kater:bob

Auf dem Bahnhofsvorplatz, auf dem Gemüsemarkt und in der Fußgängerzone, beim Flanieren stößt man in Wien immer wieder auf Straßenmusikanten, Straßenmaler oder einfach Menschen ohne festes Einkommen. Sie versuchen, wie auch in anderen europäischen Großstädten, von den vorbeieilenden Touristen, Stadtbewohner und Marktbesucher etwas zu erbetteln. Außer den Straßenmusikanten hocken die Bettler zumeist am Boden auf einer Decke, die Ärmsten von ihnen auf einem Stück alten Karton. Neben sich ein Rucksack und ein Schlafsack, wo sich ihre Habseligkeiten befinden. In der kalten Zeit noch eine Thermoskanne mit Tee. Auffallend ist in den letzten Jahren, dass zumeist ein Hund mit eingezogenem Kopf und Schweif neben ihnen ruht. In Fressweite steht ein Futternapf mit etwas Tierfutter und eine Schüssel mit Wasser. Der Hund wirkt als Hingucker und erregt zumeist größeres Mitleid als der bettelnde Besitzer. Unter den Sozialhilfeempfänger hat es sich herumgesprochen, dass ein unterversorgtes Tier mehr an die Herzen der Menschen rührt, als ein hilfsbedürftiger Mensch. Auf einer Tafel wird um eine Spende für den Kauf von Tiernahrung geworben. Die Geldspenden dürften sich wohl das Herrl und der Hund teilen.

Das Betteln als Doppelback hat seinen Ursprung in London, wo der Straßengeiger James Bowen, welcher zusammen mit seinem Kater Bob musizierte, überregionale Bekanntheit erlangte. Gemeinsam sind sie vor einer U-Bahnstation aufgetreten und haben die Gabenfreude der Passanten mobilisiert.

Inzwischen hat James Bowen über seine Erlebnisse auf der Straße einige Bücher veröffentlicht. Unter anderem Ein Geschenk von Bob  und Wie Bob die Welt sieht. Die Bücher wurden zu Bestseller und ein Buch wurde  verfilmt. Inzwischen dürfte James Bowen und sein Kater Bob das Obdachlosenheim verlassen und es nicht mehr nötig haben als Straßenmusiker, bei jedem Wetter, in London auf der Straße zu stehen. In dieser Erfolgsgeschichte dürfte die Ursache dafür liegen, dass sich viele Vagabunden, der leichteren Handhabung mit einem Hund, auf die Marktplätze begeben.

Weihnachtsgeschenk.

7 Gedanken zu „kater:bob

  1. …ich weiß nicht, ob das funktioniert hat beim ersten Mal…..

    Vielen Dank!
    Ich hoffe Du hattest ebenfalls ein schönes Fest.
    Na dann…..kann ich nur einen „guten Ruscht“ ins Neue Jahr noch wünschen.
    Alles Gute für Dich im kommenden Jahr.
    Die „Eule“ vom Buchenhain

  2. Übrigens – das Gedicht “ C h r i s t m e t t e 1 9 2 0 “ von Kloepfer!

  3. Übrigens veröffentlichte ich mein religiöses Bekenntnis in der „PRESSE“, was ca. sechstausend Schilling kostete.

  4. Übrigens riefen wir „Heute 11:33“ die Öffentlichkeitsarbeitsnummer 0316 872 an, wegen eines Punkts tangierend die Vermittlung zwischen Religionen. Ich erinnerte mich daran, daß Levi 137 alt wird und daß auch Ismael 137 Jahre alt wird.

  5. „WORTE JESU“, das Buch aus dem Schweizer „Manesse“-Verlag, zweimal bestellt: über den Kaiser. Ich erwachte, es tagte, aus einem Traum: an einer Hauseingangstür hatte ein Mann meinen Appenzeller Sennen-Hund an sich gebracht und verlangte einen Ausweis vorgezeigt zu erhalten, als ich ihn zurückforderte. – An ein Gespräch würde ich mich erinnern: über „TITE ET BÉRÉNICE“ von Corneille. – S. B. P. F. Posch

  6. Unsere Kirchenzeitung schriebe über das hohe religiöse Ethos im Kanada meines „Schülers“ (als Lehrbeauftragter) Klaus Ertler, der nach seinem Telefonat mit mir die Frage über das Schweigen über die Schwester Benedikts XVI. zu beantworten hätte. Klaus Ertler wäre auch Volksschulpädagoge. In Kanada entschiede ein Gericht gegen den Osterhasen. Aber: meine Mutter, die Firmunterricht erteilte, wäre für den Osterhasen – der für mich eine bedrückende frühe Erinnerung in Pachern ist. Gewiß dringender aber zu http://www.magnificat.de : welche Schuld hat der Sohn Batsebas, wo Jesus David keine Schuld gibt?

  7. „Es ist vollbracht!“ Am Abend im ORF: 600.000 Gefallene der Rückzugsschlacht von Ypern in den Nachrichten. Der Vater meiner Mutter, ein Bauer, kehrt mit nur einem Arm aus dem Krieg heim, um seine Kinder zu ernähren. Eine Adresse wurde uns aufgeschrieben – Henri Pirenne, laut unserer Wikipedia gestorben „1935“. Für den Pazifismus der Zeugen Jehovas würde die Verfolgung in Rußland beginnen. Nun eine „Heilige Woche“ dort – s. Link „Magnificat“. Alle Stimmen, Exporte von Gewehren einzustellen, verhallen weiterhin ungehört – und keine Gewehre ohne Zigarette in der Weltgeschichte.

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