FETT:fleck

Heute, am ökumenischen Weltgebetstags der Frauen, habe ich nachgefragt ob dazu auch Männer eingeladen und willkommen sind. In einem Handygespräch hat mir die Organisatorin für eine Pfarre im Drautal den Ablauf der Aktion erklärt:  Das nur wenige Männer am Frauengebetstag teilnehmen habe nichts mit dem Motto zu tun, sondern es würden sich mehr Frauen als Männer für religiöse und spirituelle Themen engagieren. Im Mittelpunkt steht das Gebet und das Singen, auch afrikanischer Lieder. Danach gibt es einen Diavortrag und Informationen über die wirtschaftliche und politische Lage der Frauen in Kamerun, sowie eine typische Speise aus Kamerun. Den Abschluss des Frauengebetstages bildet, wie jedes Jahr, ein Kaffee und ein Butterbrot. Sie, als Hauptverantwortliche für die Butterbrote, legt Wert darauf, dass „Drautaler Butter“ verwendet wird. Einen Bezug zu den Installationen von Joseph Beuys, der ein bekennender Verwender von Butter war, konnte sie nicht herstellen. Butter, ein vergängliches Material, führte nach einiger Zeit zum sogenannten Beuysschen „Fettfleck“. Aus meiner Kindheit weis ich, dass man stundenlang rühren muss, bis aus der Milch die Butter wird.

Dass zu vielen religiösen Veranstaltungen nur Frauen kommen wurde mir bewusst, als ich in einem Gailtaler Pfarrhof an einem Referat von J. Atzmüller, der von  seiner persönlichen Sterbeerfahrung berichtete, teilnahm. Als einer der wenigen Männer wurde ich von ihm persönlich begrüßt. Als ich mich umschaute,  habe ich  nur Frauen erblickt.

Der Rührkübel.  

5 Gedanken zu „FETT:fleck

  1. Das Mißverhältnis Frauen-Männer erlebte ich auch einmal bei einem Kurs des Odenwald-Instituts, bei dem es um das „innere Kind“ ging. Ich war einziger Mann. Dasselbe auch bei einer Veranstaltung „Tanz in den Frühling“ in Nürnberg. Dorthin bin ich mit meiner damaligen Freundin gereist. Mit rituellen Tänzen wurde der Frühling begrüsst. Auch hier war ich einziger Mann.
    Beide Veranstaltungen fand ich stimmig und gut.

  2. Hallo Gerhard!

    Besucht man einen Kurs oder eine Veranstaltung wo es um Sport oder Technik geht, gibt es meistens ein gemischtes Publikum. Hat die Veranstaltung etwas mit Religion oder Bewusstseinserweiterung zu tun, werden die Männer eine Rarität.

    Gruss schlagloch.

  3. Schon seltsam, dass so viele Männer so unpfleglich mit ihrer Seele umgehen….
    …und „Achtung“ vor Dir…..unter den vielen Frauen.
    Liebe Grüße
    Grey Owl
    P.S. Hätte ich mir wahrscheinlich auch gerne angehört.

  4. Bonjour, Grey Owl,
    glauben Sie, daß es eine Quotenregelung für den
    Beruf des Trainers im Herren-Fußball geben
    sollte: sollten 55 % der Trainer Frauen sein?
    Gibt es in der Struktur des internationalen
    Sports – im Osten, aber von wo bis wohin reicht
    der Osten? – etwas, das dringend eine solche
    Quotenregelung als notwendig erscheinen
    ließe?
    Siegfried P. Posch

  5. Ich meine bei dem Erfolg unserer Fußball-Frauen sollten diese Domäne nicht mehr nur von Männern bestimmt werden.
    …und wer braucht schon „Quoten“……lach….
    Liebe grüße
    Grey Owl

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