stahl:beton II

Auf den Großbaustellen werden kaum Lehrlinge ausgebildet und eingesetzt, weil hier die herkömmliche Maurerarbeit nicht mehr stattfindet. Ein Hotelneubau unterscheidet sich wesentlich von der Errichtung eines Eigenheimes. In der Firma gibt es Maurerlehrlinge in geringer Zahl, weiblichen Maurerlehrling kennt er keinen, die Feinausbildung erfolgt in einer eigenen Lehrwerkstätte. Dort werden den künftigen Maurern die alten Techniken, die händische Errichtung einer Ziegelmauer, das Einputzen von Fensterrahmen und das Verputzen der Innenwände, vermittelt. Frauen sind in ihrer Firma im technischen und kaufmännischen Bereich beschäftigt. Eine fundierte Ausbildung zu einem Maurergesellen erhält man bei den mittelständischen Baufirmen, welche im Bereich Eigenheimbau, der Renovierung- und Sanierung von Altbauten tätig sind.

Hier zeichnet sich ein Bild ab, welches nicht nur für das Baugewerbe, sondern auch in anderen Branchen gilt. Die großen Firmen stellen zumeist nur ausgebildete Mitarbeiter ein, die Ausbildung des Nachwuchses fällt den Klein- und Mittelbetrieben zu.  Großunternehmen stellen Lehrlinge ein, zumeist erfolgt die Ausbildung aber in speziellen Lehrwerkstätten und Lehrlingsakademien. Ob dies dasselbe Berufsverständnis bringt, wie eine kleinräumige Lehre in einem Klein- und Mittelbetrieb? Dort wächst man auf praktische Weise in den Beruf hinein. Dabei wird das kaufmännische und theoretische Wissen durch die Berufsschule vermittelt, für schulische Spätzünder gibt es die Möglichkeit einer Lehre mit Matura.

Lehrlingsentschädigung

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