ARZT:besuch

Als Ruheständler wird man zu einer willkommenen Kundschaft für die Ärzte. Dazu genügt es, dass man zu einem Routinebesuch in die Ordination kommt und vom Arzt als eine gut betuchte Kundschaft eingestuft wird. Er sieht die Möglichkeit aus einem Gelegenheitskunden einen Stammkunden zu machen. Jetzt bietet es sich an, die ganzen Möglichkeiten des Sortiments, in diesem Fall der medizinischen Leistungen aufzuzählen und an den Mann oder die Frau zu bringen. Bezahlt wird von der Krankenkasse. Wurde man vor einem Jahr in der Ordination noch schnell abgefertigt, weil der Arbeitsplatz wartete, so ist es jetzt anders. Plötzlich sind Abnützungen, mit denen man die letzten zehn Jahre sein Arbeitspensum erfüllt hat eine Krankheit, die schnellsten auf chirurgische Weise korrigiert werden sollen. Unabhängig davon, dass man schmerzfrei ist. Eine Vorsorgeoperation, es könnte sich etwas verschlechtern. Es werden Idealwerte angestrebt, die man vorgibt mit einem Eingriff zu erreichen, mit der man noch einmal den Weg in das dreißigste Jahrzehnt schafft. Es sollte darum gehen, mit wenigen Medikamenten und ohne Chirurgie ein akzeptiertes Leben zu führen. Sich die  Frage stellen, ob dies ausreicht für ein humanes Leben. Nicht die Vitalität eines Dreißigjährigen anzustreben, sondern die Lebensversion eines Sechzigjährigen.

Nach der Diagnose sollte sich der Arzt mit dem Spielraum beschäftigen, den man noch hat. Zuerst die Alternativen heranziehen, das Training der natürlichen Art und nicht mit der letzten Möglichkeit zu punkten.

Kunstgelenk.

2 Gedanken zu „ARZT:besuch

  1. Hallo Schlagloch 🙂
    Das hört sich ja nach „Runderneuerung“ an.
    Ich weiß nicht, wie das Gesundheitssystem in Österreich geregelt ist; hier bei uns werden den Patienten gerne alle möglichen zusätztlichen Vorsorgeuntersuchungen ans Herz gelegt (die selber zu zahlen sind), auch Zusatzkosten beim Zahnarzt sind schon gang und gebe.
    Vor kurzem gab es auch in D mal die Meldung, es würden zu viele künstliche Hüftgelenke und Kniegelenke eingesetzt. Das kann ich nicht so abschätzen, denn die Bekannten, die sich dieser OPs unterziehen mussten, hatten schon sehr lange starke Schmerzen und die OPs wurden unumgänglich.
    Aus „Vorsorge“ war da keiner dabei. Darum weiß ich nie, wie man solche Meldungen einschätzen soll.
    Hoffentlich gehts dir gut und du hast deutlich interessantere Beschäftigungen, als Arztbesuche (soll ja ein Hobby von einsamen Rentnern sein).
    Ganz liebe Grüße und eine gute Gesundheit 🙂

  2. Hallo Schlafmütze!

    Danke für die „gesunden Wünsche“ und es geht mir altersspezifisch gut. Es stimmt, dass manche RentnerIn aus Langeweile zum Arzt gehen und enttäuscht sind, wenn ihnen keine Medikamente verschrieben werden.

    Ein wenig genieße ich die Ferien, ja Ferien, nach meinen LVS an der Uni, zum Anderem schreibe ich an einer „Serie“ für mein Blog.

    Dir einen schönen und aktiven Sommer.
    Gruss schlagloch.

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