BE:schwerden

Der am häufigsten geäußerte Glückwunsch bei festlichen Anlässen ist: „Bleiben sie gesund“, in Kärnten kurz: „Gsund bleibn“. Daher erleben wir jeden Tag, an dem wir nicht gesund sind, als Ärgernis, als einen Fehler der Natur, eine Misswirtschaft des Schöpfers. Wie aber gehen Menschen mit dem Alltag um, die in frühen Jahren krank geworden sind oder im Alter kränklich werden? Dabei sehnen sich gerade diese nach Freude und Abwechslung. Oft ist man der Meinung, dass man der Einzige mit Beschwerden ist, alle anderen sind gesund und glücklich. Diese Ansicht bleibt so lange aufrecht, bis man einen Bekannten im Krankenhaus besucht, der zu den glücklichen Menschen zählte und jetzt total unglücklich ist.

Spürt man beim Abschiednehmen vom Betrieb körperliche Unsicherheit, so muss man dies akzeptieren. Steht man im leeren Lager und weiß das man hier nichts mehr zu sagen hat, kann  dies Betroffenheit hervorrufen. Man muss etwas loslassen, an dem man sich festhalten konnte. Noch weiß man nicht, an was man sich in der Zukunft festhalten wird.

Kärntnerstraße.

2 Gedanken zu „BE:schwerden

  1. Es sind auch die vielen Anforderungen, die täglich an uns herangetragen und verlangt werden. Da bleibt wenig Zeit zum Ausruhen. Wenn, dann erst, wenn’s gar nimmer geht……

    Du must verzeihen, aber ich kann Menschen nicht gut verstehen, die sich so an ihre Arbeit klammern, und wenn sie zu Ende ist, keinen Lebensinhalt mehr haben,…..nicht wissen, was sie sonst tun sollen. …..und ganz ehrlich, ich hab‘ auch ohne arbeiten zu gehen den ganzen Tag zu tun. Der Tag ist so schnell vorbei, und da hab‘ ich dies und das noch nicht geschafft…….Die Arbeit hat mir nie gefehlt…….ok., es gab auch wirklich schlimme Zeiten, wo ich gar nix machen konnte, wo mich Krankheiten völlig im Griff hatten. Das fand ich wirklich bescheiden
    Aber,….man hat was dabei gelernt……
    Liebe Grüße
    Grey Owl

  2. Hallo GreyOwl!

    Fast für jeden Arbeitnehmer ist der Berufsalltag ein Fixpunkt in seinem Leben. Dies schließt andere freudvolle Tätigkeiten nicht aus. Vielen kleinen Gewerbetreibende bedeutet ihr Betrieb mehr als nur ein Arbeitsplatz. Dem Ausscheiden aus dem Arbeitsleben sollte eine positive Neuorientierung folgen. Abwarten.

    Gruss schlagloch.

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