energie:sparen I

Nachdem sich der Winter bisher in Kärnten geziert hat, hat er uns in den letzten Februartagen doch noch erreicht. In mehrerer Hinsicht, zum einem hat es einige Tage lang bis in Tallagen geschneit, danach Frühtemperaturen um die minus zehn Grad und tagsüber ein eisigen Ostwind. Für unsere Breite sind dies antarktische Temperaturen. An solchen Ausnahmetagen wirft man einen prüfenden Blick in den Kühlschrank, ob die Lebensmittel für die nächsten drei Tage reichen werden? Hinzugekommen ist, dass man sich vergewissert ob der PC, das Handy und der Rasierapparat voll aufgeladen sind. Zu den Behinderungen auf den Straßen könnte es auch zu einem Ausfall bei der Stromversorgung kommen. Im heutigen Leben steht die Handybenützung gleich hinter der Versorgung mit Lebensmitteln und Wasser.

Mein Citroen hat mich morgens überrascht, nach dem Drücken der Fernbedienung sind der Tankdeckel und die Motorhaube aufgesprungen. Den Motor zu starten war vergeblich, der Motor sprang nicht mehr an. Gänzlich überrascht war ich nicht, weil in den Tagen davor hat das Anlassen des Motors länger gedauert als üblich. Ich hatte vor die Autobatterie zu überprüfen. Jetzt kam mir die Batterie zu vor und versagte ihren Dienst. Verwirrt hat mich die Anzeige am Display, Energiesparmodus, das Starten des Motors war nicht mehr möglich.

Neuschnee

4 Gedanken zu „energie:sparen I

  1. Hallo Gerhard!

    Durch die Frosttemperaturen ist es in den Straßenbahnwaggons in Wien zu „entzaubernden“ Aktionen gekommen. Vergeblich mühten sich manche am Handy zu surfen und zu telefonieren, der Aku war entladen. Ganz ungläubig haben die Leute den Kopf geschüttelt….

    Gruss schlagloch

  2. Ja, es gab auch mal ein Leben vor dem Handy, auch wenn das heutzutage schwer vorstellbar erscheint. Wir kannten es nicht (anders) und so fehlte es uns auch nicht. Vor ein paar Tagen bin ich ohne Handy aus dem Haus gegangen und fortgefahren. Nichts ist passiert.
    Die eisigen Temperaturen stimmen mich ein wenig sorgenvoll, ob denn das gut geht mit der Wasserleitung im Erdboden. Anscheinend ist die in dem steinigen Gelände nicht tief genug verlegt worden für solch tiefe Temperaturen im Winter. Man hat mir erzählt, damals wurde noch von Hand gegraben. Vor etlichen Jahren, als es auch so bitterkalt war, fror uns die Leitung ein, Ende Jänner. Bis sie wieder auftaute im Erdboden, war es Mai. Bis dahin mussten wir uns mit einer behelfsmäßigen Leitung begnügen, die jeden zweiten Tag neu gelegt werden musste (so lange es Frost gab), um Wasser zu pumpen fürs Vieh und den Bedarf im Haus. – Ich schätze sehr das fließende Wasser aus dem Wasserhahn. Viele Millionen Menschen sind davon immer noch ausgeschlossen, trotz des enormen Wissens und der technischen Entwicklung, die die Menschheit erfahren hat.

  3. Hallo Monika!

    „Ja, es gab auch mal ein Leben vor und ohne dem Handy“, du sagst es. Niemand ist deshalb verloren gegangen, den einzigen „Fortschritt“ sehe ich darin, dass wir viel ängstlicher geworden sind. Fast niemand wagt sich mehr ohne Handy aus dem Haus zu gehen, eine neue Art von Abhängigkeit, Sucht. Aber da wir alle „süchtig“ sind, ist niemand süchtig.

    Deine Sorgen bei den tiefen Temperaturen um die Wasserleitung kann ich verstehen, ich denke aber der Frost ist in ein zwei Tagen vorüber. Auf unserem Bauernhof wurde der Graben für die Wasserleitungsrohre, für Haus und Hof, in den sechziger Jahren auch mit Pickel und Schaufel ausgehoben. Von der eigenen Quelle bis zum Viehstall etwa 300 Meter, heute undenkbar.

    Gruss schlagloch.

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