papst:wahl

Jetzt, wo die Amtszeit von Papst Benedikt vorbei ist denke ich an meine Empfindungen, als ich das erste Mal im Radio die Nachricht vom Papstrücktritt gehört habe. Es lief mir ein Schauer über den Rücken. Ich empfand diese Ankündigung als eine Herabstufung des Papsttums zu einer Banalität. Der Rücktritt bedeutet, dass die zukünftigen Päpste von ihrem Amt zurücktreten können,  in letzter Konsequenz wieder abgewählt werden können. Eine skurrile Aussicht und wo bleibt das Göttliche? Jesus sagte: „Du bist Petrus und auf diesem Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Stürme des Meeres werden nichts ausrichten können.“

Ich trete dafür ein, dass die Kardinäle keinen neuen Papst mehr wählen, sondern auf einen Papst als Oberhaupt der kath. Kirche verzichten.  Ebenso auf den alleinigen Wahrheitsgehalt, den Gehorsam- und Unfehlbarkeitsanspruch. Zumindest das Wahlrecht reformieren, dass ein Papst von den Kardinälen mit einer Mehrheit auch wieder abgewählt werden kann und keine unfehlbare Person mehr ist. Einen Schritt weiter geht mein Vorschlag, dass die kath. Kirche demokratisiert wird. Dies würde bedeuten, dass jeder volljährige Gläubige das aktive und passive Wahlrecht erhält. Die Funktionäre, wie Bischöfe und Kardinäle, würden vom Kirchenvolk direkt gewählt werden. Die Wahlen würden in regelmäßigen Perioden stattfinden. Bei der entsprechenden Ausbildung in Glaubensfragen, kann jeder zum Bischof oder zum Kardinal gewählt werden. In der Bibel gibt es viele Stellen, wo Jesus danach verlangt, er möchte zum Volk sprechen, nicht zu den Schriftgelehrten. Es war ihm ein Anliegen, dass das Volk im Zentrum der Kirche steht, also auch bei den Funktionen.

Ich war von meinen Überlegungen und von dem Schritt den die kath. Kirche in die Zukunft machen könnte so begeistert, dass ich geplant habe meine Ideen beim nächsten Pfarrcafe einem größeren Personenkreis zugänglich zu machen. Die Lebensgefährtin hat mir davon abgeraten, es war mehr ein Verbot.

Amen.

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