FASSUNGS:los

Die Lebenszeit des einzelnen Menschen ist nicht nur zum Jahresbeginn ein Thema. Viele ältere Menschen sind froh darüber, wenn sie über den Jahreswechsel gekommen sind und der größere Teil vom Winter vorüber ist. Die kalte Jahreszeit bringt vermehrt die Möglichkeit einer Verkühlung, Husten, Grippe oder Lungenentzündung. Ein erhöhtes Risiko auf einem vereisten Gehsteig zu Fall zu kommen. In Südkärnten hat der  Winter an Schrecken eingebüßt, es gibt keine durchgehende Kälte, Schnee und Eis mehr. Es wechseln sich Schneefall und Regen, Kälte und Tauwetter ab. Viele blicken mit Zuversicht auf den März, auf das kommende Frühjahr.

Trotz steigendem Lebensalter, fällt man nicht einem Unfall oder einer heimtückischen Krankheit zum Opfer, schaffen wir es nicht, das Wissen, welches sich seit Jahrtausenden angesammelt hat, vollständig  zu studieren. Wie sollen wir das Geheimniss der Religion von tausenden Jahren erfassen, -zig tausende Romane lesen, die neuesten Theorien von Mathematik oder Physik begreifen, wir bleiben fassungslos. In den Bibliotheken treten wir den Ansammlungen von Wissen und Erfahrungen mit Staunen gegenüber. Heute kommen das Radio, das Fernsehen und das Internet dazu. Man kann nur hoffen, dass man eine Offenbarung erlebt, was einem wichtig ist. Früher hat es genügt, wenn der Vater seine Erfahrungen an die Kinder, oder der Lehrmeister sein Wissen an den Lehrling weitergegeben hat. Dies hat für einen Lebensentwurf genügt.

Brockhaus.        

12 Gedanken zu „FASSUNGS:los

  1. Hallo Schlagloch,
    da gibt es doch den Roman von Stanislav Lem, in dem der Protagonist in der Zukunft aufwacht und sich gierig in einigen Wochen das mittlerweile angehäufte Wissen reinzieht.
    Das Ganze wirkte glaubhaft, wählte doch der Mann ganz behutsam und zielsicher aus, mit was er sich beschäftigen wollte. Kraft dazu hatte er im Überfluss.
    Diese Geschichte zeigt den massiven Hunger nach Erkenntnis beim Autoren auf.
    Ich erinnere mich auch an einen Wissenschaftsjournalisten, der in einem seiner letzten Interviews meinte, daß er es für entsetzlich halte, jetzt gehen zu müssen, wo man doch so dicht am Lösen des Rätsels des Weltalls sei. Nun sind etwa 20 Jahre vergangen, man weiß tatsächlich sehr viel mehr und dennoch ist man von einer Enträtselung himmelweit entfernt.

    Aber was der Journalist meinte, war wohl dies: Daß zunehmende Erkenntnis wunderschön sein kann, ein weiteres leichtes Lüften von Schwererklärlichem einen Genuß bedeutet, dem man zurecht nachjagt.
    Das gibt dem Leben deftig Salz und auch Würde.

    Gruß
    Gerhard

  2. Hallo Schlagloch!
    Meine Erfahrung: Selbst ist die Frau, bzw. der Mann.
    Da heute so viel Wissen zur Verfügung steht, kann man annehmen, was gut, richtig und Stimmig für einen selber erscheint. Wer nicht gerne nachdenken mag, nimmt einfach was da ist….an Glaubensangeboten,- richtungen,-ansätzen…..und wenn´s auch nur die Materie (Geld…) ist.
    Liebe Grüße
    Grey Owl

  3. Hallo Gerhard!

    ….und ein Rest von Unerklärlichem wird wohl für ewig bleiben. Ob uns das heutige Wissen glücklicher macht, als es die Menschen vor siebenhundert Jahren waren? Es wird dafür wohl keine Vergleiche und Beweise geben.

    Gruss schlagloch.

  4. Bonjour, Grey Owl,
    ich setze von „schlagloch winter konkurs“ fort.
    Das Gelblichtfahrzeug war auch heute wieder
    da!
    Aber: seit welchem Jahr u.Z. erreicht eigentlich
    die französische Sprache ihre volle Weltgeltung?
    Siegfried P. Posch

    [Kopie von „schlagloch winter konkurs“:]

    9. Grey Owl Calluna sagt:
    25. Februar 2010 um 16:59

    …. Tja, für die Franzosen scheint die Arbeit nicht das allerwichtigste im Leben zu sein. DAS ist auch gut so!

  5. Guten Abend nun, das paßt ja wohl besser, Grey Owl,
    ich übersendete vor weniger als einer Stunde
    an die Kirchen-Zeitung GLAUBE UND HEIMAT,
    Weimar, einen „Leserkommentar“. Er wurde
    nicht freigeschaltet. Aber: die Kelten! In Griechenland
    waren Sie. Und ihr Schrecken in der Stadt Rom.
    Der Golf von Neapel jetzt und die Küste Kampaniens:
    sind sie nicht von ihnen unberührt? Was hält
    die Kelten zuletzt doch vom Meer zurück?
    Stimmt die Behauptung: die Stimme der Pythia
    hören wir nicht mehr, die Stimme der cumäischen
    Sibylle aber noch immer? Michelangelo, also, hat
    fünf Sibyllen.
    Siegfried P. Posch

  6. Hmmm….ich weiß ja nicht wie die Sybillen des Michelangelo aussahen, grün und flüssig vielleicht? Aber nein,…das war ja der van Gogh…..und die Kelten waren vielleicht gar nicht sssoooo schrecklich (…die Römer hatten es verdient!….sieht man schon bei Asterix..oder?!), weil da die Weiber das Sagen hatten…..auch, wenn unsere Herren Wissenschaftler, Ethnologen und Archäologen aus dem heutigen Zeitverständnis das ganz anders sehen…und evl. Beweise gerne auch mal zurückhalten….

