WUT:bürger

Dieses Wort wird allen, die sich über die gesellschaftlichen und politischen Veränderungen informieren und nicht nur die Ereignisse in Europa, sondern auch einen Blick in die USA und in die Staaten des Nahen Osten machen, nicht unbekannt sein. Es ist ungewiss, ob man dieses Wort der Jugend oder den Senioren zuordnen soll. Gehört dieses Wort den politisch Verfolgten, den politisch Unterdrückten, die mit friedlichen Methoden für ein neues gesellschaftliches Modell demonstrieren? Das Wort Wutbürger fällt auch im wirtschaftlichen und finanziellen Zusammenhang, wenn es darum geht, dass die Regierung, die sogenannten Volksvertreter es zulassen, dass mit den Ersparnissen der kleinen Leute spekuliert und vieles verspekuliert wurde. Sie haben mit ihren Informationen die Bürger nicht wahrheitsgemäß über die Finanzen des Staates informiert, sondern den Wähler mit schön gefärbten Zahlen und Versprechungen verführt.

In manchen Fällen könnte man sagen, dass es unverantwortlich wäre einem Finanzminister das Haushaltsgeld, die Planung für einen drei Personen Haushalt, zu überlassen. Ihm für drei Monate das Wirtschaften zu übertragen, wie dies Millionen Hausfrauen täglich machen. Dabei trägt ein Finanzminister die Verantwortung über dreißig Millionen Menschen und mehr und ist oft unfähig abzuschätzen, was drei Semmeln kosten.

Bei diesen Verhältnissen könnte man zum Wutbürger mutieren. Die  Aussagen der Politiker zur Finanzkrise haben gerade drei Tage Gültigkeit, Aussagen, die drei Monate Bestand  haben, haben Seltenheitswert. Perspektiven, welche drei Jahre in die Zukunft reichen, erwartet niemand, dabei wären sie Grundlage für eine Lebensplanung. Mit dem Aufruf zur Flexibilität und mehr Anpassungsfähigkeit redet man diese Situation schön und versteckt  dahinter die Unfähigkeit eine Spur von Sicherheit zu bieten.

Unsichere Zeiten.

2 Gedanken zu „WUT:bürger

  1. Grüss Gott Schlagloch,

    Wutbürger bin ich keiner. Für mich sind das die „gutsituierten Bürger“ wie Notare und andere Branchen die ein ganz bestimmtes Gehabe an den Tag legen. Ich hab schon immer frei von der Leber weg geschimpft.

    Wenn man einen Finanzminister ans private Haushaltskonto liesse wäre das nach vier Wochen wohl bis zum Anschlag überzogen…

    Liebe Grüsse//Erika

  2. Hallo Erika!

    In Kärnten ist die Gründung einer „Piratenpartei“ daran gescheitert, dass statt mindestens fünf Mitglieder, es nur drei Mitglieder gibt. Hoffnung besteht noch.

    Vielleicht sollte man in den Bankvorstand ganz „gewöhnliche“ Hausfrauen entsenden.

    Gruss schlagloch.

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