leben:ereignis III

Bei mir taucht eine Frage unweigerlich auf, wohin geht der Geist, die Seele des Verstorbenen? Glaubt man den Weltreligionen, dann gibt es ein Weiterleben und Wiedersehen mit den Angehörigen im Jenseits. Heute spricht niemand mehr von einer Gewissheit, wie dies vor Jahrzehnten noch üblich war, sondern man hofft auf die Auferstehung. In welcher Form und mit welchem Bewusstsein? Nehmen wir die Vorurteile, den Neid, die Rachegelüste, wie wir sie hier im Irdischen haben, in das Jenseits mit?  Oder werden diese gelöscht und wir verkehren im Jenseitigen nur noch in Liebe miteinander? Die Menschheit wäre bereit viele Euro zu zahlen, wenn sie auf diese Fragen eine Antwort bekäme.

Ich verbrüdere mich mit dem Gedanken, unsere seelischen Einheiten  gehen im Universum auf  und wir sind im Jenseits von einem Wohlbefinden umgeben. Gibt es ein Danach, dann gibt es dies für alle. Gott wäre ansonsten kleinlich, wie die irdische Gerichtsbarkeit. Die Weltkirche hat uns mit einer Theorie aus Sünde, Leiden und Strafe über Jahrhundert geknebelt.

In der Totenhalle gibt es vor dem Beten für den Verstorbenen ein stummes, ein schweigendes Zunicken zu Bekannten, ein Wiedererkennen in den Gesichtszügen. Bei mir dazu die Feststellung, dass manche aus dem Ort gealtert sind. Ob der Verstorbene von unserer Anwesenheit noch etwas gespürt hat? Früher hieß das Beten für den Verstorbenen Wachen. So auch der Refrain des Liedes: Wachet und bleibet bei mir…

???

2 Gedanken zu „leben:ereignis III

  1. Hallo Gerhard!

    Ich habe mich also klar ausgedrückt, dass freut mich. Gerade in diesem „Grenzbereich“ gibt es eine Fülle von ausschweifenden, unübersichtlichen Aussagen.

    Zur Lesung, Freitag der 13., auch ein so „sagenhaftes Datum“ , dabei ein Tag der ungezählten Tage.

    Gruss schlagloch.

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