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Mit Sehnsucht und Spannung wurde die Wiedereröffnung der Cafés, Gasthäuser und Restaurants nach der Zwangsschließung wegen der Corona Pandemie, erwartet. Viele Gastwirte haderten mit dem Schicksal, über zwei Monate hatten sie keine Gäste und keine Einnahmen. Kopfzerbrechen bereitete vielen wie sie die Coronavorschriften, das Tragen eines Mundschutzes und Einhaltung eines Mindestabstandes, im Lokal umsetzen können. Die Heimeligkeit eines Cafés oder Beisel wird unter den Abstandregeln leiden. Das Wesentliche, beim Besuch einer Lokalität, ist für viele Menschen die Sehnsucht nach einer Unterhaltung mit fremden Menschen, sie sind einfach neugierig auf Andere. Mancher Beisel Besucher wünscht sich, dass er mit anderen Personen in ein Gespräch kommt, sich in ein Gespräch an der Theke einbringt, oder ihm ein Platz an einem Tisch angeboten wird. Gerade das kleine Format eines Pubs oder Beisel, der beschränkte Raum macht den Reiz dieser Lokale aus. Es bleibt nichts anderes übrig, als dass die Gäste zusammenrücken und beiläufig kommt man so leichter in ein Gespräch. Anders als in einem pickfeinen, vorreservierten Restaurant, wo jeder auf Abstand und Distanz bedacht ist. Genau diese Kuschel Cafés fürchten um ihre Berufung, weil ein Abstand von einem Meter zwischen den Gästen verlangt wird. Das Anbandeln, das Diskurrieren in Bezirksbeiseln, in Künstler- oder Studenten Cafés wird es in den nächsten Monaten nicht geben.

Von dieser Warte betrachtet waren bei den Gastronomen die Erwartungen verhalten. Wer wird sich nach dem Dämpfer den wir alle abbekommen haben, nach den Szenarien von Todesfällen, Verlust, Trauer und Tränen in den ersten Wochen des wieder Hochfahren in ein Lokal verirren.

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