ORTS.wechsel

Wir sind mit Bekannten unterwegs und besuchen mit ihnen den Ort Cividale, in der Ebene von Friaul, mit den Kultstätten der Langobarden und der gewagten Teufelsbrücke über die Natisone Schlucht. Von dem Stadtpanorama bin ich jedesmal gefesselt. Wir spazieren über die Piazza,  dabei erezählen sie von den Schwierigkeiten, welche die Schwester verursacht und von den Wünschen der Enkelkinder. Kein Wort zu dem herrlichen Ambiente. Sie blicken erst auf, als sie darauf aufmerksam gemacht werden. 

Es gibt Bekannte, die verbringen die Tage ihrer Pension damit, dass sie ständig verreisen. Sie sind kaum länger als eine Woche in ihrer angestammten Wohnung. Sie haben im wahrsten Sinne des Wortes das Reisefieber. Für mich ist es unvorstellbar ständig unterwegs zu sein, jeden Tag in einer anderen Umgebung zu verbringen. Die immer neuen Eindrücke würden mich erschlagen, ich würde es nicht schaffen meine Eindrücke in den Notizheften aufzuschreiben, sie mental zu verarbeiten. Ein Ausspannen wäre für mich dabei unmöglich, ich hätte das Gefühl an Ort und Stelle etwas zu versäumen, mein Kopf würde von so vielen Informationen zugemüllt werden. Um ihn zu entlasten ist es für mich entspannend, wenn ich die gleichen Urlaubsorte wähle. Viele glauben, dass wenn man viele Orte bereist hat, viel gesehen hat. Dabei ist man vor sich selbst ständig auf der Flucht. Ich leide darunter, dass es mir bis jetzt nicht möglich war, mich mit meinen Aufzeichnungen von der Sommerakademie 2008 in Kremsmünster zu beschäftigen und schon steht die nächste Sommerakademie vor der Tür. 

Ortsbestimmung.

7 Gedanken zu „ORTS.wechsel

  1. Henry Miller hat überallgeschrieben, wo er saß und stand. Auch andere Künstler taten dies – sie schickten manchmal mehrere Brief am Tag ab, oft an diesselbe Person.
    Schreibend leben.

  2. Hallo Gerhard!

    Viele waren „ausschließlich“ Künstler, ich bin „zusätzlich“ Künstler.

    Gruss schlagloch.

  3. Das ist richtig – aber vielleicht kann man sich dennoch eine Scheibe abschneiden

  4. Ich frage noch einmal: Warum ist das Evangelien-Mo-
    tiv „Jesus bei den wilden Tieren nach der Versuchung
    durch den Teufel“ kein klassisches Motiv für die Kunst?
    Aber näher noch: Warum wäre das Motiv „Jesus und
    der Bär“ von besonderer Bedeutung? Und noch näher:
    Bestünde eine klare Beziehung des Motivs „Jesus und
    der Bär“ zur Erzählung über den Ammoniter-König
    Hanun, der Davids Boten mit entblößtem Gesäß zu
    David zurückschicken läßt, was der Grund für den ver-
    hängnisvollsten Bürgerkrieg der Weltgeschichte – zwi-
    schen David und seinem Sohn Absalom – ist?

    Bestimmt für
    – den Blog „schlagloch orts wechsel“
    – „österreichisches bundesheer“ (als Fortsetzung mei-
    ner Korrespondenz zum Gegenstand „Das Kreuz als
    Symbol und Hoheitsabzeichen“)
    – für den Artikel der „Tageszeitung“, Berlin etc. („taz.
    de“) „Public viewing? So doch nicht! – Kapstadt und die
    Township-Toilette“ von Elena Beis (ich weise jedoch auf
    die Unklarheit der Freischaltung des „Leserkommentars“
    von „Dr. Siegfried P. Posch (Graz)“ zum Artikel „Evan-
    gelikale sonnen sich in Wulffs Glanz“ – ursprünglicher
    Titel „Landesvaters Glanz“ – von Andreas Speit hin)
    – „wordpress“
    – das Gewinnspiel „auf christus schauen“, Steiermark

  5. Grüss Gott Schlagloch,

    wäre ich zu vielen Reisen und Ortswechsel gezwungen, würde mein Hirn einfach zumachen. Ich würde tagelang im Hotel bleiben. Mir ist der ständige Wechsel zu viel – alles würde streiken.

    *Sie blicken erst auf, als sie darauf aufmerksam gemacht werden.*
    Mir begegnen in der Innenstadt auch Menschen, die keinen Blick für die Schönheit am Strassenrand haben. Gestern sah ich einen Rock der mir gefiel, blickte höher und sah Mundwinkel, die bis ans Kinn hinuntergerutscht waren. Mein Lächeln erstarb.

    Liebe Grüsse//Erika

  6. Moin moin Schlagloch
    Wenn ich an einen anderen Ort fahre, reizt es mich schon, Umgebung und so weiter anzusehen. Aber ich muß auch nicht ständig auf Tour sein. Wir haben für uns schon beschlossen, dass wir nicht mehr in fremde Länder fliegen werden.
    Wenn Urlaub, dann nur im nahen Europa mit Auto – Bahn – Motorrad.
    Bald fahren wir wahrscheinlich für 4 Tage in Urlaub, an einen Ort (Insel 😉 ), wo wir mehrfach waren, nur um uns zu erholen und auszuruhen. Kein Stress, kein ständiges zu Hause gefordertsein. Darauf freuen wir uns.
    Urlaub!
    Liebe Grüße 🙂

  7. Hallo Schlafmütze!

    Wie auch du schreibst, am Besten erholt man sich an einem Ort, wo man schon öfter gewesen ist. Ab und zu darf es schon etwas „Neues“ sein. Gute Erholung.

    Gruss schlagloch.

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