KATZEN:buckel

Manches können wir von den Verhaltensweisen der Tiere lernen. Es ist nicht so, dass wir Menschen in allem schlauer sind. Gesundes Verhalten lässt sich bei den Hauskatzen beobachten. In einer Stadtwohnung, wo Katzen und Menschen in einer Wohngemeinschaft zusammen leben, sind sie ein Vorbild beim Aufstehen. Die Katze erhebt sich von ihrem Schlafplatz und führt Dehn- und Streckübungen durch, den bekannten Katzenbuckel. Bei uns verläuft es ganz anders. Durch den Wecker werden wir beim Aufstehen in den Alarmzustand versetzt. Wir wenden uns schleunigst der Morgentoilette und dem Frühstück zu. Uns bleibt keine Zeit den Körper hochzufahren, den menschlichen Motor aufzuwärmen. Wir fahren mit dem dritten Gang los.

Eine Katze putzt sich nach dem Fressen ausgiebig, sucht ihren Lieblingsplatz auf, rollt sich zusammen und hält einen Verdauungsschlaf. Einfach dem Genuss des Essens nachhängen und dem Magen die nötige Zeit zur Verdauung zu gewähren. Bei uns handelt es sich oft um einen Schnellimbiss im Stehen. Haben wir Zeit für ein Mittagessen so suchen wir nach möglichen Nebenbeschäftigungen. In vielen Restaurant sind an vier Wänden Flachbildschirme installiert und überall läuft ein anderes Programm. Die ständige Musikberieselung ist Alltag. Fehlt der Bildschirm und die Musik, dann suchen wir nach einer Tageszeitung. Wir blättern darin, während wir den Löffel in den Mund schieben. Dauert das Servieren der Hauptspeise etwas länger, dann blicken wir ungeduldig auf die Uhr. Die meisten werden durch einen Telefonanruf bei ihrem Mittagessen gestört. Beim Zahlen ist man gedanklich schon bei der Arbeitsstelle. Eine Pause nach dem Mittagessen, um dem Magen mehr Energie für die Verdauung zur Verfügung zu stellen, ist nicht vorgesehen. Dafür leiden wir an Sodbrennen und Magendrücken.

Das warme Buffet.

5 Gedanken zu „KATZEN:buckel

  1. Hallo Schlagloch,
    manchmal gelingt es am Wochenende, runterzufahren. Gerade sonntagmorgens wird Zeit zur Nebensache, sie scheint sich zu dehnen.

    Gruß
    Gerhard

  2. Hallo Gerhard!

    Freuen wir uns auf den nächsten Sonntag. Jenachdem ob die Sonntagsmesse Pflicht oder Bedürfniss ist.

    Gruss schlagloch.

  3. Hallo Schlagloch!
    Ja, die alten Indianer wußten schon, dass man von den Tieren viel lernen kann und man überaus stark und mächtig ist, wenn ein Tiergeist einem zur Seite steht……lach….nein,…im ernst natürlich…..

    Wenn ich das so lese fühle ich mich ja richtig privilegiert…..an den meißten Tagen meine “ nach meiner „eigenen Uhr“ leben zu dürfen…..und wenn ich esse, esse ich. Da gibt es keine Bildschirme und Radio so wie so nicht. Das ständige Gedudel kann ich nicht leiden……Vielleicht schreibe ich ab und an während des Essens an meinem handschriftlichen Tagebuch…..

    Tja, auf die Bedürfnisse deer Menschen und ihrers Körpers wird halt keinen Wert mehr gelegt. Hauptsache es wird Geld verdient, und wehe dem, einer hinkt hinterher, läßt sich Zeit,….der wird entlassen….weil´s auschließlich nur noch um´s Geld geht.
    Sei lieb gegrüßt
    Grey Owl

  4. Die Dehn- und Streckübungen mach ich auch nach dem Aufstehen, und manchmal auch das Mittagsschläfchen – ich habe nämlich gleitende Arbeitszeit! (bis spät in die Nacht…)
    Und was das Körperbewusstsein betrifft, bin ich meiner Katze überlegen: Erstens macht sie nicht einmal 10 % soviel Sport wie ich, und zweitens ist sie nicht imstande, den Polster, den sie selbst vom Stuhl geschoben hat, wieder hinaufzulegen!

  5. Hallo Weichensteller!

    …zweitens ist sie nicht imstande, den Polster, den sie selbst vom Stuhl geschoben hat, wieder hinaufzulegen! In Wirklichkeit dürfte es so sein, dass die Katze den Polster lieber am Boden hat, als auf dem Stuhl. Meine Beobachtung.

    Gruss schlagloch.

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