HÖRIG:keit III

Das Wort Hörigkeit bringt man  meistens mit menschlichen Gefühlen in Verbindung. In den verschiedenen Lebensphasen kommt es zu wechselnden Abhängigkeitsverhältnissen. Die meiste Anhänglichkeit gibt es in der Kindheits- und Jugendphase, zu den Eltern, Lehrer oder  Präfekten. Das Internatsleben führt schon in frühen Jahren zu einer Abnabelung von den Eltern und verursacht bei vielen Heimweh. Dort hofft man auf die Gunst des Präfekten. Bei einer Schar von sechzig Kindern, in einer Schulstufe, geht es im  Studiersaal und in den Schlafsälen, vom Aufstehen bis zum Schlafengehen, um Ordnung und Gehorsam, nicht um Zuwendung und Aufmerksamkeit.

Ein Kreuzzeichen auf die Stirn vor dem Schlafengehen bedeutete ein Auserwählter zu sein. Das Kreuz wurde mit dem Fingernagel eingeritzt. Man versucht das Kreuz abzuschütteln, es glingt in den wenigsten Fällen, außer es ist jemand bereit das Kreuz mitzutragen. Nicht für einen lokalen Kreuzweg zur Osterzeit, für ein Leben lang. 

Es gibt Kinder, die sich der Hörigkeit durch musikalische, literarische oder malerische Begabungen entziehen. Sie leben in ihrem eigenen musischen Kosmos. Das Gefühl der Hörigkeit gegenüber jemanden, der einen aus der Not des irdischen Alltages gerettet hat, kann einen ein Leben lang begleiten.

Befreiungsschlag.  

4 Gedanken zu „HÖRIG:keit III

  1. Good morning, Schlagloch,

    ich hörte Präsident Obama die Jugend in den Ländern
    der Cyrenaika und des Atlas als Hoffnungsträger an-
    sprechen: die USA, Kanada, Australien und Neuseeland
    sind aber sicher keine Nationen von Internaten.
    Ich durfte im Internat in Graz-Liebenau bei Tisch
    vorbeten:

    Herr Jesu Christ: „Sei unser Gast und segne, was
    du uns bescheret hast!“

    Bis zur Stunde ist nicht gesagt, wie mein Amt auch
    für eine „christ“- bzw. „altkatholische“ Denomination
    gelten konnte. Trotzdem, Internatsaustauschschüler
    und dabei Gast an zwei Elterntischen durfte ich auch
    im vor 1966 u.Z. natürlich ebenfalls nur monoedukativ
    denkbaren

    http://www.kings-taunton.co.uk/

    King’s College im neben Cambridge für den religiösen
    Begriff „independent“ – „unabhängig“ – entscheidenden
    Taunton in Somerset sein.
    Präsident Obamas Sorge gilt aber zur Stunde vielleicht
    immer noch zuerst Japan. In Wien – warum nicht in der
    Staatsoper? – ist ein Benefizkonzert für Japan angekündigt.
    Freilich, in der Volksoper sahen wir den „Freischütz“,
    die veilchenblaue Seide paßt zu Japan, wegen des
    Streits über die violette Farbe im Fernen Osten, ob
    sie nicht „unnatürlich“ sei.
    Wäre es nicht sinnvoll eine Benefizausstellung mit dem
    Motiv „S c h n e e“ in der Malerei mit Bildern von
    Claude M o n e t und japanischen Bildern für Japan zu
    veranstalten?
    Das Malen – das Fach „Zeichnen“ – führte 1966 u.Z. im
    Internat Graz-Liebenau zumindest eher ein Schattendasein.
    Ich sagte auf Ihrem Blog schon, daß ich auch zeichne und
    male, mit meiner linken Hand, wie auch Präsident Obama?
    Unser Professor Schneiber für ein Gymnasialfach „Zeich-
    nen“ ist, denke ich, nicht nur meiner Klassengemeinschaft,
    sondern vielen Liebenauer Jahrgängen durch seine Kurz-
    hymne in Erinnerung:

    „Mit dem Pfeil und Bogen und dem Lineal, kommt der
    Schnibbs geflogen, in den Zeichensaal!“

    In meiner Klasse waren auch Kärntner.

  2. Hörigkeit kann man sich nicht durch musikalische, literarische oder malerische Begabungen entziehen – das werte ich immer als Flucht.

  3. Hallo Gerhard!

    ….nicht entziehen, aber lösen und verarbeiten. Fliehen, nützt nicht, die Probleme fliehen mit.

    Gruss schlagloch.

  4. Ich habe zu fragen: was heißt in Deutschland und in
    Österreich zur Stunde „Kirchenvertreter“ und was ist „wachsweich“ und was ist „stahlhart“?
    Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel wolle sich nur herausreden und habe mehr Antworten als Fragen, steht hier.
    Trotzdem ließ aber der Österreichische Rundfunk – Ö 1 –
    gestern im „Mittagsjournal“ Ernst Ulrich Michael Freiherrn
    von Weizsäcker zu Wort kommen, der sehr wohl etwas
    über Energiepolitik zu sagen versuchte.
    Z.B. könnte auch in Frankreich eine erheblicher Anteil
    des Atomstroms durch Windenergie ersetzt werden. Nur
    scheint es eine mächtige Lobby dagegen zu geben, und
    scheinen Argumente dagegen angeführt zu werden, die
    Angst machen, es würden auch bei der Nutzung der
    Windenergie schädliche Nebenwirkungen auftreten.
    Ich verstehe überhaupt nicht, was „schädliche Nebenwirkkungen“ sind.
    Wissenschaftlich gesehen ist jede Kausalwirkung nichts
    als eine Hypothese, es gibt wissenschaftlich absolut nichts, was schaden m u ß . Wenn also z.B. Medien „schädliche Nebenwirkungen“ irgendeines betrachteten Bereichs der Materie zur Sprache bringen, so hätten sie einen Vorschlag zu machen bzw. wäre das nur ethisch zu rechtfertigen, wenn ein Weg bekannt ist, wie etwas besser zu machen
    wäre.

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