vor:weihnachten I

Wir Alten, alt wie es früher bei betagten Menschen gebraucht wurde, spüren gerade vor den Weihnachtsfeiertagen, dass die Zeit immer schneller vergeht. Im Grunde ist es nicht die Zeit welche altert, sondern es ist unser Körper welcher verfällt. An den Feiertagen glaubt man zum Nichtstun verpflichtet zu sein. Plötzlich vergehen die Tage nicht mehr schnell genug. Dazu kommt, dass die Jahresfeste zumeist nicht nach den Regeln und Gebräuchen der Jugendzeit ablaufen. Manche Utensilien, welche zum weihnachtlichen Brauchtum dazugehörten, gibt es nicht mehr. Niemand von der jüngeren Generation würde sich für die Feiertage das Nichts vornehmen. Das Gegenteil ist der Fall, man setzt auf tolle Aktionen.

So entkommt uns Alten um die Weihnachtszeit der Stoßseufzer über die Hektik und den Stress, welche heute damit verbunden sind. Das Erbrechen über dem Konsumrausch und dem Kaufzwang. Wer sich in den Konsumtempeln der Draustadt umschaut, die Gesichter der vorbeieilenden Menschen beobachtet wird dem Hektischen, dem wo könnte ich das finden Blick, begegnen. Zu den Mythen der Alpenbewohner gehört die Vorstellung, dass es kurz vor Weihnachten schneit. Dazu der Wunsch, für die Meisten eine konkrete Hoffnung, dass das Fest der Feste friedlich ablaufen soll. Ein Fest, einfach das Fest. Seit der Jahrtausendwende hat sich durch den Klimawandel der Schnee und mit dem Schnee die Friedfertigkeit verflüchtigt. Durch die Erderwärmung  ist beides dahin geschmolzen.

Alle Jahre wieder.

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