JUNG:alt

Mit dem Älterwerden bringt man zumeist das Nachlassen der Kraft in den Füßen, Atembeschwerden, Sehstörungen oder Unbeweglichkeit in Verbindung. Für junge Menschen stehen ältere Menschen außerhalb ihrer Interessen, sie sind aus ihrer Wahrnehmung ausgeschlossen. Meistens wissen Ältere nichts mit den Begriffen aus der aktuellen Musik- und Filmwelt anzufangen. Auf keinen Fall können sie so spielerisch mit dem Handy und mit dem PC umgehen wie junge Leute. Schon Fünfundzwanzigjährige entrüsten sich über die Respektlosigkeit der Fünfzehnjährigen mit der Bemerkung: „Dies hätten wir uns nicht getraut“. Wie unverständlich erscheint heute vieles einem Fünfundfünfzigjährigen. Die Enkelin protestierte dagegen, dass die Oma gefragt wurde, ob das neue Kleid passt: „Wie kann die Oma wissen was modern ist, sie ist schon alt“. Gut ist es, wenn man im Alter den Humor nicht verliert und sich bei Montaigne Trost holt, der sagt: „Das Alter bringt neue Sorgen, aber es lässt auch alte Sorgen sein“.

Sorglos.

5 Gedanken zu „JUNG:alt

  1. Ich bin ab und an mit jungen Leuten im Studentenalter zusammen, die es merkwürdig finden würden, wenn ich nicht wie mit ihres Gleichen umgehen würde. Und umgedreht ist es mir egal, welche Gesellschaft ich habe: Ich feiere mit 20 Jahre älteren genauso gern wie mit 20 Jahre jüngeren.

  2. 1939 – „Stalin“ – „Hitler“
    C. R. R., 21.06.2010, 20:56

    In dem Buch
    Werner Biermann
    SOMMER 39
    Berlin, 1. Auflage, 2009

    steht auf Seite 97 f., der „sowjetische Volkskom-
    missar des Äußeren Maxim M. Litwinow“ habe am
    „Montag“, dem „17. April“ 1939, „den britischen
    Botschafter William Seeds“ in Moskau zu sich ge-
    beten und ihm „den Entwurf für ein Bündnisab-
    kommen“ überreicht. „Am gleichen Tag“ aber ha-
    be auch der „sowjetische Botschafter in Berlin
    Alexei M. Merekalow“ den Staatsekretär im Aus-
    wärtigen Amt Ernst Freiherr von Weizsäcker“ auf-
    gesucht.
    Das Bündnis kam bekanntlich 1939 zwischen
    Deutschland und Rußland zustande. Es war der
    G r u n d f ü r d e n Z w e i t e n W e l t –
    k r i e g.
    Welche Information im Buch

    Louis Ferdinand Prinz von Preußen
    DIE GESCHICHTE MEINES LEBENS
    Göttingen und Hannover, „2. Auflage“, 1969

    erklärt, mit äußerster Präzision, weshalb nicht
    Großbritannien zum Zug kam?

    I c h lehne Michel de Montaigne ab, er scheint mir un-
    barmherzig: nur gibt ja sogar Blaise Pascal – unter
    den „Alleszertrümmerern“ vielleicht jener mit dem
    größten Gewicht – meines Erachtens Montaigne zuviel
    Raum. Auf Montaigne insbesondere beruft sich aber
    auch das Buch

    Jürgen Trabant
    WAS IST SPACHE?
    München, 2008

    welches argumentiert, daß außer dem Englischen auch
    andere internationale Verkehrssprachen wieder in ihr
    Recht treten sollten.
    Glauben Sie, daß es in der „Offenbarung“ von Jesu Lieb-
    lingsjünger Johannes eine Stelle geben könnte, welche
    sich ganz präzis auf „Internationale Verkehrssprachen“
    („langues véhiculaires internationales“) bezieht?
    Ich erwähnte die Stelle aus der „Offenbarung“, die ich
    meine, andernorts im Zusammenhang mit einen in eng-
    lischer Sprache geschriebenen Buch, dessen deutsche
    Übersetzung man von mir nach einem Frühstücksge-
    spräch in einem Gastbetrieb – mit der „Bedienung“ – in
    der Obersteiermark als Geschenk entgegennahm.
    Ich frage, weil auch meine oben eingefügte Notiz „1939 –
    ‚Stalin‘ – ‚Hitler'“ in einem bestimmten Kontext wohl nicht
    zunächst einen deutschsprachigen Raum tangiert.]

  3. Grüss Gott Schlagloch,

    stimmt, dass die Alterspresten von Tag zu Tag deutlicher werden. Trotzdem:
    Ich wollte keinen Tag zurück! Wer am Leben teilnimmt, egal ob real oder im
    WWW der kommt auch mit Jüngeren zurecht. Und den Alten hab ich schon immer gern zugehört…

    Liebe Grüsse//Erika

  4. Hallo Erika!

    Schaut man im Alltag zuviel und zu oft nach rückwärts, dann bekommt man einen Hexenschuß im Genick. Das Leben wird vorwärts gelebt, aber rückwärts verstanden.

    Gruss schlagloch.

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