SPIEGEL:bild

Elke KrystufekMehrmals begegnet man auf der Biennale in Venedig Installationen mit Spiegeln, auch als Labyrinth angelegt und Skulpturen aus Glas. Betritt man ein Labyrinth, dann kann man sich von allen Seiten betrachten, in verzehrter, in geschrumpfter oder in die Länge gezogener Form. Es passiert, dass man nicht weiter gehen kann, man steht sich selbst im Weg. Das eigene Spiegelbild hindert einem am Weitergehen. Gerne würde man das eigene Spiegelbild zur Seite schieben. In der Kunst wird der Versuch unternommen den Menschen zu spiegeln, dem Menschen einen Spiegel vorzuhalten. In der Malerei mit Porträts, die man nicht mit den Fotos, die zu vielen Anlässen gemacht werden, vergleichen kann. Beim Fotografieren wird die Sonnenseite des Menschen gezeigt. Elke Krystufek, im Österreichpavillon, hält mit ihren Aktmalereien den Männern einen Spiegel vor.  Die aufrichtigste Form der Spiegelung sind die Selbstporträts der Maler, ehrlichere Aussagen gibt es nicht. Man denke an die Selbstporträts von Egon Schiele oder Maria Lassnig.

 

Spieglein, Spieglein an der Wand.

9 Gedanken zu „SPIEGEL:bild

  1. Rein künstlerisch gesehen, glaube ich, wäre ich wohl noch nicht so weit von mir ein Selbstporträt malen zu können. Der Gedanke daran produziert noch kein „Bild“ in meinem Kopf…….
    Oh, das stimmt mich wirklich nachdennklich. Was kann ich jetzt daraus für mich schließen??
    Liebe Grüße
    Grey Owl

  2. Hallo GreyOwl!

    Die meisten von uns würden für ein Selbstporträt mit sich sehr „schonend“ umgehen. Wirklich ehrlich wären die wenigsten. Ich….

    Gruss schlagloch.

  3. Ich habe ab und an Selbstportraits von mir gezeichnet. Entweder waren sie höchst penibel oder expressionistisch angelegt. Eines hieß „Agonie“. Man kann sich denken, wie ich mich da abbildete.

    Gruß
    Gerhard

  4. Hallo Gerhard!

    Du hast Erfahrung mit Selbstportraits! Das eigene Gesicht bzw. Körper steht einem immer zur Verfügung und kennt man auch am Besten. Es ist wie mit den Gedanken, die Eigenen kennt man am Besten.

    Gruss schlagloch.

  5. Gut, daß Du schreibst, dann wissen wir ja wie Dein Selbstportrait aussieht.
    Auch wenn ich im Blog oft nur den Betrachter lese, den scheinbar gar nichts so recht wahnsinnig macht.
    In jedem Fall erkennt man einen richtigen Künstler u.a. am eindeutigen Stil.
    So bist Du also eindeutig ein Künstler ergo.

    Die Krystufek ist immer noch nicht müde geworden….?
    Hut ab vor so viel Devastation.
    liebe Grüße
    elisabeth

  6. Hallo Elisabeth!

    Es ist gut, wenn du mich als Betrachter oder Beobachter siehst. Genau dies will ich sein.

    Gruss schlagloch.

  7. Hallo Petros!

    Meinst du den Spiegel der Seele von mir oder vom Bild der Malerin Elke Krystufek?

    Gruss schlagloch.

  8. Spendenaufruf „H a i t i“ , gestern, „anonym“,
    dreifach .

    „Abscheu, Verachtung und Ekel“ müsse man
    zuletzt vor Österreich empfinden: das steht
    im Leserkommentar vom „17.01.2010 22:22
    UHR“ zum Artikel „Die Rechte macht
    gemeinsame Sache“ („BZÖ und FPÖ wieder
    vereint“) der „TAGESZEITUNG“, Berlin,
    „www.taz.de“.
    Ich frage aber: warum war in einem
    Zeitungsartkel „Ganz unten angekommen“
    darauf hinzuweisen, daß Obdachlose in
    Deutschland auch bei großer Kälte
    Einrichtungen der evangelischen Diakonie
    nicht aufsuchen? Der Beitrag schien auf den
    Blogs „mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de“
    (ich bin Abonnent von GLAUBE UND HEIMAT)
    vor weniger als einer Stunde nicht mehr
    anklickbar; nur das Farbfoto dazu auf der
    Startseite. – Daß das Phänomen auch in
    Österreich beobachtet werden kann, dafür
    kann ich einen weiteren Zeugen nennen.
    S. P. Posch

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