LEBENS:mittel

Kommt man zufällig oder mit einem Besuch in ein Einkaufszentrum, dann wird es schwer im Lebensmittelmarkt die Präsentation von Fleisch, Wurst oder Käse zu akzeptieren. Dort geht man an Schütten und Gitterkörben vorbei, wo sich das Fleisch, die Wurst und der Käse zu Aktionsbergen türmen. Die Nahrungsmittel werden öffentlich zur Schau gestellt, dass an ihnen nichts intimes bleibt. Man bekommt das Gefühl, dass diese Lebensmittel aus einer anonymen Fabrik kommen und genauso vom Fließband laufen, wie ein Staubsauger oder eine Bohrmaschine. Die Schleuderpreise, mit denen die Milch oder das Fleisch angeboten werden, werten die Nahrungsmittel noch weiter ab. Den Landwirten ist es aufgestoßen, dass nicht nur ihre Produkte, sondern auch ihre Arbeit und ihr Beruf durch diese Preisschlacht abgewertet werden. Wer weis, wie viel Liebe und Arbeit im Brot, in der Milch, Käse, sowie Fleisch steckt, erschrickt darüber wie die Lebensmittel durch die Art der Präsentation und die Rabatte abgewertet werden.

In der Großbuchhandlung werden die Bücher stapelweise auf sogenannten Aktionstischen angeboten. Bücher, die in den Zeitungen, im Hörfunk oder im Fernsehen besprochen werden, die Bestseller. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand stehen bleibt ist dort am größten, wo der Stapel am größten ist. Ein Bücherstapel kommt mir vor, wie ein Haufen Erbrochenes, wo der Autor seine innersten Gedanken erbrochen hat. Einmal mit schönen Bildern bereichert, ein andermal mit engen Zeilen bedruckt. Genauso wie den Nahrungsmitteln ergeht es den Büchern, auch hier kommen die Schleuderpreise zur Anwendung. Wer nicht zur absoluten unterhaltsamen Spitze gehört, wird verramscht. Wie mag sich ein Autor fühlen, der sein Buch um Euro 2.99 und darunter, auf einem „Wühltisch“ liegen sieht?  

Dreißig Zeilen.       

14 Gedanken zu „LEBENS:mittel

  1. Grüss Gott Schlagloch,

    @kraM: Ich sehe das nicht so eng. Vlt. entspricht das Geschriebene nur nicht dem Zeitgeist.

    Die Reihe könnte man fortsetzen mit der zubereiteten Speise, die nicht wertgeschätzt wird. Da fühlt sich der Koch auch mies wie der Bauer oder der Schriftsteller. Wertschätzung entgegenbringen können viele Menschen nicht.
    Wissen oft überhaupt nicht was das ist weil alles selbstverständlich für sie ist.

    Liebe Grüsse//Erika

  2. Hallo kraM!

    Irgendwann landen alle Bestseller auf dem Wühltisch, vielleicht sind alle Autoren Versager. Sie hätten besser einen anständigen Beruf erlernt.

    Gruss schlagloch.

  3. „Gästebuch der Stadt Graz“ – ein gestern dort
    publizierter Scherz:

    Ätsch
    kein Namen angegeben 16.04.2010, 16:21
    Biologieversuch:
    Eine Spinne hat 8 Beine.
    Erster Versuch: 4 Beine werden ausgerissen.
    Ergo: Spinne hat noch 4 Beine.
    Kommando an Spinne: „Spinne hüpf!“
    Ergebnis: Die Spinne hüpft
    Zweiter Versuch: Es werden noch 2 Beine ausgerissen.
    Nun hat die Spinne nur noch 2 Beine.
    Kommando an Spinne: „Spinne hüpf!“
    Ergebnis: Die Spinne hüpft.
    Dritter Versuch: Es werden noch 2 Beine ausgerissen.
    Spinne hat keine Beine mehr.
    Kommando an Spinne: „Spinne hüpf!“
    Ergebnis: Spinne hüpft nicht.
    Frage: Was schliessen wir daraus?
    Antwort: Spinnen ohne Beine sind gehörlos!

    Ist das ein erlaubter Scherz oder Grausamkeit?
    Ich verließ gestern am Abend mit meinem aus
    saarländischer Zucht stammenden Appenzeller
    Sennen-Hund das Haus hier durch die Hintertür.
    Ich band das Tier, das 4 Pfoten hat, draußen
    vor der Tür an und kehrte ins Haus zurück, weil
    auf dem Steinboden am Gang ein Käfer mit 6
    Beinen kroch, und brachte ihn ins Freie. Nun
    bin ich Mitarbeiter eines Buches, in dem als
    Verlagsorte eine Stadt der Schweiz und drei
    Städte außerhalb deutschsprachiger Sprach-
    räume angegeben sind und in welchem sich ein
    Text zu Evolutionstheorien findet, und kann in
    diesem Maß begründen, wenn ich eine Definition
    der Begriffe „Pflanze“ und „Tier“ und „Pilz“ ge-
    mäß dem Klassifikationssystem von C. von
    Linné versuche. Eine Ästhetik hätte G. W. F.
    Hegel verfaßt. Haben wir damit das Handwerks-
    zeug, um zu entscheiden, ob die oben zitierten
    Zeilen unter das Textproduktionsgenus „Scherz“
    fallen? Oder gibt es ganz insbesondere noch et-
    was anderes, das uns zuletzt für eine Auskunft
    nützlich wäre?

