TAGES:tipp

Hat man über Jahrzehnte in einem Fachgeschäft als Verkäufer gearbeitet, Waren bestellt, ausgepackt und eingeräumt, sowie Kunden beraten und bedient, dann kann man es sich schwer vorstellen, dass man von einem Tag auf den Anderen nicht mehr so viele Kontakte mit Menschen haben wird. Während des Verkaufen wurde einem vieles erzählt, ohne das man danach gefragt hat. Es war selbstverständlich, dass man sich zu aktuellen Ereignissen geäußert hat, einmal belustigt, ein andermal besorgt. Oft hat man den Pessimismus für die Zukunft, der von den älteren Kunden gekommen ist, die auf einer sicheren Basis stehen, nicht geteilt und auf positive Aspekte hingewiesen.

Hatte ich in der Reinigungsannahme Dienst, haben mir die Frauen die erstaunlichsten Geschichten darüber erzählt,  wie die Flecken in die Hose, in das Kleid oder auf die Krawatte gekommen sind. Meistens wurde erzählt, wo es passiert ist, bei einer Hochzeit, Geburtstagsfeier, Ballbesuch oder zu Hause. Dazu gleich wo das Kleidungsstück gekauft wurde, wie viel es gekostet hat und wielange man es schon trägt. Ähnliches passierte, wenn ich Retourpakete für Modeversandhäuser entgegengenommen habe, dabei waren es hauptsächlich Kundinnen. Die häufigste Ursache warum etwas zurückgeschickt wird ist, dass das Kleid, die Bluse oder der Mantel im Katalog viel schöner ausgesehen hat, als er jetzt in Wirklichkeit ist. Manches Mal ist der Retourgrund die falsche Größe, man hatte die Hoffnung, dass die kleinere Größe noch passen würde. Es gab Bestellungen für mehrere Modelle, damit man zu Hause in Ruhe probieren und gustieren kann.

Die größere Auswahl.

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