ewig:leben II

Den Umgang mit der Zeit als sinnvoll zu erleben, wird immer schwieriger. Im selben Moment sind wir mit mehreren Tätigkeiten beschäftigt. Kommt der Ärger über die knappe Zeit daher, dass wir fühlen, wir haben für keine Sache mehr ausreichend Zeit. Eine Definition über das Phänomen Zeit abzugeben, erscheint in vielem aussichtslos. Trotz unserer Auffassung, im Frühmittelalter hatten die Menschen Zeit in Fülle, antwortete der Kirchenlehrer Augustinus auf die Frage: Was ist die Zeit?, mit einer philosophischen Idee. „Wenn ich nicht danach gefragt werde was die Zeit ist, dann weiß ich es genau. Werde ich aber danach gefragt,dann kann ich die Zeit nicht mehr erklären.“ Schon damals haben die Menschen versucht den Alltag zu optimieren. So wurden die Verkehrswege, zu Land und zu Wasser für einen optimalen Warentransport und zur schnelleren Nachrichtenübermittlung ausgebaut.

Zwei Besonderheiten des Osterfestes beschäftigen mich. Die Auferstehung und das Ewige Leben. Vielleicht hat sich das Christentum deshalb so weitum verbreitet und so viele Anhänger gefunden, weil es den Menschen verkündet, nach dem Tod erwartet die Gläubigen die Auferstehung und das Ewige Leben im Himmel. Kindlich ausgedrückt. Der Tod, der uns nach einem anstrengenden Leben erwartet, wurde ausgehebelt. Bei der Begrenztheit an Lebensjahren gab es immer schon die Suche nach einem Weg, wie man das Leben verlängern könnte. Heute, aber auch schon in früheren Jahrhunderten stellt man zuallererst an die Medizin die Forderung, das Leben zu verlängern. Wer noch mehr fordert, wünscht sich eine Existenz in Gesundheit und Schönheit. Die Grenze des menschlichen Könnens wird nirgendwo so deutlich, als wenn es darum geht, das Leben zu verlängern. Letztendlich müssen wir Abstriche machen und stoßen an unsere Grenzen. Willkommen war deswegen die Prophezeiung der Religionsstifter, dass wer glaubt und einen glaubhaften Lebenswandel führt, den erwartet das Ewige Leben. Anders als in unserem Erdendasein, eine Existenz ohne Krankheit und Arbeit, ohne Streit und Leid, alles in eitler Wonne.

Verklärung.

6 Gedanken zu „ewig:leben II

  1. Ob es ein ewiges leben geben kann, ist sehr fraglich. Ich glaube daran, dass wir hier auf Erden unser Leben bestmöglich leben sollten. Wobei, was „bestmöglich“ wäre, definiert jeder anders. Wenn es keine äusseren umstände vermasseln (Armut, Krieg, Krankheit, Vertreibung, Traumen) ist jeder seines eigenen Glückes Schmied.
    Mehr kann man nicht wollen, als ein sinnvolles Leben.

  2. Hallo Gerhard!

    Heute ist Karsamstag und in Kärnten passiert merkwürdiges. Normalerweise haben die Handelsgeschäfte Samstags bis 18 Uhr geöffnet, egal ob Filialen oder Einkaufszentren. Am Karsamstag schließen alle Geschäfte ausnahmslos um 13 Uhr. Der Grund ist die sogenannte „Fleischweihe“. Dabei werden in Weidenkörben verschiedene Zutaten für die „Osterjause“, wie gekochter Schinken und Speck, Eier, Kren, Hauswürstel und Kärntner Reindling zur nächstgelegen Kirche gebracht und vom Priester gesegnet. Danach gibt es zu Hause eine Osterjause, nach Tälern regional verschieden. Ein MUSS in Kärnten, deshalb gibt es auch keine geöffneten Geschäfte.

    Morgen, bei der Auferstehungsfeier, wird die Frohbotschaft vom Ewigen Leben verkündet.

    Gruss schlagloch.

  3. JESU WORTE am Kreuz zitiert man uns am Telefon: „Vater, in Deine Hände empfehle ich meinen Geist.“ In meiner Reisebibel steht: „Unten sind die ewigen Arme“ („Deuteronomium 33,27“).

  4. Jesu Stammbaum – der Name T a m a r als Name im Stammbaum Jesu und Name von zwei weiteren Frauen im „Alten Testament“ und noch der Königin Tamar von Georgien zur Zeit des venezianischen Dogen Enrico Dandolo müßte B a u e r n doch interessieren, wenn es richtig ist, daß „Georgien“ etymologisch durch „Georg“ – mit Kalendertag „23.“ – zu erklären wäre, da „Georg“ ja „Bauer“ bedeuten würde.
    Jesu Stammbäume – der Name T a m a r : was kann ihr der Stab des Juda nützen, den sie als Pfand verlangt?

  5. Jesu Stammbaum – Tamar, die Schwester Absaloms, trägt ein „Ärmelkleid“, „une tunique de plusieurs couleurs“ in der Übersetzung von Louis Segond, gemäß einem alten B r a u c h . Man denkt an Japan.

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