WEIHNACHT:illumination

Überall kann man jetzt beobachten wie in den Supermärkten, in den Fachgeschäften und in den Möbelhäusern die Weihnachtsware ausgepackt wird. Im Freien verwöhnt uns das Wetter mit einem schönen Herbsttag. Dabei ist Vorsicht geboten, bei Sonnenschein kommt man gut ohne Jacke aus, im Schatten kann es ganz schön abkühlen. In den Lebensmittelmärkten sind die Herbststollen zum Weihnachtsstollen mutiert. Tritt man in das XXL Möbelhaus um nach einem Dekorartikel für Halloween zu suchen, einen Kürbiskopf in dem man ein Teelicht stellen kann, weil man einen Besuch mit Kind erwartet, sieht man zuerst vor lauter festlich dekorierter Christbäume den Rest der Halle nicht. Der Christbaumschmuck, die Dekorengel und Renntiere, in verschiedenen Materialien, sind zu Pyramiden aufgestapelt. Mit diesem vorweihnachtlichen Frühstart nehmen wir uns selbst die Illumination auf Weihnachten. Wie soll die große Schar von Kindern, welche noch an das Christkind, dass den Christbaum und die Geschenke bringt, glauben, wenn die Christbäume in so großer Zahl im Eingangsbereich stehen. Die Halloweenartikel gab es im Sommer.

Um das Warten auf das Christkind zu verkürzen, ging man mit uns Kindern am 24. Dezember, bei Einbruch der Dämmerung, spazieren. Dabei hofften wir, dass wir für einen Augenblick das Christkindl sehen können, vielleicht wie es beim Stubenfenster hinein- oder herausfliegt. Selbst wenn die Christi Geburt eine Illusion wäre, so müsste man dafür dankbar sein, dies wäre dann eine Illusion die noch intakt ist.

Ohne Illusionen.

5 Gedanken zu „WEIHNACHT:illumination

  1. ich bin einer der lieferanten für diese möbelhäuser und lebe davon, finde es aber schrecklich und fantasietötend.
    als kind war es so wie du es beschreibst, kann mich noch erinnern an den wald im winter und den knirschenden schnee beim gehen, an die beleuchtete kirche in der nacht wo noch jeder hinging zur christmette.
    zeiten ändern sich, altes kommt nicht wieder, so ist.

  2. Hallo Peter!

    Im Handel gibt es viele Zwänge, einer davon ist der, dass jeder der Erste sein will, wenn es um die Präsentation der Saisonwaren geht, nur das zählt. Das sich die Zeiten ändern stimmt, selbst die Jahreszeiten sind davon nicht mehr ausgenommen.

    Gruss schlagloch.

  3. Grüss Gott Schlagloch,

    du, das sind nur noch sechs Wochen! Wie schnell das wiederkehrt! Da kann ich nur staunen. Früher als ich noch berufstätig war hab ich mir immer gewünscht, ganz allein ein Buch lesen an Hl. Abend. Jetzt kann ich das und ich find’s schön. Ganz ohne Lichterkette…

    Liebe Grüsse//Erika

  4. Hallo Erika!

    Steht man im Berufsleben, dann wünscht man sich oft ein wenig mehr Zeit für einen kleinen „privaten Luxus“. Schön, wenn sich so ein Wunsch erfüllt.

    Gruss schlagloch.

  5. Good morning, Schlagloch,

    aber trotzdem – das „Leben in Luxus“ und „Geheim-
    dienstaktivitäten“: aber glauben Sie, daß auch der
    „40 Jahre lang“ dauernde Kampf von Emmanuele
    Brunatto (ich finde, vor weniger als einer Stunde –
    als Mitarbeiter! – keinen Artikel der „Wikipedia“, son-
    dern nur unter anderem eine – schottische? – Seite
    im Internet), des „Lebemannes“, der als „Finanz-
    mann … praktisch die französischen Eisenbahnen“
    in seine „Hand“ brachte, des „Midas“, der, was er be-
    rührte, in „Gold“ verwandelte, sich als „Geheim-
    dienstaktivität“ erklären läßt: und nach 1958 u.Z.
    sein einsamer Tod – durch die Depression? – in „sei-
    nem römischen Haus“, von dem „Tage lang niemand
    Notiz“ nahm?

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