bade:strand

Zwischen den sonnenhungrigen Schifahrern und den Badegästen lässt sich die eine und andere Verbindung herstellen. In den großen Skizentren, auf alpinen 2500 Meter, verpflanzt man gegen Ende der Skisaison etwas vom Mittelmeer Feeling. Auf den Sonnenterassen werden in 2500 Meter Höhe Palmen platziert, nachts über werden sie hinter einer Glasschiebefenster in Sicherheit gebracht. Die Touris holen sich die erste Bräune beim Schifahren. Das Outfit ist dem am Badestrand ähnlich, Bikinis oder Badehosen. An den Füßen Ski Schuhe statt Badelatschen. Ein Freizeitzwitterwesen, Sommertyp und Wintertyp. Es ist heute schwer einen Menschen rein äußerlich sozial zuzuordnen.

Die Badeorte entlang der Halbinsel von Istrien haben gegenüber den Badeorten an der Oberen Adria den Nachteil, an den Stränden in Istrien fehlt der Sand. Zumeist ist das Ufer mit Steinen gesegnet. Der Sand wird künstlich aufgeschüttet. Im Frühjahr wird mit Lkw Sand aus Österreich an den Strand in Portoroz und in Opatija gekarrt. Ein wenig erinnert dies an die künstliche Beschneiung in den Alpen, wenn es keinen natürlichen Schnee gibt. Wer den Transport von Sand an den Meeresstrand als Anarchismus empfindet, erinnere sich an eine der letzten Modeschauen von Lagerfeld. Für die Präsentation seiner Bademode hat er in einer Hotelanlage in Paris eine künstliche Uferlandschaft angelegt. Sandstrand und Wellen schlagen an das Ufer. Nach seinem Tod hat man für die neue Winterkollektion ein Alpendorf im Winter nach Paris verpflanzt.

Kunstschnee

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