URLAUB:reif

Ein regelmäßiger Urlaub war früher bei den Bergbauern oder bei den kleinen Handels- und Gewerbetreibenden nicht möglich. Wird man älter, denkt man öfter an Urlaub. Man braucht die körperliche Erholung und stellt sich die Frage, wie lange es körperlich möglich sein wird, auf Urlaub zu fahren. Auch im Alter hat man Pläne und Projekte, die man noch verwirklichen möchte. Man sieht im Urlaub eine vergeudete Zeit, in der man eines der Projekte verwirklichen kann. Solange man es noch selbst bestimmen kann, was soll Vorrang haben, der Urlaub oder die Arbeit. In diesem Zwiespalt kann man den Urlaub nicht genießen. Man beginnt die Urlaubszeit, und die Arbeitszeit mit Aufgaben zu überladen. Es ist wie bei einem Pferdefuhrwerk, man will in kurzer Zeit viel bewegen und mutet dem Pferd zu viel zu. Das Pferd streikt. Bei uns ist es der eigene Körper, dem man zuviel zumutet und der dann streikt.

 

Was kann das Ziel von einem Urlaub sein? Ein Ziel kann sein, dass man von den Sorgen um die Zukunft Abstand gewinnt. Man bekommt Freiheiten angeboten, die lange Leine. Sie wird gekürzt, wenn man sie ausnützen will.

 

Leinen los.        

 

4 Gedanken zu „URLAUB:reif

  1. Hallo Schlagloch!
    Könnte mir nicht passieren.
    Ich war immer froh, wenn ich die Tür, wo ich arbeitete, von draußen hinter mir zumachen konnte,….und da,….war ich schon in Gedanken bei all´den Dingen, die ich gerne tue…..
    Ich kann wirklich sagen, dass ich mich niemals über die Arbeit definiert habe.
    Ich wollte „leben“…..
    Liebe Grüße
    Grey Owl

  2. Hallo GreyOwl!

    Ich empfinde es als einen Vorteil, wenn ich die Arbeit als ein Teil meines Lebens sehe und nicht nur als Arbeit für Bezahlung. Es soll daneben Platz und Zeit sein für andere Vorlieben und Talente.

    Gruss schlagloch.

  3. Grüss Gott Schlagloch,

    obwohl ich nur eine „Putzfrau“ war, habe ich meine Arbeit sehr ernst genommen, zu ernst. Davon kann man krank werden. Ein gesundes Mittelmass ist unerlässlich. Ein Leben lang eine ungeliebte Arbeit zu tun,
    kann ich mir überhaupt nicht vorstellen. Das wäre ja sinnlos vergeudete Energie und ein entglittenes Leben. Ich halte es immer noch so wie früher:
    Wenn ich was partout nicht tun will, lasse ich es lieber ganz bleiben und warte bis die Lust mich anspringt. So kann ich sagen, dass ich alles mit Liebe und Freude getan habe.

    Liebe Grüsse//Erika

  4. Hallo Erika!

    …alles mit Liebe und Freude getan, dies werden nicht viele von ihrer Arbeit sagen können. Was heißt „nur Putzfrau“, in unserer Wohnanlage streikt die Putzfrau, das reinste Chaos.

    Gruss schlagloch.

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