  4. Judas, der Verräter: er streckt mit Jesus
    die Hand in die Schüssel. Weshalb verrät
    ihn das so sehr? Gibt es zwei Stellen im
    ALTEN TESTAMENT und zwei weitere im
    NEUEN TESTAMENT (die BIBEL war in Öster-
    reich Schulbuch), welche insbesondere eine
    eine Antwort auf diese Frage geben?

  5. Herr Siegfried P. Posch!

    Lassen wir es zu,
    dass uns der rechte große Zehen und
    das linke Hüftgelenk eine Frage stellen!

    Gruss schlagloch.

  6. Antwort auf „Judas, der Verräter“ – „17.04.2010,
    09:35“ (auf dem „Gästebuch der Stadt Graz“)

    1738 habe die Statue des „Gegeißelten Heilands“
    der Wieskirche bei Steingaden vor der Bäuerin
    Maria Lori zu weinen begonnen. Ich schlief zuletzt
    unweit der Kirche im Freien – geübt als euro-
    päischer Autostopper zwischen Trondheim und
    Madrid schon vor 1968. Die Wieskirche ist im Le-
    xikon SCHNELLKURS WELTWUNDER von Matthias
    Vogt genau vor der Shwedagon-Pagode von Yan-
    gon eingetragen: in welcher sich 8 Haare des
    Buddha Siddharta Gautama befinden sollen.
    Aber: wenn Sie die Jahreszahl 1738 lesen, an
    welche zweite Jahreszahl denken Sie da?

  7. Hallo, Schlagloch,

    der römische Bürger Paulus – in Österreich ist
    Kärnten durch den römischen Kaiser Claudius
    römisch, der auch Britannien beanspruchte.
    Paulus sagt selbst von sich, er gehöre zum
    israelitischen Stamm Benjamin. Erklärt das
    und sein Konflikt mit der „Göttin“ der Haupt-
    stadt der römischen Provinz Asia, Ephesus,
    die Vorsicht des Paulus gegenüber dem Evange-
    listen Markus?

    S. P. Posch

  8. Lieber Franz,

    am Wühltisch verbilligt zu liegen heißt auch manchmal verkannt zu sein.
    Mainstream kann man auch schon einmal abgehängt haben.
    Da war man vielleicht vor 10 Jahren.
    Ich würd mich nicht kränken, ich hab schon viele Kostbarkeiten beim Wühlen gefunden….
    alles Liebe
    elisabeth

  9. Ein Dienstag könne nicht erster Tag einer Woche
    sein, sagte ich: für die BIBEL (sie war in Öster-
    reich Schulbuch) ist der Dienstag ein besonderer
    Tag, weil Gott ihn zweimal als „gut“ segnet. Aber
    warum, präzis, läßt die BIBEL die Annahme nicht
    zu, der Dienstag sei der erste Tag einer Woche?
    Die Geschichte welches mesopotamischen Vol-
    kes vor der Richterzeit in Israel erklärt den Um-
    stand? Freilich müßte auch eine Institution der
    Astronomie die Begründung als beweisend er-
    kennen.

  10. Hallo Elisabeth!

    Bei einer anderen Betrachtungsweise wird der Wühltisch auch noch attraktiv. Besonders dann, wenn man von einer „Prinzessin“ wachgeküßt wird, sprich gekauft.

    Gruss schlagloch.

  11. Grüss Gott Schlagloch,

    sind wir jetzt böse Zeitgenossen wenn wir über den Witz von S. P. Posch haben lachen müssen?

    Liebe Grüsse//Erika

  12. Antwort auf „Siegfried Paul Posch“
    Ich bin und bleibe – als Wiener Watschenmann – das
    Urbild des Österreichers. Die charakteristische Eigen-
    schaft und Klugheit der deutschen Nation ist hinge-
    gen zu wissen:

    Jeden Ärger zu verdrängen,
    kann nur zu Komplexen führn.
    Darum ist es äußerst wichtig,
    sich schnell abzureagiern.

    Es ist meistens nur die Frage,
    wie man dieses tuen kann.
    Na – dann gehn’S halt in den Prater,
    watschen’S dort den Watschenmann.

    Ich habe Sie aber trotzdem zu fragen:
    Wie erscheint Jesus seiner Mutter Maria
    nach seiner Auferstehung? Welche Stel-
    le des ALTEN TESTAMENTS gibt zu die-
    ser Frage Auskunft? Einerseits: andrer-
    seits kennen Sie vielleicht das taoisti-
    sche Numen G a n S h i Y i n . Wenn
    ein Bundespräsident in Österreich – ich
    denke jetzt nicht speziell an einen Kan-
    didaten einer „Christen-Partei“ oder an
    Herrn Heinz Fischer – die Möglichkeit ha-
    ben soll, die Beteuerungsformel „So wahr
    mir Gott helfe!“ zu verwenden, so ist doch
    auf eine Konfession bzw. Denomination
    des Taoismus zu blicken. Denn gemäß
    einem Erkenntnis des österreichischen
    Verfassungsgerichtshofs vom 9.10.1967
    kommt jemandes Taoismus ja für eine
    negative Definition von „ohne religiöses
    Bekenntnis“ zum Tragen. Die Kultur wel-
    cher großen Stadt Europas gibt aber darü-
    ber Auskunft, ob G a n S h i Y i n (s.
    „Wikipedia“, gestern am Abend noch an-
    geklickt, ich zitiere als Mitarbeiter) ein
    weibliches oder ein männliches Numen
    ist?

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