzten, anstrengenden Wochen, wo ich mich so in negative Energie habe reinziehen lassen, konnte keinen Abstand gewinnen….
    Es hat mir regelrecht die „Luft genommen“……..und rein körperlich hat sich das in diesem schrecklichen Husten geäußert….
    So sehe ich das halt..
    So geht es vielen Menschen, sie kommen nicht mehr zu atem, lassen sich, und drängen sich selbst, belasten sich mit oft unnützen Dingen.
    Es ist nicht nötig immer außer Atem zu sein!!
    Stehen bleiben, durchatmen, richtig Luft holen und wieder ausatmen tun Not.
    Liebe Grüße
    Grey Owl

  7. Hallo GreyOwl!

    Es schnürt einem die Luft ab, dann blickt man sich um und sucht Hilfe. Wir atmen alles ein, wir nehmen alles an und auf, vergessen auf das Loslassen, das Ausatmen.

    Gruss schlagloch.

  8. Oft überleg ich mir, ob der T.Bernhard anders geschrieben hätt, hätt er mehr Luft ghabt und nicht die böse Krankheit….

    P.S:Grad hab ich die mundartseite durchgelesen, so herrlich.

    ich schick noch meinen Lieblingshaiku mit:

    In mein Briafkastl
    hot a klaane Meisn ihr Nest baut
    schreib ma liaba net

  9. Hallo Elisabeth!

    Ich glaube, dass man das Literarische nicht zu sehr mit dem Persönlichem verbinden soll. Ein Text wird zur Literatur, wenn man über das Persönliche hinausblickt. Das eigene Leben ist natürlich eine „Anregung“ zum Schreiben.

    An schean Tog noch und Gsund bleib.

    Gruss schlagloch.

  10. Ich denke Literarisches ist IMMER mit dem Persönlichen verbunden. Diese Trennung scheint mir nur mental möglich. Allerdings bin ich keine Literatin, kann es also nur vom Standpunkt der Beobachterin beurteilen.

    Lieben gruß
    elisabeth

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