stress:frei I

Wir sind heute nicht zimperlich, unterhalten wir uns über die Zustände von Stress oder Burnout. Bei fast jeder Situation, egal wo wir uns gerade bewegen und arbeiten, kommt das Wort Stress in das Spiel. Ob es darum geht für ein paar Besucher eine Kaffeejause auszurichten oder einen Wochenendeinkauf zu tätigen. Immer begleitet uns die Vorstellung wir könnten unter Druck geraten, sodass wir nervös reagieren. Dazu genügt oft schon, wenn bei der Auffahrt auf das Parkdeck vom Einkaufszentrum  mehrerer Autos vor uns warten und die Ampel dazwischen auf rot schaltet. Wir haben voraus festgelegt, zu welcher Uhrzeit wir uns im Eingangsbereich treffen wollen. Wie es aussieht gibt es eine Verspätung von fünf Minuten. Dies wird oft schon als Belastung erlebt. Ebenso, bildet sich bei einer Supermarktkassa eine längere Warteschlange und der stets ungeduldige Mann wartet im laufenden Auto am Parkplatz. Es dauert nicht lange und er macht sich mit der Hupe bemerkbar. Im Cafe habe ich mich in einen interessanten Zeitungsartikel vertieft und dabei übersehen, dass es längst an der Zeit war mit dem Fahrrad den Heimweg anzutreten.

Es kommen Erinnerungen hoch, an die Stresssituationen bei größeren Einkäufen  im Großhandel, und trotzdem pünktlich bei Geschäftsöffnung  hinter der Verkaufsbudel zu stehen. Während den Öffnungszeiten sich zwischendurch in das Internet einzuwählen, um beim Buchgrossisten eine Bestellung aufzugeben. Damit sicher zustellen, dass die Bestellung noch am selben Tag ausgeliefert wird. Dem Druck des Schulbuchreferenten folgen, der darauf besteht, dass die Nachbestellung  Anfang der Woche geliefert wird. Dieser hat seinem Lehrerkollegen versprochen, für den neu zugezogenen Schüler werden die Schulbücher am Montag geliefert. So hält der Lieferstress über das Wochenende an, es bleibt nicht viel Spielraum zum Abschalten. Man macht sich Sorgen, ob die Lieferkette auch wirklich funktionieren wird und es zu keiner Panne kommt. Vom Grossisten zum Logistikzentrum, vom Depot zum Paketzusteller. Der Druck wird von Etappe zu Etappe weitergereicht und alle klagen darüber.

Nahtlos.

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