PLATZ:karte

Um eine Veranstaltung zu besuchen braucht es eine Eintrittskarte, dabei stellt sich die Frage, welchen Platz soll man nehmen. Sind die Plätze nummeriert, dann ist mit dem Kartenkauf die Entscheidung gefallen und nicht mehr veränderbar. Meistens möchte man, kommt man den Saal, den Platz noch tauschen. Schwieriger ist es bei der freien Platzwahl. Jeder hat seine Vorlieben. Manche sitzen gerne vorne bei der Bühne, andere lieber in der Mitte, auf der rechten Seite, andere links. Oft will man den Platz noch einmal wechseln, weil sich die Sichtverhältnisse durch neu hinzukommende Besucher verändert haben. Bei mir ist es schon vorgekommen, dass ich den Platz zwei- bis dreimal gewechselt habe, bis die Partnerin sich geweigert hat, noch einmal hin- und herzuwandern. Ausdauer zeige ich auch, wenn es um den Bezug eines Hotelzimmers geht, in den seltenen Fällen gefällt mir das zugewiesene Zimmer. Ein Zweites anzuschauen gehört zum Alltag. Es gibt auch Situationen, dass kein anderes Zimmer frei ist, dann hat das Zugeteilte zu passen. Leichter ist es im Parkcafé, dort weis ich, wo ich in Ruhe die Zeitung lesen und meine Notizen schreiben kann und dabei trotzdem die Menschen beobachten.

Zur schönen Aussicht.

7 Gedanken zu „PLATZ:karte

  1. Lieber Franz,
    daß Du so kompliziert bist..
    war das denn immer schon so?
    Nehmen was man kriegt oder was das Leben so hergibt ist auch nicht grad meins, aber manchmal stell ich es mir trotzdem schwierig vor wenn Deine Frau bevor der Film beginnt oder das Stück dann mit geducktem Kopf, tausendfach „Tschuldigung“ murmelnd hinter Dir her muß, oder?
    Ich seh Dich ganz gelöst im Cafe sitzen, wie der Thomas Bernhard, der zu meinen schulzeiten immer im Bräunerhof saß, immer am selben Platz nur das gegenüber wechselte, ich war dann immer grad beim Schuleschwänzen.

    alles Liebe
    elisabeth

  2. Grüss Gott Schlagloch,

    deine Frau kann ich gut verstehen 🙂
    Ich selber sitze gerne in der Nähe des Ausgangs. Auf die Idee mir ein anderes Zimmer zeigen zu lassen bin ich noch nie gekommen aber ich schlafe höchst selten im Hotel.

    Liebe Grüsse//Erika

  3. Hallo Elisabeth!

    ….“ob das schon immer so war“, ist eine schwierige Frage. Ich schwanke zwischen kompliziert und unkompliziert. Der Wunsch, wenn ich in „fremder Umgebung“ bin, es schön zu haben, war schon immer da. Ganz so schlimm ist das Platzwechseln nicht, es gibt auch für mich eine Grenze.

    Im Cafehaus zu sitzen und Leute zu beobachten, ist was feines. Den Th. Bernhard hätte ich auch gerne einmal getroffen, zu spät. Ich hoffe, du hast beim Schulschwänzen mehr für das Leben gelernt, als in der Schule.

    Gruss schlagloch.

  4. Hallo Schlagloch,
    einen besseren Platz such ich fast nie. Und das Zimmer im Hotel? Das akzeptiere ich zunächst einmal.
    Unlängst hatten wir ein Zimmer neben dem Aufzug. Meine anfänglichen Bedenken hatte ich recht schnell vergessen – und es gab dann auch nichts zu meckern.

    Gruß
    Gerhard

  5. Hallo Gerhard!

    Bei einem Zimmer neben dem Lift bin ich immer skeptisch. Ich schreibe schon bei der Buchung dazu, nicht neben dem Lift.

    Gruss schlagloch.

  6. Du klingst wie eine Frau, dabei behauptete Mario Barth, dass Männer so glücklich sind, weil sie primitiv sind.
    Und macht dich deine Komplitziertheit nicht unglücklich?
    Naja so gehts mir zumindest, sonst hätte ich auch nie Depressionen gehabt. Ich habe ein paar weibliche Gene zuviel abbekommen. 😉

  7. Hallo deprifrei!

    Es wird sein, dass nicht alle Männer „primitiv“ sind, will sagen jeder Mensch, jeder Mann oder Frau ist verschieden. Nur weil man wählerisch ist, muss dies nicht in einer Depression enden. Außerdem nehme ich meine „Komplieziertheit“ mit Humor.

    Gruss schlagloch.

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