    „Phythia“….klingt so nach Schlage……..oder der bush-schen „Achse des Bösen“, die vernichtet werden mus(ste),…und deshalb hört sie wohl keiner mehr………oder vielleicht haben sie nicht lange genug überlebt, beim täglichen Genuß des Quellwassers,…..waren da nicht auch giftige Dämpfe?

    Die cumäischen Sibyllen haben die Kirchen-„Väter“ wohl übersehen,….ähh,….überhört,….liegen zu weit hinter dem Schleier der Geschichte….

    Nun mal Scherz beiseite.
    Machen wir´s ganz einfach: Durch Michelangelos Gemälde sind sie immer in der Erinnerung der Menschen…..und wir hören sie noch……
    Aber im Grunde ist es egal welche Sibyllen es sind oder wie sie genannt werden. Sie waren und sind nur das „Gefäß“. Menschen ohne eingeschränkte Wahrnehmung können auch heute ihre Botschaften noch empfangen.
    Liebe Grüße
    und eine „Gute Nacht“
    Grey Owl

  7. 28.2.2010, „00:40“
    Guten Morgen,
    ich kann leider nicht auf die Seite
    „schlagloch verrücktheit“ folgen, nicht
    zu einer Seite, die sich uneingeschränkt
    zu einer „Dreifaltigkeit“ zu bekennen
    sucht. Ich lud nämlich selbst zu den
    letzten großen ökumenischen und
    interreligiösen Versammlungen in der
    Steiermark ein, aber auch jetzt zum
    2. Ökumene-Kirchentag nach München:
    jedoch unter der Maßgabe, daß mir
    hiefür auch ein Bekenntnis zu einem
    Unitarismus zur Kenntnis gebracht wurde
    – siehe unten.
    Die „Asterix“-Comics sind meines
    Erachtens abzulehnen, das versuchte ich
    schon andernorts in einer Mail-Korrespondenz
    zu sagen.
    Zu meinen Notizen auf „schlagloch
    kreuz erhöhung“ erlaube ich mir noch auf
    den Umstand hinzuweisen, daß das Ende
    der zwei Perioden der gotischen Skulptur,
    der Periode des Kruzifixes mit vier Nägeln
    einerseits und jener, in welcher Kruzifixe
    mit drei Nägeln vorzukommen beginnen,
    mit dem Sieg des Buchdrucks
    zusammenzufallen scheint. Die Beobachtung
    stammt nicht von mir.
    Siegfried P. Posch

    24.02.2010 06:31 Uhr:
    von Siegfried Paul Posch:

    Da der „2. Ökumenische Kirchentag“ in München
    im Anschluß an die ökumenischen und interreligiösen
    Versammlungen in Graz angekündigt wurde, bei
    denen zu einer Agape mit B r o t u n d m i t
    W e i n geladen wurde – in München wird nur zu
    einer Agape mit Brot geladen – ist zu fragen:
    in welchem Maß waren nicht die Versammlungen in
    Graz an eine Trinitätslehre gebunden, während
    für die Versammlung in München aber eine unitarische
    Lehre angesprochen wurde?
    Siegfried P. Posch

  8. Grüss Gott Schlagloch,

    *Trotz steigendem Lebensalter, fällt man nicht einem Unfall oder einer heimtückischen Krankheit zum Opfer, schaffen wir es nicht, das Wissen, welches sich seit Jahrtausenden angesammelt hat, vollständig zu studieren. Wie sollen wir das Geheimniss der Religion von tausenden Jahren erfassen, -zig tausende Romane lesen*

    Ich glaube, dass alles Wissen schon immer in uns uns ist und wir uns nach und nach erinnern das Dinge so sind wie sie sind.
    Nicht alles was geschrieben steht ist wert im Hirn abgespeichert zu werden.
    Zu viele plustern sich auf….

    Liebe Grüsse//Erika

  9. Hallo Erika!

    ….zu viele plustern sich auf. Dies ist auch eine Mahnung an uns Blogschreiber.

    Gruss schlagloch

  10. Kärnten: in Kärnten begann 1628 endgültig eine
    Vertreibung aus religiösen Gründen. Auch die
    Ahnen G. W. F. Hegels wanderten aus Kärnten
    aus. In Kärnten entstand dann auch keine
    Universität wie in der Steiermark. Was ist aber
    die am schwersten wiegende Konsequenz des
    Umstandes, daß in Kärnten dann keine
    Universität entstand wie in der Steiermark.
    Siegfried P. Posch

  11. Herrn Siegried P. Posch!

    Durch die Gründung einer Hochschule für Bildungswissenschaft, jetzt Alpen-Adria-Universität, in den siebziger Jahren wurde spät, aber doch, ein geistiges Zentrum in Kärnten geschaffen. In den „Schreibarbeiten“, herausgegeben von Prof. Alois Brandtstätter habe ich Texte veröffetnlicht.

    Gruss schlagloch.

  12. Hinzufügung zu meiner Notiz – „06. März
    2010 um 07:06“

    Der „Kärntner“ G. W. F. Hegel, den ich
    erwähnte: der Theologe Hegel war wie M.
    Luther uneingeschränkt Monarchist. In
    dem Maß, in dem die Universität in
    Klagenfurt für Schulen ausbilden soll,
    deren Landesschulratskollegien ein
    evangelisch-lutherisches Bekenntnis
    nicht ablehnen, müßte jede kirchliche
    Gemeinde für ihr Verhältnis zur Universität
    also wohl offene Fragen beantworten.
    Siegfried P. Posch

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