GRENZEN:los

Für die Menschen gibt es keine Grenzen, wir entwickeln uns in das Grenzenlose. Ferne Kontinente, die Tiefen des Meeres, die Weiten des Universum, die lange eine natürliche Grenze dargestellt haben sind längst gefallen. So sucht der Mensch nach neuen Grenzen die er überwinden kann. Letztendlich ist er bei sich selbst angelangt. Er hat festgestellt, dass sein Leib, seine Person unvollkommen ist. Mit Hilfe der Genmedizin will man den Mensch verbessern. Daran arbeitet ein Heer von Forschern. Stellt man bei einer Wissenschaftsdiskussion die Frage, „ob sie als Forscher zufrieden sind“, dann wird sich  keine Zufriedenheit einstellen. Man fordert mehr Forschungsstätten, mehr Personal, ein mehr an technischen Einrichtungen und einfach mehr Geld. Niemand kann sagen, ob ein größerer Aufwand in der Forschung, auch ein mehr an Lebensqualität bringen wird. Es ist wie beim Essen, je mehr Gewicht man hat, umso mehr will man zum Essen. Dies bedeutet  nicht ein mehr an Wohlbefinden.

Die westliche Gesellschaft ist der Grenzenlosigkeit verfallen, der täglichen Raserei. Jeder will alles können und alles haben. Bei der Suche nach der Wahrheit  ändert sich die Wahrheit mit der Biografie.

Wahr ist vielmehr.  

9 Gedanken zu „GRENZEN:los

  1. Haben oder Sein?
    Erich Fromms Buch wirkt in unserer Zeit fast schon antiquiert, ist aber brandaktuell. Die Schraube hat sich – noch – weitergedreht in Richtung Konsum, Besitz, Erfolg und Status.
    Je höher die Ansprüche, umso schmerzlicher ist das Nichterfüllen dieser Wünsche und Vorstellungen. Wir alle hamsterradern mit.

    Gruß
    Gerhard

  2. Der Vergleich mit dem mehr essen und mehr wiegen hat mir ausgezeichnet gefallen.
    Ich denke, dass die Wissenschaft uns schon ein Gewinn an Lebensqualität ermöglicht hat. Aber seit einigen Jahrzenten wächst das Wissen schneller, als die Verantwortung mit dem Wissen.
    Der Mensch hat auch nur eine begrenzte Anpassungsbefähigung und er braucht Zeit, um mit dem neuen Wissen umzugehen.
    Dank der Technik ist eine Wissenslawine entstanden, die uns droht zu überrollen.

  3. Raine – 20. Mrz. 2010 :
    Auch die Autorin Hertha Kräftner, von der das Gedicht ERWARTUNG

    Nun wird die Uhr gleich schlagen:
    dann bist du da.
    Und deine Hände werden sagen:
    ich bin dir nah.

    Dann wird dein Mund mich küssen.
    Ich wart auf dich!
    Du wirst nicht betteln müssen —
    Ich liebe Dich.

    stammt, „nahm sich am 13.November 1951 mit einer Überdosis
    Schlafmittel das Leben“.
    Ich glaube, man soll bedenken: Menschen, die schwer leiden,
    verstehen einander nicht leicht. Denn sie geraten in Abhängigkeit
    und Unterdrückung und man tendiert dazu, sich dem Unterdrücker
    ambivalent zu unterwerfen und sich mit ihm zu identifizieren.
    Das verhindert aber, daß ich mich einem zweiten, der ähnlich
    leidet wie ich und daher am ehesten von mir verstanden werden
    könnte, zuwende: im Gegenteil, durch meine Identifikation mit
    dem Unterdrücker werde ich selbst zum Unterdrücker. In einem
    Gefängnis möchte man Gefängnisaufseher werden.
    S. P. Posch
    Keine Antwort per E-Mail möglich (wegen einer „Sperre“ meines
    Accounts über deutsche Veranlassung)!
    Carneri-Gasse 10/2
    8010 Graz, Ortsteil Geidorf
    Tel. 0043 (0)664 913 5616

  4. Hallo Gerhard!

    Viele Schriftsteller, Denker, Soziologen wie : Montaigne, Schumpeter, Fromm, Huxley oder Neil Postmann würden staunen, wie weit ihre Vorhersagen eingetroffen bzw. übertroffen werden.

    Würde mehr das menschliche Maß im Mittelpunkt stehen, wäre vieles besser.

    Gruss schlagloch.

  5. Hallo MeinBlog!

    Die Wissenslawine bedeutet eine Gefahr, weil man nicht mehr alles erfassen kann und dann die Lust am Neuen verliert.

    Gruss schlagloch.

  6. Hallo Schlagloch!
    Ich glaube der Mensch sollte erst mal in seinem Inneren anfangen und da die Grenzen überwinden, dann braucht er nicht mehr genzumanipuliern.
    …und es geht wohl auch kaum darum, ob die Forscher zufrieden sind, sondern doch eher deren Geldgeber.
    Sehen wir nicht wo (Völlerei) Gier, nach was auch immer hinführt.
    Oder?
    Ja, die „Wahr-Nehmung“ sollte wieder gefördert werden. Bei dem täglichen Wahn-Sinn, kann ja die Wahr-heit nicht mehr durchkommen.
    Sei lieb gegrüßt….und schöne Ostern wünsch´ich Dir.
    Grey Owl

  7. Hallo GreyOwl!

    Wie du sagst, die innere Wahrnehmung sollte zuerst kommen, dann die äußeren Erforschungen. Schönes Osternwochenende.

    Gruss schlagloch.

  8. Hallo Schlagloch
    An jedem Tag des Jahres wird uns auf unterschiedlicher Weise suggeriert, das wir nicht zufrieden sein können, weil wir dies nicht haben und jenes nicht. Wir sollen gar nicht zufrieden sein, denn unzufriedene Menschen sind empfänglich für Manipulation.
    Schöne Ostertage wünsche ich 🙂

  9. Hallo Schlafmuetze!

    Die Unzufriedenheit wird bestimmt durch die viele Prospektwerbung geschuert, es ist wie der taegliche Kaffee. Danke fuer die Ostergruesse.

    Gruss schlagloch.

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