wind:mühle

Bei der Beziehung zwischen Mann und Frau gibt es eine geschichtliche Entwicklung. Die gesellschaftlichen Veränderungen machen eine Veränderung der Beziehungen erst möglich. Wer eine Notausfahrt für die Seele sucht, einen Bremsweg für die Gefühle, bevor sie zu viel Schaden anrichten, kann dies in einem Kurs der Volkshochschule finden. Es geht um Entspannung im Schulter- und im Nackenbereich, die Verhärtungen behindern den freien Blutfluss in den Kopfbereich. Die Wahrnehmungen trüben ein, wirbeln Sand auf und lassen manches unsicher erscheinen. So wirkt auf den ersten Blick die saubere Wasserqualität trüb. Sand ist kein Hindernis. Zu kurzer Atem lässt die Muskulatur im Brust- und im Nackenbereich verkrampfen, im Kurs wird freigerubbelt und freigezittert, bis die Übungen in Schüttelbewegungen übergehen. Den Frust, den Ärger und die Unsicherheit abschütteln.

Auch in Hanglagen wurde früher von den Bergbauern für den Eigenbedarf Getreide angebaut und selbst Brot gebacken. Nach dem Dreschen der Garben, dieser Vorgang war mit viel Lärm und  Staub verbunden, erfolgte durch die Windmühle das Aussieben des Getreides von Rückständen. Mit Hilfe von mehreren Sieben wurden Strohhalme und Gräten vom Weizen getrennt. Mit dem erzeugten Wind wurde die Streu vom Weizen getrennt. In der Windmühle herrschten ein Rütteln und ein Schütteln, alles Unbrauchbare wurde davon geblasen.

Gleiches bewirkt das Schütteln und Rütteln in der Atemgymnastikstunde. Alles Belastende, Verkrampfte, fällt durch das Schütteln  der Glieder zu Boden. Dieser Unrat ist oft zäh und trennt sich nur  schwer vom Körper, es geht darum den Unrat aus der Seele abzuschütteln. Zu den körperlichen Schüttelübungen kommen verbale Schüttelübungen.

Rüttelfest.

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