66:99 III

In jedem Wahlkampf kommen kritische Stimmen auf, zu Unrecht oder zu Recht, die darüber diskutieren ob es Sinn macht, dass über 70-jährige noch das Wahlrecht ausüben können. Ob es nicht sinnvoll wäre, wie es beim Führerschein gefordert wird, dass, ist man erst über Siebzig, zu einem Wahltest antreten muss. Im einen Fall geht es darum, ob man noch fähig ist ein Auto zu lenken, im anderen Fall, ob man noch geistig aktiv an der Politik und am Wahlkampf teilnimmt. Ein weiterer Aspekt und kritischer Einwurf kommt vom Vorfeld der Parteien, den parteipolitischen Jugendorganisationen. Diese sehen in Pensionsthemen eine Blockade für ihre Zukunftsthemen. Ihre Ideen und Wünschen an die Politik werden von den Senioren überstimmt. Wir Rentner, brauchen ihre Zukunft Ressourcen auf, verhindern notwendige Veränderungen. Die Vorhalte gibt es aus gutem Grund, weil der ältere Mensch wünscht sich den Erhalt des Erreichten, nimmt die Position des Bewahrens ein und meidet die Veränderung.

Die Ruheständler pochen darauf, dass sie auf Grund ihrer Arbeitsjahre das Recht haben, noch etwas von ihren Leistungen zu genießen. Nach einer anstrengenden Berufszeit noch die Süße der Leichtigkeit zu schlürfen. Für die Zukunft eines Staates braucht es beide Bevölkerungsgruppen und eine Brücke zwischen den Generationen. Bei diesem Spagat können die Politiker ihr Können beweisen. Dazugesellen kann sich die Tendenz, dass gerechtfertigte Forderungen nicht durch ein höheres Defizit erfüllt werden sollen, sondern durch gutes Einteilen der Steuern.

Nulldefizit

Ein Gedanke zu „66:99 III

  1. Es ist doch eigentlich merkwürdig, daß man als Rentner oftmals nochmal alles ändern möchte und endlich leben möchte. Als wenn das vorher nicht möglich gewesen wäre.
    Mich macht das betroffen, daß man so spät anfängt.

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