RÜCK:zug

In Seminaren wird darüber gesprochen, in Broschüren darüber geschrieben, zu welchem Zeitpunkt man dem Nachwuchs die Führung der Firma überlassen soll. Oft wird damit zu lange gewartet, sodass der Nachwuchs die Freude an der Mitarbeit verliert, vom Übergeber wird verlangt, dass alles so bleiben soll wie es war. Ein Festhalten an Formen die sich  jahrzehntelang bewährt haben, bedeutet die Chance auf Veränderung für die Zukunft  zu vergeben. Für mich eine falsche Ansage war, als eine Interessentin für die Übernahme des Geschäftes sagte: „Alles soll so bleiben wie es ist“. Damit hätte sie sich einzementiert und wäre für die Zukunft unbeweglich gewesen.

In Pension zu gehen kommt mir komisch vor, ich scheide sozusagen aus dem Leben aus. Ich erhalte ein Ablaufdatum, dass manches mal überschritten werden kann, ohne dass der Inhalt verdorben ist. Man freut sich über die Wertschätzung, die Ehrungen, welche einem entgegengebracht werden, obwohl man kein Freund von Zeremonien ist. In der instabilen Wirtschaftssituation beneiden einen viele um das sichere Einkommen. Auf der anderen Seite steht das Wissen, dass es  Jüngere gibt, welche das längere Leben in ihrer Waagschale haben. Nicht immer ist alles eins zu eins umsetzbar.

Duckdonnerstag.

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