MEHR:meer

Von uns Menschen sagt man, wir kommen und gehen. Das nächstliegende ist das Kommen und Gehen in einem Haus, auf dem Postamt, in der Schule, in einem Café, am Bahnhof oder in einem Geschäft. Die vielen Möglichkeiten deuten auf das unstete Leben des Menschen hin. Manches mal ist damit auch das Kommen und Gehen der Menschen auf Erden, das Geboren werden und das Sterben gemeint. Sitze ich an der Küste bei Selce und blicke auf das Meer ist es so, als würde das Wasser am Strand kommen und gehen. Um mich gelbe und violette Blumen, ein Streifen roten Mohn. Schmetterlinge gleiten durch die Luft, das Summen der Fliegen und der Hummeln, seit einer Stunde kein einziges Boot. Ich fühle mich wie als Kind auf der Wiese in Politzen. Gegenüber der graue Felsen der Insel Krk. Die Stadt Vrbnik klebt wie ein Vogelnest am Felsen, von der Sonne werden die roten Ziegeldächer angestrahlt. Das Wasser wird nicht müde zu Kommen und zu Gehen, da werde ich beim Beobachten früher müde.

Endlos.

5 Gedanken zu „MEHR:meer

  1. Die Slawen fahren nicht zu Meere, waren immer in
    der Geschichte auf den Weltmeeren verhältnismäßig
    wenig präsent (auch dem jüdischen Volk verbot Gott
    in einem bestmmten Maß die Seefahrt). Aber: wes-
    halb gibt es eigentlich noch immer D a m e n f a h r –
    r ä d e r , obwohl sich die Kleidung der Frau verän-
    derte? Gestern früh sprach mich in Graz ein Flücht-
    ling aus Afghanistan – ethnisch, denke ich, keine Af-
    ghane – an, ein Radfahrer; ich befragte ihn: spontan
    und entschieden meinte er, Damenfahrräder seien
    notwendig. Erlaubt ein Datum der Geschichte Euro-
    pas zu entscheiden, ob die Zweckmäßigkeit von Da-
    menfahrrädern – statt eines technisch und ökono-
    misch doch wohl günstigeren Einheitsfahrrads – in
    Zweifel gezogen werden darf?

  2. Bulgarien noch:
    Hier auf dem Tisch liegt das Buch:
    Egon Caesar Corti
    LEBEN UND LIEBE ALEXANDERS VON
    BATTENBERG
    Das Buch ist eine Biographie des Fürsten Ale-
    xander von Bulgarien, des Sohnes des Prinzen
    von Hessen.
    Corti – doch wohl einer der wichtigsten österreichi-
    schen Autoren der Zwischenkriegszeit und der Nach-
    kriegszeit, der „Wikipedia“-Artikel über ihn ist jäm-
    merlich, ich zitiere als Mitarbeiter – schrieb auch
    über das Glücksspiel (über die Brüder Blanc, auch
    dieses Buch liegt hier):
    DER ZAUBERER VON HOMBURG UND MONTE
    CARLO
    Ich habe das zu meiner heute publik gemachten No-
    tiz – s.u. – festzuhalten, weil mir vor weniger als ei-
    ner Stunde der Artikel einer „Zeitung“ vom „13. Juni
    2010“ über Alexander von Bulgarien zur Kenntnis
    kommt, welcher ja in Graz die Villa Hartenau als
    Domizil wählte: in dem Artikel finde ich den hier doch
    nicht unmaßgeblichen Buchautor Corti nicht erwähnt.
    M.E. ist eine solche Publikationstätigkeit einer „Zei-
    tung“ nicht sinnvoll.

  3. Irgendwo las ich, der Mensch habe nur eine begrenzte Zahl an Atemzügen, er tue gut daran, nicht allzu hektisch zu leben und mit flachen, schnellen Atemzügen sein Leben zu verkürzen.

    Gruß
    Gerhard

  4. Hallo Gerhard!

    Deshalb empfehlen die „EntspannungstechnikerInnen“ langsamer zu atmen. Nach einer Operation kann es, wenn die Blutungen nicht aufhören wollen, hilfreich sein ruhig zu atmen.
    Gruss schlagloch.

  5. „Tuone Udaina“ (Antonio Udina Burbur) – Krk:

    „K o s o v o“ – das „Amselfeld“: laut dem Artikel
    „Schlacht auf dem Amselfeld“, 1 3 8 9, der „Wi-
    kipedia“ (ich zitiere als Mitarbeiter) wurde dort
    „slawisches Gedächtnis auf die Zeit vor und nach
    Kosovo gestellt“, schreibt sich dort das „serbi-
    sche Neue Testament“, übernahm dort durch den
    „heiligen Zaren“ Lazar der panslawistische alte
    Gott Svantevit die Führung der Weltgeschichte.
    Wir besuchten das Kloster Ravanica, Lazars Ge-
    denkstätte. Würde es aber nicht einen dringen-
    den Zweck erfüllen, wenn die folgende Frage be-
    antwortet werden könnte: ob es nicht außer Ost-
    slawen, Westslawen, Südslawen und Nordslawen
    auch M i t t e l s l a w e n gibt? Einem Begriff
    „Mitteldeutschland“ soll doch gegenwärtig Ge-
    wicht beigemessen werden. Konkret aber meine
    ich, daß nach einer Bedeutung des D a l m a –
    t i n i s c h e n für den Begriff „mittelslawisch“
    gesucht werden sollte: obwohl das Dalmatinische
    natürlich überhaupt keine slawische, sondern ei-
    romanische Sprache ist, trotzdem. – Der Spott
    des englischen „Wikipedia“-Artikels über den
    letzten Sprecher – war er ein „native speaker“? –
    des Dalmatinischen – „Tuone Udaina“ – muß als
    gutmütig übersehen werden.

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