SICHERHEIT:risiko

Jeder hat andere Vorstellungen von Sicherheit und Risiko, welche Sicherheiten er sich wünscht und braucht, welche Risiken er bereit ist einzugehen. Die einen wünschen sich ein risikofreies Leben, sie entscheiden sich bei der Berufsausbildung und später bei der Arbeitsstelle danach. Dabei wird das Kind von den Eltern unterstützt und versuchen es bei sogenannten krisenfesten Firmen, meistens sind dies halbstaatliche Firmen oder öffentliche Körperschaften unterzubringen. Man hofft, dass der Sohn bei einem staatlichen Energieerzeugung nach der Lehre dort einen lebenslangen Job haben wird. Viele Absolventen der Handelsakademie oder des Gymnasium drängt es in den Verwaltungsbereich, wie Gemeindeamt, Bezirkshauptmannschaft oder Landesdienst. Dort ist auch der Pförtner und das Küchenpersonal pragmatisiert.

Die Berufsentscheidung wird danach ausgerichtet, welche Sicherheiten gibt es und nach wie vielen Dienstjahren kann man in Pension gehen. In den letzten Jahren ist in Österreich die Pragmatisierung den Reformen zum Opfer gefallen. Es klingt nicht trendig, wenn man sagt, dass die Tochter, der Sohn, bei der Bahn oder der Post einen Job hat, aber es hört sich krisenfest an. Man weiß, dass sie oder er durch eine starke Gewerkschaft vertreten wird, die sich gegen jede Bundesregierung mit ihren Forderungen durchsetzen konnte. Zuletzt haben die Schulden der staatlichen Betriebe das Budget so stark belastet, dass vieles privatisiert wurde. Damit sind auch viele Privilegien verloren gegangen.

Kommt man in die Landeshauptstadt und spaziert ein wenig durch die Innenstadt, dann können einem die Gebäude der öffentlichen Stellen beeindrucken. Sei es der Sitz der Landesregierung, das Landesgericht oder die Wirtschaftskammer. In diesen vielen, meist hohen Räumen, sitzen überall Beamte, die alles festhalten von der Geburt bis zum Tod. Hier wird geherrscht, es geht eine Macht aus. Um vieles größer sind die Verwaltungsgebäude in Wien.

Verwaltungsreform.

6 Gedanken zu „SICHERHEIT:risiko

  1. Ich soll „mich unter den Schutz des heiligen Raphael …
    stellen: damit er“ mich … „zu einer … Ehe führe …
    mit … einer … reichen Frau.“ Das steht in dem Büchlein
    DER WEG von Josemaría Escrivá de Balaguer. Es wurde
    mir – vor geraumer Zeit schon – von einer Dame in mein
    Beamten-Dienstzimmer gebracht. Ich versuchte, hier
    in Graz ein Gespräch über das Büchlein zu vereinbaren.

  2. Verwaltungsreform … schwierig, weil so manch ein (hoher) Beamter müsste sich selbst wegrationalisieren. Wer will das schon? Wie du sagst, in einem krisensicheren Job. Das widerspricht sich schon im Ansatz. Die Reform ist eine Show auf Kosten der kleinsten von den kleinen Beamten.
    Die Gebäude sind aber dennoch von außen schön. Meist denkmalgeschützt … 😉
    LG Isabella.

  3. Ich muß vielleicht noch deutlich sagen: in dem Büchlein
    DER WEG von Josemaría Escrivá de Balaguer wird mir
    zugleich auch noch die Wahl gelassen, mich zuerst unter
    den Schutz des Lieblingsjüngers Jesu Johannes zu
    stellen und nicht zuerst unter den Schutz des Engels.
    Johannes würde mir Klarheit geben, ob ich nicht doch
    zu einem Zölibat berufen bin und diesen für mich als
    höhere Lebensform zu begreifen hätte.
    Nun schien mir das Gespräch über die Frage nicht nur
    in Graz, sondern auch in Wien noch nicht abgebrochen.
    Nur kann, wer mir gegenüber ein Amt als B e i c h t v a t e r
    wahrzunehmen sucht, mich nicht ohne weiteres davon
    überzeugen, ob ich nicht in meiner Kommunikation mit
    dem Lieblingsjünger Jesu einerseits oder mit dem Engel
    Raphael andrerseits einer Täuschung unterliege.
    Als vernünftige Entscheidung schiene daher nur die
    Rücksprache in Graz u n d in Wien mit zwei Beicht-
    vätern möglich: bis ein Mehrheitsentscheid die Klarheit
    bringt.

  4. Herr Siegfried Paul Posch!

    Wer kann es beurteilen oder glaubt es zu können, ob ein Gespräch mit den Heiligen real oder eine Täuschung ist? Wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein.

    Gruss schlagloch.

  5. je mehr ich zu meinem ding stehe desto weniger risiko gehe ich ein.
    lg
    herzglitzern

  6. Good afternoon, Schlagloch,

    der reiche Jüngling, der wie ein Kamel durch ein Nadel-
    öhr könnte („Matthäus, 19,16-26“), und der Mann, „einer
    von den führenden Männern („Lukas, 18,18-30“), der
    das ebenfalls könnte: diese zwei Zumutungen Jesu, Zu-
    mutungen des Menschenunmöglichen, sind doch etwas
    je völlig Verschiedenes. Das versuchte ich vor etwa drei
    Stunden der Adresse „rosenkranzkönigin neubiberg“ (Mün-
    chen) zu sagen. Und auch vier Adressen im Burgenland,
    in Wien und in Oberösterreich.
    Wenn ein „OPUS DEI“ von Josemaría Escrivá Menschen-
    unmögliches anstrebt: von einem „Deus ex machina“ im
    Theater könne man sprechen, im übertragenen Sinn von
    einem „Deus ex machina“ zu sprechen, sei wohl eine
    unbewußte Nachlässigkeit; wird mir nahegelegt. Ein Wort
    „Blasphemie“ würde wohl Kopfschütteln erregen. Trotzdem
    wisse der, der im übertragenen Sinn den Ausdruck „Deus ex
    machina“ verwendet, wohl nicht, was er sagt.
    Ich glaube in Kanada, den USA und für Australien und Neu-
    seeland spielt ein „OPUS DEI“ in verhältnismäßig geringerem
    Maß die Rolle einer verschworenen Gesellschaft.
    Vielleicht hängt das in den USA und in Kanada mit jenem
    Clan-Pathos zusammen, der dem Fest „Thanksgiving Day“
    seine Weihe gibt. Das berühmte Thanksgiving-Day-Gedicht:

    „Over the river and through the woods,
    to grandfather’s house we go. …“

    Jemand aus den USA versuchte mich zuletzt zu korrigieren,
    es müsse unbedingt heißen: „to grandmother’s house“. Nun
    könnte es ja in der Tat für das Mädchen die G r o ß m u t –
    t e r und für den Knaben der G r o ß v a t e r sein, deren
    Liebe man durch das Fest zu dienen sucht. Dann gäbe es
    in den USA und in Kanada v i e r Feste „Thanksgiving Day“.
    Vielleicht ist d a s die Unüberwindlichkeit der nation with a
    different childhood.
    In Europa aber würde i c h , wäre ich Finanzminister, den
    Erwerb eines „Führerscheins“ vor dem Erwerb eines Matura-
    zeugnisses oder dem Bestehen einer Gesellenprüfung
    so hoch besteuern, daß auch die reichsten Erziehungsbe-
    rechtigten das Kamel durch das Nadelöhr führen könnten.

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