KOPF: schranken

In einem Freundeskreis,  in der Verwandtschaft  hat man mit den Jahren seinen Platz eingenommen, jeder spielt seine  Rolle, ob als Unterhalter, als Zuhörer, als Fragender oder als Besserwisser. Es ist egal welches Fest oder Feier sich abspielt, ob dies der Besuch eines  Vortrages, eines  Konzertes oder des Kirchtag ist. Genauso verhält es sich bei einem gemeinsamen Ausflug oder einer Grillfeier. Da ist es eine Überraschung, wenn während der Fahrt zu einem Aussichtspunkt  eine Mitfahrerin ihren Redefluss unterbricht und fragt, ob man dazu etwas sagen möchte. Man ist geschockt, weil man sich in der Rolle des Zuhörers bequem gemacht hat und jetzt soll man plötzlich etwas sagen. Gleichzeitig wird man dabei ertappt, dass man den Ausführungen nur halb zugehört hat und nicht konkret weis, um was es in der letzten Viertelstunde gegangen ist. Ist man schnell im Kopf, ist es möglich aus den Schlagwörtern eine Geschichte zu konstruieren. Keine Antwort hat man auf das Argument, „das früher alles besser war“. Der einzige Ausweg,  die  geistigen Schranken im Kopf niederreisen.

Der weite Horizont.

3 Gedanken zu „KOPF: schranken

  1. Grüss Gott Schlagloch,

    was du sagst ist wohl wahr. Man hat seine Rolle – egal ob man sich verändert hat, es wird nicht zur Kenntnis genommen. Im Grunde ist das schade weil in diesem Fall nur der Abbruch der Beziehung hilft.

    Liebe Grüsse//Erika

  2. Hallo Erika!

    In den meisten Fällen hat jeder seine „Rolle“ in der Gesellschaft. Nicht alle lieben Veränderungen.

    Gruss schlagloch.

  3. Daß „früher alles besser war“, daß stellt doch vielleicht
    Carl Spitzweg dar? Begann nicht nach 1831 u.Z. die
    große Befreiung der Völker – nicht der Nationen und
    Stämme! – mit der Befreiung des p o l n i s c h e n
    Volkes? Freilich: jener S o m m e r – August, Septem-
    ber, Oktober, ist nicht deren Licht das Licht Spitzwegs?

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