UNTER:dreißig

Die Unterdreißigjährigen benützen das Internet so selbstverständlich wie einen Lift. Bei ihnen gibt es keine Diskussion darüber, ob das Internet sinnvoll ist oder vor Gefahren strotzt. Sie können sich nicht vorstellen, worin die Gefahren des Internet liegen können. Wie beim Lift schätzen sie die Bequemlichkeit und sehen nicht die Gefahr, dass der Lift eventuell stecken bleiben könnte oder sich die Türen nicht öffnen könnten. Mit technischen Errungenschaften hat der Mensch seine Probleme,  wie mit dem Auto. Manche Menschen sahen im Auto ein Machwerk des Teufels, so heute beim freien Internetzugang. Sie sehen bei der Internetbenützung die Suchtgefahr, die Gefahr straffällig zu werden, die Möglichkeit für einen Seitensprung ohne Folgen. Einen mentalen Seitensprung, für mentalen Sex. Gibt es im Haushalt ein Internetanschluss, dann gibt es auch Wünsche. Eine Recherche über eine Persönlichkeit, Veranstaltungstermine, Zugverbindungen oder Ansichten von einem Urlaubsziel.

Über die Gefahren des Internets sprechen oft Menschen, die selbst keinen Internetzugang haben. Kein Internet im Haus zulassen, weil sie damit hoffen, das Böse aus ihrem Haus zu verbannen. Man starrt auf das Zentrum des Feuers und übersieht dabei, dass sich kleine Feuerzungen selbstständig gemacht haben.

Zugauskunft.

13 Gedanken zu „UNTER:dreißig

  1. ich finde allerdings eine gut geschärftes fleischermesser im haus gefährlicher als internet, wegen internet ist noch keiner gestorben, durch ein messer schon viele!

  2. Hallo Peter!

    Ob schon jemand mit oder durch die Hilfe des Internet gestorben ist, weis ich nicht. Gegen Messer, die das übliche Maß eines Küchenmesser überschreiten, hege ich die tiefste Abneigung. Vorbelastet.

    Gruss schlagloch.

  3. Heute findest Du aber auch „alte Jungs“ in Feldern, die normalerweise der Jugend vorbehalten sind, etwa in der Musik. Das war schon vor Jahren so: Da konnte man Senioren mit Inlinern durch die Stadt flitzen sehen.
    Alles durchmischt.

  4. Hallo Gerhard!

    Kommt etwas technisch Neues, dann teilen sich die Senioren in mehrere Gruppen: Die einen lehnen die Neuerung ab, andere beobachten und wieder andere versuchen die Neuerung, den Trend mitzumachen. Manchmal macht der Körper oder der Kopf nicht mehr ganz mit. Es geht auch ohne den neuesten Trend…

    Gruss schlagloch.

  5. für mich hatte das Internet bisher nur Vorteile, aber ich bin weder in Foren, die mich süchtig machen, ich spiele nicht und suche auch keine Liebe übers Netz. Die jungen Leute, die ich kennenlerne machen fast alle ihre Bekanntschaften übers Netz.
    Das ist mir unheimlich.
    Da merk ich, ich bin weit über dreissig.
    lieben Gruß
    elisabeth

  6. Hallo Elisabeth!

    Das glaube ich auch, dass die meisten Internetbenützer weder süchtig noch einen „Seitensprung“ suchen. Für die meisten ist das Internet eine Erweiterung, ein öffentliches Forum für ihre Interessen. Das junge Leute Bekanntschaften über das Netz schließen, gehört wohl zu ihrer Generation.

    Das ich nicht zu „den Jungen“ gehöre sieht man daran, dass ich keine Ahnung habe, wie ich ein Mundartgedicht auf Youtube stellen könnte.

    Gruss schlagloch.

  7. Hallo Schlagloch!
    Es ist mit dem Internet wie mit allem, jeder kann entscheiden, wofür er es benutzt, was er damit tut.
    Ich kann mit einem Messer Gemüse schneiden, aber auch jemanden abstecken.
    Mein Wunsch an´s Internet,…so informativ zu bleiben.
    Bei unseren Bekannten hat wohl auch der mißbrauch des Internets jetzt zur Trennung geführt. Aber davon abgesehen, hat er das ohne Internet auch schon vorher getan. Es hat ihm nur geholfen schneller zu finden, was er sucht, und die Frau hat somit gesehen, womit er sich beschäftigt.
    Also, hat das Internet im Grunde die Wahrheit schneller ans Licht begracht.
    Liebe Grüße
    Grey Owl

  8. Das einfachste ist:

    mit einem guten Handy Dich beim Lesen aufnehmen (lassen)

    genau wie ein Foto vom Handy auf den PC speichern

    Bei youtube.com ein Account anlegen (dauert 3 min)

    Deine Daten dort rüberladen.

    Fertig.

    Denn es ist fast nichts schwieriger als ein Mundartgedicht zu lesen

    lieben gruß
    elisabeth

  9. Hallo GreyOwl!

    Deinem Wunsch, dass das Internet informativ bleibt, schließe ich mich an. Oft wird nicht daran gedacht, dass viele Firmen, Schulen, Universitäten, Kliniken, Museen, Religionen, Parteien, Umweltorganisationen und so weiter , das Internet für ihre Öffentlichkeit nützen. Da erscheint der eine Seitensprung „kleinlich“.

    Gruss schlagloch.

  10. Kein Vorteil ohne Nachteil – das ist bei allen Dingen des Lebens so. Wer g´scheit ist hält sich ausnahmslos an die Vorteile! 😉
    Eines ist klar: egal ob alt oder jung, im Netz klickt man schnell auf ein „gefährliches“ Button, macht unbedacht sein (Innen-)Leben transparent oder stiehlt sich wertvolle Zeit. Jüngere Menschen machen sich nicht viel daraus, ältere belastet ihr ungewohntes Verhalten, ein „Fehler“ wahrscheinlich eher. Das ist wohl so ähnlich wie beim Autofahren. Für eine Verkehrssünde aus Unachtsamkeit, Dummheit, Wagemut oder Langeweile ist man nie zu jung oder zu alt.
    Für ältere Menschen wird es aber immer schwieriger, sich gegen das Internet zu wehren. Viele „Geschäfte, Aktionen, Informationen“ werden verstärkt ausschließlich über das Internet abgewickelt. Wer nicht mithalten kann/möchte, bleibt draußen.
    LG Isabella.

  11. Hallo Elisabeth!

    Wer um diese Jahreszeit „draußen bleibt“ bekommt kalte Füße. So ist es, wenn man bei den technischen Entwicklungen draußen bleibt. Manchmal ist es gut, wenn man so sorglos ist wie die Jugend.

    Gruss schlagloch.

  12. Grüss Gott Schlagloch,

    im Netz verhält es sich genauso wie mit anderen Dingen: Das was du aussendest kommt unweigerlich auf dich zurück. D. h. wenn du niemanden
    schädigst im Netz, dann passieren dir auch keine blöden Sachen.
    Darauf vertraue ich in tiefer Überzeugung.

    Liebe Grüsse//Erika

  13. Hallo Erika!

    Deine Überzeugung ist eine „gesunde Einstellung“ zum Netz. Füge anderen nichts zu, was du nicht willst, dass man es dir zufügt.

    Gruss schlagloch.

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