droh:wort

Wir leben in einer Zeit wo die meisten Menschen älter werden und es gibt dafür Beispiele. Dies nicht allein bei der ewigen Diskussion um das Pensionsantrittsalter oder wie das Pensionssystem finanziert werden kann. Dazu die Fragen aus dem Gesundheitsbereich, was macht das Alter mit den Menschen auf gesundheitlicher Basis. Es tauchen neue Krankheitsdracula auf, neben dem bösartigen Wort Krebs, gibt es neue Drohwörter: Alzheimer und Parkinson. Viel weiß man darüber nicht, der Ausbruch hängt mit dem Älterwerden zusammen. Vergeblich wird versucht den Ausbruch der Krankheit zu vereiteln, zumindest gelingt es das Fortschreiten der Krankheiten zu verlangsamen und in vielen Fällen zu stoppen. Trotzdem gibt es einen Nachholbedarf bei Betreuungseinrichtungen und Pflegepersonal, welche in der Lage sind mit diesen Menschen fachlich und menschlich umzugehen. Angehörige versuchen innerhalb der Familien einen Pflegeturnus einzurichten. Zumeist hat plötzlich niemand Zeit oder es stellen sich nur einzelne Angehörige zur Verfügung, diese sind in den meisten Fällen weiblich.

Nicht jede Familie kann es sich leisten einen Angehörigen in eine diesbezüglich gute Pflegeeinrichtung zu geben. Fehlte es am Geld, war es für die Pflegeeinrichtung bisher möglich, auf das Vermögen des Hilfsbedürftigen zurückzugreifen, einerlei ob Geld- oder Sachwerte.Dieses Gesetz wurde in diesem Jahr außer Kraft gesetzt und die fehlenden Heimgebühren, nach Verwendung der Pension und des Pflegegeldes, werden von der öffentlichen Hand ersetzt. Der Bedarf an Heimplätzen steigt und Geschäftemacher wittern eine Chance hier Gewinne zu machen. Die in den Prospekten gemachten Versprechungen entsprechen nicht immer den wahren Verhältnissen. Oft wird zuwenig oder mangelhaft ausgebildetes Personal in der Pflege eingesetzt.

Wundliegen

2 Gedanken zu „droh:wort

  1. Hallo Franz,
    ja die Pflege. Du hast völlig recht. Plötzlich hat niemand mehr Zeit.
    Das erleben wir ja hier tagtäglich. Von der Familie lässt sich hier so gut wie niemand sehen um die Mutter / Oma / Uroma zu besuchen. Nur an Weihnachten und am Geburtstag kommen die Verwandten zum Kaffee.
    Als sie im vorletzten Jahr einmal für 5 Tage im Krankenhaus war, wurde sie von niemanden dort besucht. Nur wir sind täglich hingefahren.
    Das nehme ich Schätzelchens Familie echt übel.
    Meine Kinder, die ja überhaupt nicht verwandt sind, die unterstützen uns, wenn wir mal was vorhaben oder einmal im Jahr für 7 Tage in Urlaub fahren.
    Früher kam auch Schätzelchens Tante (die mal dein Gedicht in Platt übersetzt hat 🙂 ) zum helfen, jetzt kommt sie nur noch alle drei bis vier Wochen zu Besuch (aber sie vergisst Oma nicht), denn sie wird selber demnächst 82 J. und kann bei der Pflege gar nicht mehr helfen.
    Wir machen das jetzt seit 13,5 Jahren.
    Uns wird später niemand pflegen wollen, schätze ich mal.
    Ich wünsche jedem zum neuen Jahr Gesundheit, das wichtigste überhaupt.
    Liebe Grüße 🙂

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