SCHATZ:truhe

Den Kleinbetrieben, egal ob im Handel, im Handwerk oder in der Gastronomie fällt es schwer, im Werbechor der Großbetriebe, welche die Haushalte täglich mit Flugzettel eindecken, Aufmerksamkeit zu erwecken. Mit einer persönlichen Betreuung kann ein Kleinbetrieb punkten. Dadurch kann man das viele Geld, welches die Großbetriebe für die Werbung verwenden, etwas kompensieren, aber nicht ersetzen. So führte eine Abartigkeit, wie es von einigen Personen bezeichnet wurde dazu, um Aufmerksamkeit zu erreichen. Die generelle Kleinschreibung bei den Flugzetteln, bei den Einschaltungen in den örtlichen Gemeindenachrichten, konnte in den siebziger Jahren unter der Bevölkerung einen Sturm der Entrüstung auslösen.

Eine Möglichkeit, um Erwachsene an ein Geschäft oder ein Gastlokal zu binden besteht darin, die Kinder wie „Könige“ zu behandeln. Die Kinder reden ein Wort mit, wenn die Eltern etwas kaufen oder ein Restaurant besuchen. Ein Beispiel für diese Art der Kundenbindung ist eine bekannte Fast-Food-Kette. Um eine Juniortüte zu bekommen ist den Kindern jedes Mittel recht. Beim Besuch eines Speiselokals in Möselstein konnte ich zusehen, wie die Servierkraft am Nebentisch zum Kassieren eine kleine Schatztruhe hinstellte. Mein erster Gedanke war, ob sie auf Nummer sicher geht und das Geld sofort in der Truhe, wie wir es von den Seeräubern kennen, verwahren will. Sie öffnete die Schatztruhe und die Kinder durften sich eine Süßigkeit aussuchen. Beim Kassieren fragte ich die Kellnerin: „Kann ich mir in der Schatztruhe auch etwas aussuchen“? Sie sagte: „Nur Kinder dürfen sich etwas aussuchen“. Auf meine Frage: „Wie lange ist man Kind und was ist der Unterschied zwischen einem Kind und einem Erwachsenen mit einem kindlichen Gemüt“, wusste sie keine Antwort. In der Bibel steht: Werdet wie die Kinder.

Traubenzuckerlutscher.

Ein Gedanke zu „SCHATZ:truhe

  1. *grins* .. Hallo Schlagloch ..
    Hat wohl nicht geklappt, was?
    Ich fand es damals auch ziemlich unfair, dass alle drei Kinder mit „Kinderwurst“, Bonbon und anderen Leckereien in den Geschäften beschenkt wurden. Nur die arme, hungrige Mutter bekam nix ab.
    Das Leben ist ungerecht 🙂
    dir einen lieben Gruß 😉

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