WEIT:blick

In unserem vielschichtigen Alltag, wo ein Ereignis das Vorhergehende ablöst, wo sich die Meldungen gegenseitig über den Haufen rennen, im Großen wie im Kleinen, warten die Österreicher gespannt auf der Zahlen für das Budget 2011. Welche Reformen und Sparmaßnahmen wird es geben und welche Gebühren und Steuern werden erhöht. Schon seit Monaten versucht man hinter den Vorhang bei den Verhandlungen der Bundesregierung zu blicken. Kaum machte jemand durch einen Fensterspalt einen Blick in den Verhandlungsraum, wurde das Fenster wieder geschlossen oder das Erblickte als unverbindlich dargestellt. Trotz dieser Geheimhaltung kann man nicht sagen, dass die Politiker mit Weitblick ausgestattet sind. Er besteht oftmals darin, die Belastungen bis zur nächsten Regionalwahl geheim zu halten. Ein Blick über die nächste Regierungsperiode hinaus ist nicht vorgesehen.

Für den Einzelnen ist es schwierig Weitblick zu beweisen, wenn große Veränderungen bevorstehen, besonders dann, wenn es Veränderungen sind, die einzigartig sind und sich im Leben nicht wiederholen. Oft kann man sich auch nicht vorstellen, wie die nächsten Monate ablaufen werden. Aus Erfahrungen kann man lernen und Schlüsse ziehen, wo die Erfahrungen fehlen, bleibt nur der Sprung in das kalte Wasser, in das Unbekannte. Gespannt verfolgt man die Rettungsbemühungen um die eingeschlossenen Bergleute in Chile, denen jeder Weitblick verwehrt ist. Die in der Hoffnung leben bald in das Licht, an die Oberfläche geholt zu werden.

Hoffnung statt Weitblick.

3 Gedanken zu „WEIT:blick

  1. Hallo Peter!

    Sparpaket gut, wenn es auch die internen Ausgaben der Ministerien betrifft.

    Gruss schlagloch.

  2. „Einige Bergleute werden von TV-Angeboten bombardiert
    werden. Sie können sogar Karriere machen.“ – So steht
    es auf „orf at stories 201 99 24/201 97 03“ vor weniger als
    einer Stunde zu lesen. Trotzdem: hat aber deswegen Chile
    als Einwanderungsland der Weltgeschichte wirklich Hoffnung?
    Oder Ungarn als Auswanderungsland?

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