UN:vergessen

Jeder hat in seinem Leben unvergessliche schöne Momente. Manche sagen, dass gerade die schlechtesten Ereignisse unvergesslich bleiben. Für neue Eindrücke, will ich sie nicht vergessen, brauche ich heute das Notizbuch. Am leichtesten erschließen sich manche Ereignisse, wenn man auf Fotos zurückgreifen kann. Hat man Glück, dann kommt man mit einzelnen Personen wieder in das Gespräch. Es kann sein, dass abgebildete Personen verstorben sind, ohne dass man davon benachrichtigt wurde. Ein unvergesslicher Augenblick ist für mich, als ich das erste Mal die Kirche in Portoroz betreten und die Kreuzigungsgruppe von Temschwar gesehen habe. Christus hat eine Hand vom Kreuz gelöst und ergreift damit die Hand einer hilfesuchenden Frau und lächelt ihr aufmunternd zu. Jedes Mal wenn ich in Portoroz bin, dann besuche ich diese Kirche und präge mir das Altarbild aufs Neue ein. Die Kreuzwegbilder an der Kirchenwand stammen von der Künstlerin Mira Licen – Krmpotic. Für sie bedeutet Auferstehung sich im Leben, nach einem Schicksalsschlag, wieder aufzurichten.

2 Gedanken zu „UN:vergessen

  1. Grüss Gott Schlagloch,

    mir sind Momente der erlebten Liebe und Zuneigung unvergesslich. Kleine Fetzen aus einem grossen Buch. Wenn ich meine Augen schliesse kann ich auch heute noch nach mehr als 35 Jahren in die Situation eintauchen und es nochmal erleben obwohl die Person schon über 30 Jahre tot ist. Es sind nicht die wilden Momente mit grössem Gedöns sondern die kleinen, alltäglichen.

    Liebe Grüsse//Erika

  2. Hallo Erika!

    Jeder hat seine persönlichen, unvergesslichen Momente. Warum ich zu dieser Zeit, Allerheiligen, gerade an diese Altargruppe denke, kann ich nicht genau sagen.

    Gruss schlagloch.

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