maria:sibylla:merian II

Bemerkenswert ist die religiöse Einstellung von Sybille Maria Merian, welche auf der Suche nach einem persönlichen Glauben war. Unabhängig von den religiösen Institutionen, auf der Grundlage der Bibel. In ihrer Forschungstätigkeit sah sie keinen Widerspruch zum Glauben. Obwohl sie dem Geheimnis Gottes auf der Spur war, hat sie es vermieden Gott, als den alleinigen Schöpfer aller Pflanzen und alles Getier, in Frage zu stellen.

Nach dieser Lektüre habe ich einen intensiveren Blick auf die Gräser, Gewächse und Blumen gerichtet, um die eine und andere Raupe zu entdecken. Plötzlich hat es beim nächsten Spaziergang um mich herum nur so geschwirrt von Schmetterlingen. Unsere Wahrnehmung ist eine Symbiose aus Wissen und aus dem, was wir sehen. Dies erleben wir im Alltag des öfteren, ist man Gastwirt, wird man in einer fremden Stadt jedes kleine Beisel wahrnehmen. Lehnt man die Ausbreitung von Kebab Buden in den Städten ab, dann wird man in jeder kleinen Gasse einen Kebab Stand entdecken. In den Sommermonaten ist es für  Eisliebhaber zumeist ein leichtes, einen Eissalon oder einen Eisverkäufer zu finden. Sie werden von magischer Hand zu den Plätzen, wo Eis verkauft wird, geführt. Wir sehen nicht nur was uns objektiv durch unsere Augen vermittelt wird, wir sehen auch durch unsere Erfahrungen, Abneigungen und Vorlieben.

Zitronenfalter

3 Gedanken zu „maria:sibylla:merian II

  1. Bei mir im Garten hat es heute auch nur so geschwirrt: Lavendel fängt zu blühen an und dürfte eine überaus beliebte Nektarpflanze sein für Wildbienen, Hummeln und diversen Falterarten. Die scheinen Freude zu haben an dem üppigen Strauch mit knapp drei Meter Durchmesser.

  2. Hallo Rosenherz!

    …Lavendelstrauch mit drei Meter Durchmesser ist eine beachtliche Größe. Unser Lavendel auf dem Balkon bringt es auf fünfzig Zentimeter Durchmesser. Jetzt kann man sich jeden Tag an den blühenden Blumen und Sträuchern erfreuen.

    M.S. Merian hat einige Geheimnisse der „Vögelein“ gelüftet.

    Gruss schlagloch.

  3. Hallo Franz, ja, da ich stimme dir zu.
    Unsere Wahrnehmung beruht auch auf unser Wissen. Ich denke dabei gerade ans Tapezieren. Wenn ich irgendwo ein kleines bisschen „gepfuscht“ habe, sehe ich diese Stelle immer sofort, während alle anderen sie gar nicht bemerken.
    Grüßli 🙂

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